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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
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Ich wollte mal fragen wie hoch die Chancen sind sein Kind aus

Kundenfrage

Ich wollte mal fragen wie hoch die Chancen sind sein Kind aus einer Pflegefamile wieder zu bekommen???
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-NutzerIn

Wenn ich Sie richtig verstehe, wurde Ihnen die Obhut entzogen. Es ist allerdings nicht möglich, anhand von den wenigen Informationen eine seriöse Beurteilung abzugeben.
Um Ihre Frage zu beantworten, müsste ich wissen, was (offiziell) der Grund war, dass Ihr Kind in eine Pflegefamilie gekommen ist und was sich seither in Ihren Lebensumständen verändert hat. Gab es Auflagen von der Vormundschaftsbehörde o.ä.

Mit freundlichen Grüssen

RA Aschwanden
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung: Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
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Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Naja sie haben gesagt ich fördere mein Kind nicht und wenn der Vater mich entlastet hat dann hieß es ich schiebe mein Kind ab.

Jetzt bin ich dabei zu kämpfen in ein Betreutes Einzelwohnen kommen da ich noch bei meinen Eltern wohne und alles.
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte JustAnswer-Nutzerin

Es ist sehr schwierig, Ihnen eine konkrete Rechtsauskunft zu geben, ohne zu wissen, was die Vormundschaftsbehörde genau dazu veranlasst hat, Ihr Kind in einer Pflegefamilie unterzubringen.

Rechtsgrundlage ist Art. 310 ZGB. Darin steht:
Art. 310
1 Kann der Gefährdung des Kindes nicht anders begegnet werden, so
hat die Vormundschaftsbehörde es den Eltern oder, wenn es sich bei
Dritten befindet, diesen wegzunehmen und in angemessener Weise
unterzubringen.
2 Die gleiche Anordnung trifft die Vormundschaftsbehörde auf Begehren
der Eltern oder des Kindes, wenn das Verhältnis so schwer gestört
ist, dass das Verbleiben des Kindes im gemeinsamen Haushalt unzumutbar
geworden ist und nach den Umständen nicht anders geholfen
werden kann.
3 Hat ein Kind längere Zeit bei Pflegeeltern gelebt, so kann die Vormundschaftsbehörde
den Eltern seine Ru¨cknahme untersagen, wenn
diese die Entwicklung des Kindes ernstlich zu gefährden droht.


Auch Art. 311 bis 313 ZGB enthalten wichtige Bestimmungen:

Art. 311
1 Sind andere Kindesschutzmassnahmen erfolglos geblieben oder
erscheinen sie von vornherein als ungenu¨gend, so entzieht die vormundschaftliche
Aufsichtsbehörde die elterliche Sorge:
1. Wenn die Eltern wegen Unerfahrenheit, Krankheit, Gebrechen,
Ortsabwesenheit oder ähnlichen Gru¨nden ausserstande
sind, die elterliche Sorge pflichtgemäss auszuu¨ben;
2. wenn die Eltern sich um das Kind nicht ernstlich geku¨mmert
oder ihre Pflichten gegenu¨ber dem Kinde gröblich verletzt haben.
2 Wird beiden Eltern die Sorge entzogen, so erhalten die Kinder einen
Vormund.
3 Die Entziehung ist, wenn nicht ausdru¨cklich das Gegenteil angeordnet
wird, gegenu¨ber allen, auch den später geborenen Kindern wirksam.

Art. 312
Die Vormundschaftsbehörde entzieht die elterliche Sorge:
1. wenn die Eltern aus wichtigen Gru¨nden darum nachsuchen;
2. wenn sie in eine ku¨nftige Adoption des Kindes durch ungenannte
Dritte eingewilligt haben.

Art. 313
1 Verändern sich die Verhältnisse, so sind die Massnahmen zum
Schutz des Kindes der neuen Lage anzupassen.
2 Die elterliche Sorge darf in keinem Fall vor Ablauf eines Jahres nach
ihrer Entziehung wiederhergestellt werden.

Offenbar ist die Vormundschaftsbehörde aufgrund einer Prüfung der Lebensumstände Ihres Kindes zum Schluss gekommen, dass seine Entwicklung in Ihrer Obhut gefährdet ist. Dies liegt regelmässig in einer Vernachlässigung des Kindes. Allerdings müssen schon triftige Gründe vorliegen, um die elterliche Obhut zu entziehen. Es kommen beispielsweise (massive) Unterfahrenheit, Gewalt, Drogen- oder Alkoholsucht, geistige Unreife oder psychische Erkrankunen in Betracht.

Grundsätzlich sieht das Gesetz vor, dass ein Kind bei seinen leiblichen Eltern bzw. bei einem seiner leiblichen Elternteile aufwachsen soll. Die Pflegschaft ist daher als Übergangslösung konzipitert. Das Kind soll also grundsätzlich zurück, sobald die Situation bei den leiblichen Eltern besser ist. Dazu muss aber seit der Entziehung der elterlichen Obhut mindestens ein Jahr vergangen sein und die Verhältnisse müssen sich seither verändert haben (vgl. Art. 313 ZGB).

Wollen Sie die elterliche Obhut für das Kind irgendwann zurück, müssen Sie sich bemühen, die von der Vormundschaftsbehörde verlangten Anforderungen zu erfüllen. Falls Sie nicht genau wissen, was von Ihnen verlangt wird, empfehle ich Ihnen, mit der zuständigen Person bei der Vormundschaftsbehörde zu sprechen und deren Ratschläge zu befolgen.

Im Vordergrund steht immer das Kindeswohl! Erfüllen Sie die Vorgaben der Vormundschaftsbehörde und wird glaubhaft, dass das Kind bei Ihnen gut aufgehoben ist, sind die Chancen sehr gut, dass Sie früher oder später die elterliche Obhut zurück erhalten.

Stellt die Vormundschaftsbehörde allerdings fest, dass keine Veränderung statfindet oder dauert der Kindsaufenthalt in der Pflegefamilie besonders lange, so sind die Chancen, das Kind zurückzubekommen sehr sehr klein.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen bei der Weiterverfolgung dieses Ziel viel Kraft und Erfolg.

Mit freundlichen Grüssen

RA Aschwanden

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