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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
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Advokaturbüro ist jetzt online.

Guten Tag Ich habe ein eigenes Geschäft und dem zu Folge einen

Kundenfrage

Guten Tag Ich habe ein eigenes Geschäft und dem zu Folge einen Treuhänder gehabt, welcher mich unglaubliche Summen kostete. Daher (und auch weil mir meine Betriebsbank dazu geraten hatte) kündigte ich ihm fristlos am 20.04. per Mail. Am 27.4. gab er mir alle Unterlagen zurück und teilte mir auf meine Anfrage - ob ich noch mit weiteren Rechnungen rechnen müsse - mit, wenn noch etwas sei, würde er das so erledigen. Nun schickt er mir eine Rechnung für geleistete Dienste im Zeitraum 19.04.-22.12.11 über Fr. 684.00. Ich habe ihm geschrieben, dass ich aus den oben geschilderten Gründen nicht bereit sei, diese Rechnung zu bezahlen. Auf meinen Hinweis, dass er mir die kleinen Restaktivitäten gratis angeboten habe, ist er nicht eingegangen, schrieb lediglich, er erwarte meine Zahlung. Muss ich diese Rechnung tatsächlich bezahlen? Für eine Antwort bin ich Ihnen sehr dankbar. Dieser Treuhänder hat mich Unsummen gekostet, im Schnitt Fr. 15000.00 pro Jahr! Besten Dank und freundliche Grüsse
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Zwischen Ihnen und dem Treuhänder bestand ursprünglich ein Auftragsverhältnis im Sinne von Art. 394 ff. OR. Nach Art. 394 Abs. 3 OR muss der Auftraggeber (Sie) dem Beauftragten (Treuhänder) eine Vergütung leisten, wenn sie verabredet oder üblich ist.

Zunächst war offensichtlich ein Honorar verabredet. Mit e-Mail vom 20. April 2011 haben Sie das Auftragsverhältnis nach den Vorschriften von Art. 404 gekündigt. Grundsätzlich ist eine Kündigung per e-Mail möglich, wobei Sie natürlich beweisen müssen, dass der Treuhänder die Kündigung auch zur Kenntnis genommen hat. Da er Ihnen am 27. April 2011 alle Unterlagen zurückgegeben hatte, dürfte dieser Beweis gelingen. Die Auftragskündigung dürfte wirsam und beweisbar sein.

Für den Fall, dass danach noch Arbeiten in Ihrem Auftrag erledigt werden sollten, sollte dies (offenbar gemäss mündlicher Vereinbarung) kostenlos geschehen. Damit war keine Vergütung mehr vereinbart, weshalb Sie auch den Rechnungsbetrag an sich nicht schulden würden, da ein mündlicher Vertrag besteht, wonach Kostenlosigkeit für die Restarbeiten vereinbart wurde.

Grundsätzlich muss der Treuhänder beweisen, dass ein Honorar auch nach dem 20. April 2011 vereinbart war und ein Auftrag für diese Aufgaben bestand.

Eine Geschäftsführung ohne Auftrag im Sinne von Art. 419 ff. OR dürfte nicht vorliegen, da Sie die Geschäftsbesorgung durch den Treuhänder wohl mindestens gebilligt haben (Art. 424 OR).

Da wohl tatsächlich ein Auftrag hinsichtlich etwa anfallender Restarbeiten bestand und Sie diese Leistungen des Treuhänders wohl auch akzeptiert haben, dürfte nach der Rechtsprechung eine sog. Beweislastumkehr eintreten. Das heisst, das in einem Gerichtsprozess Sie beweisen müssten, dass die Kostenlosigkeit vereinbart war. Gelingt Ihnen dieser Beweis, können Sie auch nicht zur Bezahlung des Honorars gezwungen werden. Für Sie könnte etwa sprechen, dass Ihnen vor der letzten Rechnung eine Schlussrechnung zugestellt wurde.

