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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 23096
Erfahrung:  Staatsexamina
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo Herr Huettemann! Meine Scheidungsverhandlung geht nun

Beantwortete Frage:

Hallo Herr Huettemann!
Meine Scheidungsverhandlung geht nun in die konkrete Phase. Zum Umgangsrecht mit den Kindern eine Frage: meine Gattin weigert sich, mir die Kinder zumindest an einem Weihnachtsfeiertag zu überlassen. Ich weiß von einem befreundeten Richter, dass es sogar einen Gesetzesanspruch darauf gibt - wie sieht dies aus? Anmerkung: österreichisches Recht!?
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Österreichisches Recht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Ja, das ist zutreffend: Das Umgangs- und Besuchsrecht für denjenigen Elternteil, bei dem das gemeinsame Kind nicht lebt, gilt auch an Feiertagen und während der Ferienzeiten.

Auch hinsichtlich dieser Zeiten müssen die Eltern also eine gemeinschaftliche Besuchs- und Umgangsregelung treffen.

Dabei gilt, dass jeder Elternteil jeweils die Hälfte dieser Zeiten für sich beanspruchen kann.

Das bedeutet also in Ihrem Fall, dass Sie auch den Umgang mit Ihrem Kind zumindest an einem Weihnachtsfeiertag einfeordern können.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Auf welches Gesetz/Paragraph kann ich mich diesbezüglich beziehen?
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 1 Monat.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Die Rechtsgrundlage für das Besuchsrecht ergibt sich aus §148 ABGB:

§ 148

(1) Lebt ein Elternteil mit dem minderjährigen Kind nicht im gemeinsamen Haushalt, so haben das Kind und dieser Elternteil das Recht, miteinander persönlich zu verkehren. Die Ausübung dieses Rechtes sollen das Kind und die Eltern einvernehmlich regeln. Soweit ein solches Einvernehmen nicht erzielt wird, hat das Gericht auf Antrag des Kindes oder eines Elternteils die Ausübung dieses Rechtes unter Bedachtnahme auf die Bedürfnisse und Wünsche des Kindes in einer dem Wohl des Kindes gemäßen Weise zu regeln.

(2) Das Gericht hat nötigenfalls, insbesondere wenn der berechtigte Elternteil seine Verpflichtung aus § 145b (siehe unten) nicht erfüllt, die Ausübung des Rechtes auf persönlichen Verkehr einzuschränken oder zu untersagen.

(3) Zwischen Enkeln und ihren Großeltern gelten Abs. 1 und 2 sinngemäß. Die Ausübung des Rechtes der Großeltern ist jedoch auch so weit einzuschränken oder zu untersagen, als sonst das Familienleben der Eltern (eines Elternteils) oder deren Beziehung zu dem Kind gestört würde.

(4) Wäre durch das Unterbleiben des persönlichen Verkehrs des minderjährigen Kindes mit einem hiezu bereiten Dritten sein Wohl gefährdet, so hat das Gericht auf Antrag des Kindes, eines Elternteils, des Jugendwohlfahrtsträgers oder von Amts wegen die zur Regelung des persönlichen Verkehrs nötigen Verfügungen zu treffen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt