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troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 192
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troesemeier ist jetzt online.

Prüfung "Pharmakologie"

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, Es geht um die Prüfung "Pharmakologie und Toxikologie", die mir an der MedUni Wien im Rahmen des Anerkennungsverfahrens meines Medizinabschlusses (Nostrifikation) vorgeschrieben wird (Bescheid vom 09.02.2012). Darf aber nicht, weil gesetzlich nur eine „Rezeptierkunde für Nostrifikanten“ erforderlich ist (Statut der Medizinischen Universität Wien). Inwiefern es aber für mich erforderlich sein soll, ist die Frage, denn ich habe ein Dienstzeugnis, wo es drauf steht, dass ich die letzten gut 3,5 Jahre als Gutachter an der zentralen österreichischen Medikamentenagentur gearbeitet habe mit der Aufzählung von Aufgaben, die mir anvertraut wurden, die sinngemäß aber die vorhandene Experten-Kenntnisse aus dem einschlägigen Fach vorsehen. Aber angenommen muss ich diese Prüfung machen. Wie es zum ersten und letzten Mal geschah (am 26.06.2012): nicht nur auf eine tendenziöse Art und Weise, sondern mit der Behauptung von etwas, was aber grundlegend so falsch ist, dass es mit Ihrem Kollegen da als fahrlässige Körperverletzung klassifiziert wurde. Dass ich aber auf was anderem bestanden habe, ließ mich der Professor bei der Prüfung „durchfallen lassen“. Ich wusste damals aber nicht, dass es SO falsch ist, dass es eine Körperverletzung nach sich ziehen kann, dachte es ginge bloß um Differenzen, die vom Professor aber so übergewichtet wurden, dass sie mein Nicht-Bestehen zur Folge hatten. Erst vor kurzem habe ich es genau herausgefunden, dass diese Ansicht nämlich so-o-o gravierend verkehrt ist. Die Studienabteilung weiß von allem Bescheid, hält sich aus allem aber explizit raus, als würde sie diesen Streit gar nicht betreffen. Nochmals: 1) falsche Prüfungsauslegung unter Verletzung derzeit geltenden Fachansichten, 2) falsche Auferlegung einer Prüfung an alle (gesamte Pharmakologie und Toxikologie anstatt von Rezeptierkunde), 3) ich muss die GANZE Nostrifikation nicht machen, weil laut § 90 Abs. 1 des Universitätsgesetz 2002 (BGBl. I Nr. 120/2002, idgF) ist "die Nostrifizierung für die Berufsausübung oder die Fortsetzung der Ausbildung der Antragstellerin oder des Antragstellers in Österreich zwingend erforderlich". Dabei wird nicht näher spezifiziert, für die Ausübung von welchem Beruf die Rede sei. Anzunehmen ist also JEDEN, bei dem die allfällige Einstellung ein ausländischer Studienabschluss als rechtliche bzw. fachliche Grundlage gedient haben sollte. D.h. rechtlich gesehen durfte ich also gar nicht die Stelle einer medizinischen Gutachters bei der Firma AGES anzutreten geschweige denn über 3 Jahre lang (also weit über die Probezeit hinaus) auszuüben, weil dies eben die Nostrifizierung meines ausländischen Medizinstudiumabschlusses laut § 90 Abs. 1 UG 2002 als zwingend erforderlich vorsah. D.h. egal wie losgelöst Sie mein Medizinstudium im Rahmen einer Nostrifizierung betrachten möchten, kann (und darf nicht! – dazu etwas mehr unten) Ihre Entscheidung diesbezüglich meine gesamte Lebenssituation, sprich Beruf, Familie etc. nicht ausklammern, ohne dass sie die etwaigen, darunter auch rechtlichen Folgen für die anderen haben könnte. Streng genommen sollte ich mich diesem Nostrifizierungsverfahren gar nicht unterziehen müssen, denn die mögliche Rückschlussfolgerung aus der Entscheidung über meine Einstellung bei AGES in der von mir früher beschriebenen Funktion heißt, ich erfülle sämtliche Voraussetzungen eines nostrifizierten Abschlusses – passt, hier ist der Bescheid dafür – bitte schön! Ich habe heute mit dem Professor geredet - hab' ihn zufällig getroffen am Lehrstuhl, wo ich bloß nachschauen wollte, wo den Umfang der Prüfung genau definiert ist. Ein Nostrifikant meinte, es hinge irgendwo diese Beschreibung. - Hab' nicht gefunden. Dafür aber mit diesem Professor zwei Fragen geklärt. Die erste über den Umfang: Pharmakologie selbst oder nur die Rezeptierkunde.- Wo ist der Bescheid? - Hier. - Klären Sie das mit der Abteilung. Wir machen, was die uns vorschreiben. - Ok, zweite Frage, inhaltliche. Bestehen Sie immer noch auf der Aussage, Fluoxetin werde bei der Bulimie dazu verwendet, um das Erbrechen zu induzieren. - Ja, wir müssen den Appetit senken. - Um jeden Preis? - Wiedersehen. - Ganz meinerseits. Er vertritt also nach wie vor diese Ansicht und bestätigt das gerne. Ich weiß also nicht, wo ich anfangen soll. Laute Übertretungen und Gesetzesbrüche so weit nur das Auge reicht. Was tun?? Die Prüfung ist am 4. März. 2 Versuche bleiben übrig. Bis zu dem Fristende (30.04.2014) geht es aber nicht aus: entweder am 4. März oder nie. Bzw. auf einem anderen Wege Prüfung anerkennen (durch Dienstzeiten..).

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Österreichisches Recht
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.
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Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.
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