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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
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Ist es erlaubt, dass ein Filialleiter die Kassendifferenz der

Kundenfrage

Ist es erlaubt, dass ein Filialleiter die Kassendifferenz der Mitarbeiter übernehmen muss ?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  RA A. Lienhart hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend
Ihre Frage kann ich so noch nicht beantworten. Welche Kassendifferenz meinen Sie? Sind Sie angestellt oder arbeiten Sie auf Provisionsbasis? Bitte beschreiben Sie Ihr Problem etwas ausführlicher, damit wir Experten Sie kompetent beraten können.

Freundliche Grüsse und einen schönen Abend

Astrid Lienhart
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich bin angestellt als Filialleiterin, der Lohn besteht nicht auf Profisionsbasis sondern entsteht aus einem Festlohn 3600.- und zusätzlich 1,2 % des Umsatzes vom laufenden Monat. Dies gilt ab dem 1. Januar 2011. Nun habe ich den neuen Vertrag zugesendet bekommen und darin steht, dass ich die Kassendifferenz ( Minusbeträge) übernehmen muss. Wir arbeiten zum Teil zu dritt auf einer Kasse. Fehler sind demzufolge nicht auf eine MA zurückzuführen. Auf meine Anfrage bei der Personalchefin ob ich die Minusdifferenzen vom ganzen Team übernehmen muss, konnte sie mir dies nicht beantworten. Sie gehe aber davon aus.
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter JustAnswer-Nutzerin

Nach Art. 321e Abs. 1 OR haftet der Arbeitnehmer für den Schaden, den er absichtlich oder fahrlässig dem Arbeitgeber zufügt. Arbeitsvertragliche Regelungen über die Haftung für ein Manko in der Kasse (Minusbeträge) sind nur dann wirksam, wenn
  • der Arbeitnehmer die Möglichkeit hat, sich durch den Nachweis, dass er dieses Manko nicht verschuldet hat, von der Haftung zu befreien
  • oder wenn der Arbeitnehmer durch Zahlung eines Mankogeldes für die Übernahme der Haftung angemessen entschädigt wird und er zudem die erforderlichen Kontrollbefugnisse hat.
In Ihrem Fall könnte in der Umsatzbeteiligung die angemessene Entschädigung für dieses Mankogeld zu sehen sein. Dies hängt von der absoluten Höhe (in Franken) der Provisionszahlung ab. Als Filialleiterin dürften Sie zudem auch über die erforderlichen Kontrollbefugnisse verfügen.
Sie können aber in keinem Fall zur Zahlung der Kassendifferenz verpflichtet werden, wenn Sie diese nachweisbar nicht verschuldet haben. Verschulden läge z.B. vor bei absichtlich oder fahrlässig begangenen Abrechnungsfehlern, mangelhafter Überwachung der Mitarbeiter etc.

Daraus folgt, dass Sie für die Kassendifferenz zumindest im Umfang Ihres Provisionsanteils durchaus haftbar gemacht werden könnten, sofern Sie nicht nachweisen, dass Sie kein Verschulden trifft.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüssen

RA Aschwanden
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung: Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
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