Vor diesem Hintergrund entscheidet sich Ihre Frage aufgrund der vorhandenen Beweise.
Steht Aussage gegen Aussage, dürfte der Treuhänder bei einer Leistungsklage gegen Sie Recht bekommen, da ein Honorar mindestens üblich ist und keine gesetzliche Vermutung der Kostenlosigkeit besteht. Der Treuhänder muss aber immerhin Rechenschaft über die von ihm getätigten Arbeiten ablegen, das heisst er muss Ihnen Auskunft geben, wofür die Kosten der letzten Rechnung angefallen sein sollen (Art. 400 OR).

Insgesamt haben Sie daher nur zwei (sinnvolle) Möglichkeiten:
  1. Entweder Sie bezahlen die Rechnung, oder
  2. Sie bezahlen die Rechnung nicht, nehmen eine Betreibung und zumindest ein Schlichtungsverfahren in Kauf. Sie können die Rechnung bzw. eine Klage ja auch jederzeit bezahlen bzw. anerkennen, wenn sich herausstellt, dass Sie einen Prozess aufgrund der Beweise verlieren würden. Allerdings fallen dann gegebenenfalls Prozesskosten an.
Kurz gefasst:
Sie müssen die Rechnung nicht bezahlen. Wenn Sie allerdings nicht beweisen können, dass Kostenlosigkeit vereinbart war, könnten Sie einen Gerichtsprozess dennoch verlieren.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken. Ausserdem können Sie in der Rubrik Bewertungen eine Qualitätsbeurteilung abgeben und wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Tag
Danke XXXXX XXXXX mir so ausführlich geantwortet haben.
Es ist so, dass nach der mündlichen Kündigung er mich nie darauf hingewiesen hat, dass er noch im Hintergrund Arbeiten tätigt. Ich wusste dies also nicht.
Auch wenn ich ihn anrief und etwas anfragte, teilte er mir niemals mit, dass er mir dafür ein Honorar in Rechnung setze.
Ich hätte mich in diesem Fall nie mehr bei ihm gemeldet.
Bsp: Bearbeitung meiner Steuerunterlagen, welche ich bereits eingeschickt hatte und das Steueramt nun anscheinend Fragen dazu hatte.
Wäre es nicht so gewesen, dass er der Steuerbehörde hätte mitteilen müssen, dass er kein Mandat mehr habe?
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Natürlich können Sie im Falle eines Gerichtsprozesses so argumentieren. Es bleibt aber eine Frage der Beweise.

Bei Treuhändern ist ein Honorar geschuldet, wenn es üblich oder vereinbart ist (Art. 394 OR). Dass ein Treuhänder gratis arbeitet, wäre in jedem Fall unüblich. Das Gericht wird sich daher mit grösster Wahrscheinlichkeit auf den Standpunkt stellen, dass Sie nicht haben davon ausgehen dürfen, dass die Arbeiten kostenlos sind. Ausser natürlich, Ihnen gelingt der Beweis, dass Kostenlosigkeit vereinbart war.

Eine Pflicht, Sie auf die Kosten(pflicht) hinzuweisen, hat der Treuhänder grundsätzlich nicht. Er wird vielmehr vor Gericht argumentieren, dass er davon ausgehen durfte, dass Ihnen das Honorar bekannt war und Sie ihn nach Kündigung des Auftrags quasi wieder neu beauftragt haben - zu den bereits bekannten Konditionen. Damit dürfte er Recht bekommen, sofern Sie nicht etwas anderes beweisen können.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken. Ausserdem können Sie in der Rubrik Bewertungen eine Qualitätsbeurteilung abgeben und wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Vor kurzem habe ich Ihnen auf www.justanswer.de eine ausführliche Rechtsauskunft erteilt. Bisher haben Sie meine Antwort leider nicht akzeptiert. Darf ich Sie bitten, dies nachzuholen, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken. Die von Ihnen bereits geleistete Anzahlung bleibt ansonsten auf dem JustAnswer-Konto völlig nutzlos.

Das Funktionieren von JustAnswer ist wesentlich von der Vertrauenswürdigkeit und Zuverlässigkeit seiner Nutzer abhängig! Sollte es einen Grund geben, warum meine Dienstleistung von JustAnswer nicht bezahlt werden soll, bitte ich Sie, mir diesen mitzuteilen. Ausserdem können Sie in der Rubrik Bewertungen eine Qualitätsbeurteilung abgeben und wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

RA Aschwanden

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