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RA Schröter
RA Schröter, Rechtsanwalt
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 7724
Erfahrung:  Studium des österreichischen Rechtes
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RA Schröter ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren! Ich befinde mich in einem

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich befinde mich in einem Verlassenschaftsverfahren nach dem Tod meines Ehemannes. Mangels Testament tritt die gesetzliche Erbfolge zu je einem Drittel ein: Je ein Drittel für die beiden Söhne aus erster Ehe und eines für mich. Mangels Erreichung eines Erbübereinkommens kommt es nun zu Miteigentum in folgenden Punkten:

1. 3 Wohnungen in Wien (MEG´s -Steuermodelle)
2. 50% einer GmbH
3. 100% einer GmbH&CoKG und 100% einer GmbH
4. 1 Wald
5. 1 Weingarten
6. 1 Kellerstöckl
7. 1 Wohnhaus, das als eheliche Wohnung diente

Wie gestaltet sich nun das Miteigentum an den oben genannten Punkten? Können die beiden Söhne mich zum Verkauf zwingen, da Sie überall 2/3 besitzen oder bezieht sich das nur auf die Firmen?

Ich danke XXXXX XXXXX

RA Schröter :



Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,



vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Die beiden Söhne können Sie nicht zum Verkauf zwingen. Im einzelnen gilt für die verschiedenen Vermögenswerte folgendes:

1. Wohnung

Hier sind alle Erben Miteigentümer. Ein Verkauf gegen den Willen eines Miteigentümers ist nicht möglich. Zur Auseinandersetzung ist eine Teilungsversteigerung erforderlich, wenn sich die Erben nicht einigen können.

2-3. Beteiligungen

Hier sind die Erben gemeinschaftlich Gesellschafter. Eine Veräußerung der Gesellschafteranteile kann gegen den Willen eines Miterben nicht erfolgen. Allenfalls besteht je nach Regelung im Gesellschaftsvertrag die Möglichkeit, da jeder Erbe mit seinem eigenen Anteil Gesellschafter wird. In diesem Fall kann erst Recht kein Verkauf gegen den Willen eines Geselllschafter erfolgen.


4-7. Grundbesitz

Auch hier werden die Erben Miteigentümer. Ein Verkauf des jeweiligen Grundbesitz kann gegen den Willen eines Erben nicht erfolgen. Allenfalls kommt eine Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft nur durch eine Teilungsversteigerung in Betracht.

Zur weiteren Vorgehensweise bietet es sich an, dass die einzelnen Vermögenswerte bewertet werden und dann eine Auseinandersetzung versucht wird. Zu 1 bietet es sich an, dass z.B. jeder Erbe eine Wohnung erhält und bei einer unterschiedlichen Bewertung eine Ausgleichszahlung erfolgt. Hinsichtlich der Gesellschaften ist es sicherlich empfehlenswert, wenn ein Erbe gegen Ausgleichszahlung oder Hergabe eines anderen Nachlassgegenstand alleiniger Gesellschafter wird.

RA Schröter :



Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.


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Viele Grüße

RA Schröter und weitere Experten für Österreichisches Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.