So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an daniela-mod.
daniela-mod
daniela-mod,
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 30
45451533
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Österreichisches Recht hier ein
daniela-mod ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren,Ich bitte Sie um

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich bitte Sie um Unterstützung in folgender Sache: Vor nicht ganz 2 Jahren haben meine Lebensgefährtin und ich eine Wohnung gekauft. Im Kaufvertrag steht explizit (§3.4): "Die Verkäuferseite verpflichtet sich, im Einvernehmen mit der Käuferseite bis zur Übergabe den Boden im Wohnzimmer auszutauschen ..." was seither immer noch nicht geschehen ist. Bei mehrmaliger telefonischer und elektronischer (Email) Kontaktaufnahme mit der Familie *** wurden wir nur immer wieder vertröstet mit dem Argument, dass ihre Versicherung das Geld für den Boden noch nicht überwiesen hätte. Hintergrund: Der Boden hatte einen Brandschaden (durch fehlerhafte Befüllung eines Kaminofens) erlitten, für den (angeblich) die Hausversicherung der Familie *** ca. € 500.- bezahlen würde. Am 25. 8. 2013 erhielt ich eine Email der Frau *** in der sie schrieb: "wie vereinbart bekommt ihr das Geld von der Versicherung zur Reparatur bzw. zum Austausch des Bodens und wenn erwünscht eine Mithilfe beim Verlegen. Wir haben ja vereinbart, dass ihr euch meldet, sobald ihr den Boden kauft." Der zweite Satz bezog sich auf eine ältere mündliche Vereinbarung, die besagte, dass wir um den genannten Betrag einen neuen Boden kaufen würden, und dann gemeinsam mit dem Herrn *** und dessen Onkel verlegen würden. Allerdings haben wir später, wie auch der erste Satz zeigt, ausgemacht, dass wir auf die Eingenleistung der *** verzichten wenn wir dafür wenigstens das Geld für den Boden bekommen - den wir nicht kaufen wollen, ohne das Geld dafür zu haben. Außerdem gibt es noch einen zweiten Punkt, der den bei oben genanntem Schadensfall ebenfalls beschädigten Kaminofen im Wohnzimmer betrifft. In einer mündlichen Vereinbarung, die später auch per Email bestätigt wurde (in der selben Email wie oben: "... Ebenfalls stellen wir wie vereinbart das Schamott bei."), versprachen uns die ***, den Schaden an den Schamottsteinen zu beheben. Herr *** nannte uns den Ofenbauer *** in ***, der das machen würde. Nach mehrmaligem Nachfragen beim Herrn *** habe ich schließlich selber den Herrn *** angerufen, der nichts von irgend welchen Terminvereinbarungen wusste, die lt. Herrn *** angeblich stattgefunden haben sollten. Nichtsdestotrotz besichtigte er den Schaden für eine etwaige Reparatur. Leider musste er bekanntgeben, dass ein Schamott der notwendigen Dicke sehr unüblich ist und nicht von seiner Firma geführt wird; man müsse den Hersteller kontaktieren, der aber, genauso wie das Modell, auch vom Profi nicht herauszufinden war. Er konnte uns nur noch abschätzen, dass eine Reparatur - wenn sein Schamott verwendet werden könnte - ca, €200.- kosten würde. Nach dem o.g. Emailverkehr gab es noch ein oder zwei Telefongespräche, die nichts erbracht haben; danach ist der Kontakt eingeschlafen.

Anfang diesen Dezember habe ich nochmals versucht Kontakt aufzunehmen, bin aber nur auf die Mailbox des Mobiltelefons von Herrn *** gekommen (hinterlassene Nachricht ohne Erfolg) bzw. habe auf eine Email keine Antwort bekommen. Unser Wunsch wäre, dass wir uns nicht mehr mit der Familie *** auseinandersetzen müssen, sondern sie uns einfach das Geld von der Versicherung für den Boden und eine Entschädigung für den kaputten Ofen bezahlen, und wir dann etwaige Reparaturen/Neukäufe selbst in die Hand nehmen können. Ist das realistisch?

Mit freundlichen Grüßen,

Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Österreichisches Recht
Experte:  anwalt-hilft hat geantwortet vor 2 Jahren.
anwalt-hilft :

Sehr geehrter Fragesteller,

anwalt-hilft :

gern beantworte ich Ihnen Ihre Anfrage wie folgt:

anwalt-hilft :

Laut kaufvertrag gibt es eine eindeutig Vereinbarung zwischen Ihnen und der Verkäuferseite. Auf diese Vereinbarung können Sie sich berufen, denn diese verpflichtet die Verkäuferseite zu einer Leistung.

anwalt-hilft :

Wie die Verkäufer diese Leistung erbringen, ob der Austausch durch ein von den Verkäufern georderte Firma erfolgt oder ob Ihnen nur das Geld zur Verfügung gestellt wird und Sie letztlich alles selber organisieren, ist nicht relevant.

anwalt-hilft :

Das Problem ist nur, dass Sie selber - derzeit - keinen Direktanspruch gegen die Versicherung haben, denn auch wenn der Verkäufer Ihnen etwas schuldet, bleibt die Versicherung allein dem Verkäufer gegenüber verpflichtet.

anwalt-hilft :

Etwas anderes würde nur gelten, wenn der Verkäufer Ihnen seinen Anspruch gegen seine Versicherung abtritt. In einem solchen Fall würden Sie dann die Forderung des Verkäufers gegenüber seiner Versicherung geltend machen können.

anwalt-hilft :

Ansonsten bliebe leider wieder nur die Auseinandersetzung mit der Verkäuferseite.

anwalt-hilft :

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein und darf Sie um Bewertung der Antwort bitten. Falls noch Nachfragen bestehen, nehmen Sie bitte über "Experten antworten" Kontakt auf. Vielen Dank !

anwalt-hilft :

Mit freundlichen Grüßen RA Grass

Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

aufgrund einer routinemäßigen Überprüfung haben wir festgestellt, dass Sie Ihre o.a. Frage nun beantwortet erhalten haben.

Bei weiteren Fragen an unseren Experten nutzen Sie bitte den Button "dem Experten antworten", andernfalls geben Sie bitte Ihre Bewertung ab. Vielen Dank.

Gern können Sie sich mit uns in Verbindung setzen unter "[email protected]" oder "Tel.: 0800(###) ###-####quot; Montag bis Freitag von 10:00-18:00. Vielen Dank.

Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrte Frau Mag. Grass,

Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich würde gerne noch Ihren Rat haben, wie wir weiter vorgehen sollen:

Die Verkäuferseite reagiert auf unsere Kontaktversuche nicht.

Unsere Rechtsschutzversicherung zahlt nichts.

Sollen wir ein Einschreiben an die Verkäufer fomulieren? Wenn ja, mit welchen Inhalten ("Drohungen")?

Sollen wir uns einen Anwalt suchen, und wenn ja: mit welchen Kosten ist zu rechnen? Immerhin beträgt der Streitwert "nur" maximal € 1000.-...

Ich bitte Sie nochmals um kurzes Feedback!

Mit freundlichen Grüßen,