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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
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Advokaturbüro ist jetzt online.

Unser Sohn ist zur Zeit in der Rekrutenschule, nach der Berufsmatur

Kundenfrage

Unser Sohn ist zur Zeit in der Rekrutenschule, nach der Berufsmatur hat er die letzten 5 Monate beim alten Arbeitgeber als gelerneter Elektroinstallateur wieder voll gearbeitetund zwar im Stundenlohn. Nun steht im GAv, dass er 50% des Lohnes zu Gute hat. von der EO kriegt der Arbeitgeber pro Tag Fr. 87.14 x 30 Tage = 2614.20. Nun hat ihm der Arbeitgeber lediglich die 50% vom Grundlohn bezahlt ohne Ferien und Feiertage. und ist nun so auf Fr. 1977.00 gekommen. Muss der Arbeitgeber nicht, was er von der EO bekommt weitergeben? Oder kann er pro Monat ca. 700 einfach zurückbehalten? Meiner Meinung nach ist dies nicht rechtlich, ich denke den Betrag, welcher er von der EO erhält muss weitergeleitet werden.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-NutzerIn

Anhand Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft bzw. rechtlichen Ausführungen beantworten:

Wer bezahlt die EO
Die Auszahlung an den Dienstleistenden erfolgt über die zuständige Ausgleichkasse (z.B. SVA Zürich, SVA Aargau, ...). Nach den geltenden Bestimmungen steht die EO-Entschädigung grundsätzlich der Dienst leistenden Person zu. Von diesem Grundsatz wird abgewichen, wenn der Arbeitgeber dem Dienstleistenden für die Zeit des Dienstes Lohn oder Gehalt ausrichtet. In diesem Fall steht nämlich die Entschädigung von Gesetzes wegen dem Arbeitgeber zu (Art. 17 Abs. 1 Bst. b EO).
Wurde die EO-Entschädigung dem Arbeitgeber ausgerichtet, übersteigt diese aber denn während des Dienstes dem Arbeitnehmer ausgerichteten Lohn, so zahlt die Ausgleichskasse die Differenz dem Arbeitnehmenden direkt aus.

Darf der Arbeitgeber mehr EO erhalten, als er Lohn auszahlt?

Nein. Der Arbeitgeber kann die Entschädigung betraglich nur in dem Umfang für sich beanspruchen, als dass er der Dienst leistenden Person während dem Dienst auch tatsächlich Lohn ausrichtete. Dies hält auch der GAV für Elektroinstallateure in Ziffer 49.3 (Art. 49) fest.

Wie hoch ist die EO
Nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen beträgt die Entschädigung für Erwerbstätige 80 Prozent des durchschnittlichen vordienstlichen Erwerbseinkommens (mindestens 62 Franken und höchstens 196 Franken ohne Kinder, bzw. 245 Franken mit Kindern). Der Bundesrat hat den GAV für Elektroinstallateure allgemeinverbindlich erklärt, womit die Reduktion des Lohns Ihres Sohnes auf 50% nach Ziff. 49.2 GAV zulässig sein dürfte, sofern mindestens 62 Franken pro Tag ausbezahlt werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen:
Sie haben völlig recht. Der Arbeitgeber darf sich nicht auf Kosten Ihres Sohnes bereichern. Ich empfehle Ihnen daher, zunächst den Arbeitgeber Ihres Sohnes auf diese Differenz anzusprechen. Zeigt dieser sich unkooperativ, sollten Sie die zuständige Ausgleichskasse in Verbindung setzen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften weitergeholfen zu haben.

Bitte vergessen Sie nicht, die Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

RA Aschwanden


Die gesetzliche Grundlagen finden Sie unter folgenden Links:
EOG: http://www.admin.ch/ch/d/sr/8/834.1.de.pdf
EOV: http://www.admin.ch/ch/d/sr/8/834.11.de.pdf
GAV Elektro: www.gav-service.ch/FileSpooler.axd?fileId=838
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung: Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
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Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-NutzerIn

Vor einiger Zeit habe ich eine juristische Anfrage von Ihnen auf JustAnswer bearbeitet. Leider haben Sie meine Antwort bisher nicht akzeptiert.

Bitte teilen Sie mir mit, was der Akzeptierung meiner Antwort entgegensteht! Nachdem Sie sich mit Ihrem Passwort auf www.justanswer.de unter Ihrem Profil eingeloggt haben, können Sie meine Antwort akzeptieren, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundichen Grüssen

RA Aschwanden
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Besten Dank für Ihr Antwort. Mein Sohn hat nun mit dem Arbeitgeber gesprochen und dieser beharrt darauf, dass er recht hat. Er behält nun 25.14 pro Tag für sich. Habe nun eben mit der AHV telefoniert und diese teilen mir einfach mit, dass man die Sache mit dem Arbeitgeber regeln muss. Wie gehe ich nun weiter vor? Wer kann uns dort weiterhelfen?

 

Fruendliche Grüsse

I.Flück

Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Herr/Frau Flück

Nach dem Sachverhalt, den Sie mir geschildert haben, verstösst der Arbeitgeber Ihres Sohnes nicht nur gegen Bundesrecht, sondern auch gegen den Gesamtarbeitsvertrag (vgl. z.B. Art. 49 GAV). Ich sehe aufgrund Ihrer Angaben keinen Grund, den das Verhalten des Arbeitgebers rechtfertigen würde.

Falls Ihr Sohn Mitglied bei einer Gewerkschaft (z.B. Unia oder Syna) ist, können Sie sich kostenlos auch direkt da beraten lassen: www.unia.ch oder www.syna.ch.

In einem zweiten Schritt empfehle ich Ihnen, sich bei der sogenannten Paritätischen Kommission zu erkundigen. Die Paritätische Kommission ist zuständig, für die Überwachung der Gesamtarbeitsverträge und ist (paritätisch) zusammengesetzt aus Vertretern des Arbeitgeberverbandes einerseits und Vertretern des Arbeitnehmerverbandes andererseits. Die Kontaktdaten der kantonalen Sektionen entnehmen Sie folgendem Link:
http://www.vsei.ch/documents/Adressen_Paritaetische_Kommissionen.pdf
z.B. für den Kanton Bern:
http://www.kbve.ch/paritaetische-berufskommission
Achten Sie darauf, dass Sie einen Arbeitnehmervertreter kontaktieren!

Sollten Sie auf diesem Weg auch nicht weiterkommen, sollten Sie in Erwägung ziehen, rechtliche Schritte gegen den Arbeitgeber einzuleiten. Dazu empfehle ich Ihnen dringend, einen Anwalt zu beauftragen und/oder (falls Ihr Sohn oder Sie eine Rechtsschutzversicherung haben) sich bei der Rechtsschutzversicherung zu erkundigen.

Eine ausführlichere Beratung kann ich ohne alle Umstände genau zu kennen nicht erteilen und würde ausserdem den Rahmen dieses Forums sprengen. Ich hoffe dennoch, Ihnen und Ihrem Sohn damit weitergeholfen zu haben.

Bitte vergessen Sie nicht, auch diese Antwort zu akzeptieren. Vielen Dank!

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie frohe Festtage und alles Gute fürs 2011.

Mit freundlichen Grüssen

RA Aschwanden

Verändert von Advokaturbüro am 23.12.2010 um 14:43 Uhr EST

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