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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
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Advokaturbüro ist jetzt online.

Hallo, bin zu 100% seit 3 Jahren im Aargau als Tennislehrer

Kundenfrage

Hallo, bin zu 100% seit 3 Jahren im Aargau als Tennislehrer in einer großen Tennisschule angestellt. Nun habe ich mich während der Arbeitszeit, allerdings nicht während der Trainingsstunde sondern beim Aufbau des Tragluftballons (Tennishalle) verletzt und muß operiert werden. Ich wurde sofort krank geschrieben, habe aber trotzdem meine Stunden vor den Ferien fertiggespielt und meine Arztbesuche auf die Herbstferien konzentriert. Während der Herbstferien konnte ich selbständig ein Tenniscamp organisieren (Umsatz 12000 CHF) mit 19 Kindern, das ich dann absagen musste. Mein Arbeitgeber meinte dass er nichts mit Krankengeld usw. zu tun hätte. Ich sollte die Sache meiner Unfallversicherung in Deutschland melden. Ich habe Aufenthaltsbewilligung B und lebe auch seit März 2009 in der Schweiz und zahle monatlich alle Abgaben seitdem. Wer trägt nun die Kosten für meinen Ausfall bzw. welche Möglichkeiten habe ich. Vielen Dank XXXXX XXXXX Hilfe. MfG Patrick Schmidt
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Zunächst wäre zu prüfen, ob Sie tatsächlich in einem Angestelltenverhältnis, d.h. mit einem Arbeitsvertrag, oder in einem Auftragsverhältnis beschäftigt waren.

Kann Ihr Vertragsverhältnis mit der Tennisschule als Arbeitsvertrag qualifziert werden, ist Ihr Arbeitgeber von Gesetzes wegen verpflichtet, für Sie eine Unfallversicherung abzuschliessen, die dann zunächst die Heilungskosten bezahlen muss. Der Arbeitgeber muss Ihnen dann auch den Lohn während der Zeit, in der Sie arbeitsunfähig waren, den vertraglich vereinbarten Lohn weiterbezahlen. Im Kanton Aargau gilt die sog. Berner Skala, wonach Ihnen der Arbeitgeber im 3. und 4. Dienstjahr den Lohn bei Krankheit oder Unfall während 2 Monaten weiterbezahlen muss. Nach diesen 2 Monaten erlischt die Lohnfortzahlungspflicht Ihres Arbeitgebers.

Die Unfallversicherung bezahlt demgegenüber keinen Lohnausfall. Dafür hätte Ihr Arbeitgeber eine Krankentaggeldversicherung abschliessen können, wozu er aber gesetzlich nicht verpflichtet ist.

Im Hinblick auf den "Lohnausfall" für das Camp ist aus meiner Sicht besonders fraglich, ob der Arbeitgeber Ihnen diese Kosten ersetzen muss. Da Sie dieses Camp selber organisiert haben, könnte es sein, dass dies als Auftragsverhältnis bzw. als selbständige Tätigkeit qualifziert werden muss und Sie sich deshalb als selbständig Erwerbender hätten gegen Arbeitsunfähigkeit hätten versichern müssen.

Um die Sache abschliessend beurteilen zu können, müsste ich Ihren Arbeitsvertrag überprüfen und alle konkreten Daten und Fakten im Detail kennen. Wie gesagt, ist der Arbeitgeber nur während 2 Monaten zur Fortzahlung des vertraglich vereinbarten Gehalts verpflichtet. in Ihrem Fall kann es durchaus möglich sein, dass hier eine Versicherungslücke besteht und Sie die Kosten für das ausgefallene Camp nicht ersetzt bekommen.

Ich empfehle Ihnen daher, sich mit allen Unterlagen persönlich an einen Anwalt zu wenden und/oder mit Ihrer deutschen Kranken-/Unfall- oder Arbeits-/Berufsunfähigkeitsversicherung abzuklären, ob ein Anspruch besteht.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken. Ausserdem können Sie in der Rubrik Bewertungen eine Qualitätsbeurteilung abgeben und wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

RA Aschwanden
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Vor kurzem habe ich Ihnen auf www.justanswer.de eine ausführliche Rechtsauskunft erteilt. Bisher haben Sie meine Antwort leider nicht akzeptiert. Darf ich Sie bitten, dies nachzuholen, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken. Die von Ihnen bereits geleistete Anzahlung bleibt ansonsten auf dem JustAnswer-Konto völlig nutzlos.

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Mit freundlichen Grüssen

RA Aschwanden