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SchiesslClaudia
SchiesslClaudia, Rechtsanwältin
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 16542
Erfahrung:  zwei Fachanwaltstitel
44859865
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SchiesslClaudia ist jetzt online.

Ich bin selbständiger Arzt, mit 700.000.- verschuldet

Kundenfrage

Ich bin selbständiger Arzt, mit 700.000.- verschuldet, 2 verpfändete Häuser, 1200.- Unterhalt. Könnte sofort in Pension gehen ( 3.600.- brutto). Was passiert, wenn ich plötzlich nicht mehr arbeiten könnte? Wie weit kann auf meine Pension zugegriffen? Mit wieviel kann ich rechnen, was mir cash bleibt? Bin etwas verzweifelt!

Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Österreichisches Recht
Experte:  SchiesslClaudia hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Anfrage bei Just Answer, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworte
Ihr allgemeiner Grundbetrag ist, wenn keine Unterhaltspflichten bestehen 857 Euro.
Dazu kommen mindestens 30% der Differenz zwischen Grundbetrag und Nettoeinkommen.
Das ergibt sich aus 293 ASVG
(1) Der Richtsatz beträgt unbeschadet des Abs. 2
a)
für Pensionsberechtigte aus eigener Pensionsversicherung,
aa)
wenn sie mit dem Ehegatten (der Ehegattin) oder dem/der eingetragenen PartnerIn im gemeinsamen Haushalt leben
1 286,03 €,
bb)
wenn die Voraussetzungen nach aa) nicht zutreffen
857,73 €,
b)
für Pensionsberechtigte auf Witwen(Witwer)pension oder Pension nach § 259
857,73 €,
c)
für Pensionsberechtigte auf Waisenpension:
aa)
bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres
315,48 €,
falls
beide Elternteile verstorben sind
473,70 €,
bb)
nach Vollendung des 24. Lebensjahres
560,61 €,
falls
beide Elternteile verstorben sind
857,73 €.
Der Richtsatz nach lit. a erhöht sich um 132,34 € für jedes Kind (§ 252), dessen Nettoeinkommen den Richtsatz für einfach verwaiste Kinder bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres nicht erreicht.
(2) An die Stelle der Richtsätze und der Richtsatzerhöhung gemäß Abs. 1 treten ab 1. Jänner eines jeden Jahres, erstmals ab 1. Jänner 2001, die unter Bedachtnahme auf § 108 Abs. 6 mit dem Anpassungsfaktor (§ 108f) vervielfachten Beträge.
(3) Hat eine Person Anspruch auf mehrere Pensionen aus einer Pensionsversicherung nach diesem oder einem anderen Bundesgesetz, so ist der höchste der in Betracht kommenden Richtsätze anzuwenden. In diesem Fall gebührt die Ausgleichszulage zu der Pension, zu der vor Anfall der weiteren Pension Anspruch auf Ausgleichszulage bestanden hat, sonst zur höheren Pension.
(4) Haben beide Ehegatten oder eingetragenen PartnerInnen Anspruch auf eine Pension aus einer Pensionsversicherung nach diesem oder einem anderen Bundesgesetz und leben sie im gemeinsamen Haushalt, so besteht der Anspruch auf Ausgleichszulage bei der Pension, bei der er früher entstanden ist.
Das kann man abziehen
(1) Bei der Ermittlung der Berechnungsgrundlage für den unpfändbaren Freibetrag (§ 291a) sind vom Gesamtbezug abzuziehen:
1. Beträge, die unmittelbar auf Grund steuer- oder sozialrechtlicher Vorschriften zur Erfüllung gesetzlicher Verpflichtungen des Verpflichteten abzuführen sind;
1a. Beiträge nach dem Betrieblichen Mitarbeitervorsorgegesetz;
2. die der Pfändung entzogenen Forderungen und Forderungsteile;
3. Beiträge, die der Verpflichtete an seine betrieblichen und überbetrieblichen Interessenvertretungen zu entrichten hat und auch entrichtet;
4. Beiträge, die der Verpflichtete zu einer Versicherung, deren Leistungen nach Art und Umfang jenen der gesetzlichen Sozialversicherung entsprechen, für sich oder seine unterhaltsberechtigten Angehörigen leistet, sofern kein Schutz aus der gesetzlichen Pflichtversicherung besteht.
(2) Der sich nach Abs. 1 ergebende Betrag ist abzurunden, und zwar bei Auszahlung für Monate auf einen durch 20, bei Auszahlung für Wochen auf einen durch fünf teilbaren Betrag und bei Auszahlung für Tage auf einen ganzen Betrag.
Unter gewissen Umständen kann man diesen Betrag auch erhöhen
292 a der Exekutionsordnung
Das Exekutionsgericht hat auf Antrag den unpfändbaren Freibetrag angemessen zu erhöhen, wenn dies mit Rücksicht auf
1. wesentliche Mehrauslagen des Verpflichteten, insbesondere wegen Hilflosigkeit, Gebrechlichkeit oder Krankheit des Verpflichteten oder seiner unterhaltsberechtigten Familienangehörigen, oder
2. unvermeidbare Wohnungskosten, die im Verhältnis zu dem Betrag, der dem Verpflichteten zur Lebensführung verbleibt, unangemessen hoch sind, oder
3. besondere Aufwendungen des Verpflichteten, die in sachlichem Zusammenhang mit seiner Berufsausübung stehen, oder
4. einen Notstand des Verpflichteten infolge eines Unglücks- oder eines Todesfalls oder
5. besonders umfangreiche gesetzliche Unterhaltspflichten des Verpflichteten
dringend geboten ist und nicht die Gefahr besteht, daß der betreibende Gläubiger dadurch schwer geschädigt werden könnte
Ich hoffe,ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte fragen Sie sehr gerne nach.Wenn ich helfen konnte freut mich eine positive Bewertung.Vielen Dank
Experte:  SchiesslClaudia hat geantwortet vor 2 Jahren.
Nachtrag
Bei Unterhaltspflichten kommt es auf die Anzahl an
Für jeden Unterhaltspflichtigen erfolgt ein Zuschlag von 171 Euro
Ich hoffe,ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte fragen Sie sehr gerne nach.Wenn ich helfen konnte freut mich eine positive Bewertung.Vielen Dank
Experte:  SchiesslClaudia hat geantwortet vor 2 Jahren.
Bitte teilen Sie mir mit, was einer positiven Bewertung entgegensteht. Haben Sie noch Fragen? Sehr gerne.

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