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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
54307587
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Guten Abend, ich habe eine Frage die ich nirgends im Internett

Kundenfrage

Guten Abend, ich habe eine Frage die ich nirgends im Internett beantwortet finde!!!!

Letzte Woche wurde uns mitgeteilt das unsere Firma (Kleinbetrieb Medienmarketing) in Liquidation geht--Kündigung morgen oder übermorgen definitiv!

Nun wird verlangt das ich in der Kündigungszeit ( 2 Monate ) da sie noch Lohnfortzahlung leisten müssen, nicht einfach den Lohn bekomme, sondern auch für einen anderen Firmenzweig den sie nun aktivieren, arbeiten soll die 2 Monate!!!!!!!!!!!
(Also quasi Firmenzweig "Huber" wird still liquidiert---und da ich 3Jahre da arbeite, wird Lohn nicht einfach so auf das Konto überwiesen, sondern ich muss in den 2Monaten für Firmenzweig "Meier" arbeiten, und danach ist Schluss!!!!

Ist das rechtlich???

Für eine schnelle Antwort bin ich sehr erfreut---vielen Dank!!!!
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Das Thema ist im Gesetz nicht ausdrücklich geregelt. Die Antwort ergibt sich aber indirekt aus Art. 321 OR:
Die Versetzung durch Weisung des Arbeitgebers in einen anderen Betrieb desselben Arbeitgebers ist gegen den Willen des Arbeitnehmers nur zulässig, wenn sie ihm zuzumuten ist, da das Arbeitsverhältnis in der Regel nur für einen bestimmten Betrieb begründet wird.

Gemäss einem Entscheid des Arbeitsgerichts Zürich ist die Versetzung gegen den Willen des Arbeitnehmers in jedem Fall unzulässig, wenn der Arbeitsort vertraglich bestimmt ist.

Mit der Zustimmung des Arbeitnehmers ist dagegen sogar die Versetzung in den Betrieb eines anderen Arbeitgebers zulässig.

Insgesamt fragt sich also, ob Ihr bisheriger Arbeitsort im Vertrag bestimmt war. Ist dies der Fall, können Sie eine Versetzung verweigern. Der Arbeitgeber ist in diesem Fall im sog. Annahmeverzug mit dem Anbieten von Arbeitsleistung und muss Ihnen den Lohn grundsätzlich weiterbezahlen. Sie müssen sich allerdings anrechnen lassen, was Sie aufgrund des "Nichtarbeitenmüssens" einsparen (Art. 324 OR).

Ist der Arbeitsort im Vertrag nicht festgeschrieben, ist die Versetzung nur zulässig, wenn es sich um den gleichen Arbeitgeber handelt. Ist dies der Fall, ist es unerheblich, ob es sich um einen anderen Betriebszweig handelt, sofern Ihnen das Arbeiten im anderen Betriebszweig zugemutet werden kann.

Abgesehen davon möchte ich Sie auf den ausserordentlichen Kündigungsgrund von Art. 337a OR hinweisen, wonach Sie das arbeitsverhältnis fristlos kündigen können, wenn die Gefahr besteht, dass Sie Ihren Lohn aufgrund des drohenden Konkurses / Liquidation nicht mehr bekommen (Lohngefährdung). Der Arbeitgeber muss Ihnen Sicherheit für den Lohn leisten.
Art. 337a OR
Wird der Arbeitgeber zahlungsunfähig, so kann der Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis fristlos auflösen, sofern ihm für seine Forderungen aus dem Arbeitsverhältnis nicht innert angemessener Frist Sicherheit geleistet wird.


Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken. Ausserdem können Sie in der Rubrik Bewertungen eine Qualitätsbeurteilung abgeben und wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

RA Aschwanden
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Vor kurzem habe ich Ihnen auf www.justanswer.de eine ausführliche Rechtsauskunft erteilt. Bisher haben Sie meine Antwort leider nicht akzeptiert. Darf ich Sie bitten, dies nachzuholen, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken. Die von Ihnen bereits geleistete Anzahlung bleibt ansonsten auf dem JustAnswer-Konto völlig nutzlos.

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Mit freundlichen Grüssen

RA Aschwanden