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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
54307587
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Advokaturbüro ist jetzt online.

Ich habe einen Arbeitskollegen, ca. 100 Tage mit zur Arbeit

Kundenfrage

Ich habe einen Arbeitskollegen, ca. 100 Tage mit zur Arbeit genommen, da er wegen Führerausweisentzug nicht fahren durfte.
Kann ich ihm nun eine Rechnung stellen?
Vielen Dabk für Ihre rasche Auskunft
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Grundsätzlich haben Sie dann Anspruch auf Entschädigung für Ihre "Dienstleistung" (= Mitfahrgelegenheit für Arbeitskollegen), wenn es sich dabei nicht um eine Gefällikeit handelte.

Das bedeuted, dass zu prüfen ist, ob zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitskollegen ein Vertrag zustande gekommen ist. Ein Vertrag kommt durch übereinstimmende Willenserklärung hinsichtlich der vertragswesentlichen Punkte (insbesondere Leistung und Gegenleistung bzw. Bezahlung) zu stande.

In Ihrem Fall ist sehr fraglich, ob aus juristischer Sicht tatsächlich ein Vertrag zustande gekommen ist. Zum einen ging Ihr Arbeitskollege wohl davon aus, dass es sich um eine unentgeltliche Gefälligkeit handelt, zumal offenbar niemals über die Bezahlung gesprochen wurde. Selbst aber, wenn man davon ausginge, dass Sie sich mit Ihrem Arbeitskollegen konkludent (=stillschweigend) auf Bezahlung der Mitfahrgelegenheit geeinigt hätten, müssten Sie im Zweifelsfall beweisen, dass tatsächlich eine Bezahlung vereinbart war. Weigert sich Ihr Arbeitskollege zu bezahlen, haben Sie vor Gericht mangels Beweisen keine Erfolgsaussichten.

Denkbar wäre noch, dass Ihr Arbeitskollege Ihnen aus ungerechtgertigter Bereicherung (Art. 62 ff. OR) eine Entschädigung bezahlen muss. Auch hier könnte ein Anspruch aber an den Beweisschwierigkeiten scheitern. Zum einen müssten Sie beweisen, dass Ihnen durch das Mitnehmen Ihres Kollegen mehr Kosten als sonst entstanden sind, zum anderen müssten Sie beweisen, dass (wie oben) nicht eine Gefälligkeit vereinbart war.

Vor diesem Hintergrund würde ich Ihnen raten, Ihren Kollegen auf "kollegialer Ebene" um eine Beteiligung an den Fahrkosten zu bitten. Sie können ihm zwar auch eine Rechnung stellen, allerdings ist zu befürchten, dass Sie deren Bezahlung weder auf dem Betreibungsweg noch gerichtlich durchsetzen können. Aus meiner Sicht scheint wäre es anständig, wenn Ihr Arbeitskollege Ihnen freiwillig bzw. nach Aufforderung etwas an Ihre Kosten bezahlen würde. Von der zwangsweisen bzw. rechtlichen Durchsetzung muss ich jedoch abraten, da die Erfolgsaussichten verschwindend gering und der Kostenaufwand unverhältnismässig hoch wäre.

Ich bedaure, Ihnen keine erfreulichere Auskunft geben zu können, hoffe aber, Ihnen mit dieser Auskunft dennoch weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken bzw. bei JustAnswer den geschuldeten Betrag einzahlen. Ausserdem können Sie in der Rubrik Bewertungen eine Qualitätsbeurteilung abgeben und wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

RA Aschwanden
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Vor kurzem habe ich Ihnen auf www.justanswer.de eine ausführliche Rechtsauskunft erteilt. Bisher haben Sie meine Antwort leider nicht akzeptiert. Darf ich Sie bitten, dies nachzuholen, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken. Die von Ihnen bereits geleistete Anzahlung bleibt ansonsten auf dem JustAnswer-Konto völlig nutzlos.

Das Funktionieren von JustAnswer ist wesentlich von der Vertrauenswürdigkeit und Zuverlässigkeit seiner Nutzer abhängig! Sollte es einen Grund geben, warum meine Dienstleistung von JustAnswer nicht bezahlt werden soll, bitte ich Sie, mir diesen mitzuteilen. Ausserdem können Sie in der Rubrik Bewertungen eine Qualitätsbeurteilung abgeben und wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

RA Aschwanden
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

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RA Aschwanden