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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 21357
Erfahrung:  Staatsexamina
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo schönen guten Tag, bei meiner Frage geht es um meine

Kundenfrage

Hallo schönen guten Tag, bei meiner Frage geht es um meine Tochter...ich habe eine tochter die 7 jahre alt ist von meiner alten Freundin und sie lebt auch bei ihr...ich möchte gerne meine Tochter sehen obwohl die Mutter das unterbietet meine tochter zu sehen oder zu telefonieren....Muss sie meine Tochter mir zeigen? wen ja,wann und wie oft dürfte ich meine Tochter sehen?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Österreichisches Recht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Ja, Ihnen steht als Vater des Kindes ein gesetzlichen Verkehrs- und Umgangsrecht zu.

Die Rechtsgrundlage hierfür bildet § 148 Absatz 1 ABGB:

(1) Lebt ein Elternteil mit dem minderjährigen Kind nicht im gemeinsamen Haushalt, so haben das Kind und dieser Elternteil das Recht, miteinander persönlich zu verkehren. Die Ausübung dieses Rechtes sollen das Kind und die Eltern einvernehmlich regeln. Soweit ein solches Einvernehmen nicht erzielt wird, hat das Gericht auf Antrag des Kindes oder eines Elternteils die Ausübung dieses Rechtes unter Bedachtnahme auf die Bedürfnisse und Wünsche des Kindes in einer dem Wohl des Kindes gemäßen Weise zu regeln.

(2) Das Gericht hat nötigenfalls, insbesondere wenn der berechtigte Elternteil seine Verpflichtung aus § 145b (siehe unten) nicht erfüllt, die Ausübung des Rechtes auf persönlichen Verkehr einzuschränken oder zu untersagen.

(3) Zwischen Enkeln und ihren Großeltern gelten Abs. 1 und 2 sinngemäß. Die Ausübung des Rechtes der Großeltern ist jedoch auch so weit einzuschränken oder zu untersagen, als sonst das Familienleben der Eltern (eines Elternteils) oder deren Beziehung zu dem Kind gestört würde.

(4) Wäre durch das Unterbleiben des persönlichen Verkehrs des minderjährigen Kindes mit einem hiezu bereiten Dritten sein Wohl gefährdet, so hat das Gericht auf Antrag des Kindes, eines Elternteils, des Jugendwohlfahrtsträgers oder von Amts wegen die zur Regelung des persönlichen Verkehrs nötigen Verfügungen zu treffen.

Danach können Sie sich als Vater des Kindes auf ein eigenes Verkehrs- und Umgangsrecht gegenüber der Mutter berufen. Zur Dauer des Umgangs: Der Umgang hat überlicherweise an jedem zweiten Wochenende für die Dauer von zwei Tagan zu erfolgen (also Freitag bis Sonntag).

Sofern die Mutter des Kindes Ihnen dieses Umgangsrecht aus sachfremden Gründen vorenthält und verweigert, können Sie bei dem örtlichen Bezirksgericht notfalls einen Antrag auf eine gerichtliche Umgangsregelung stellen. Das Gericht wird die Mutter dann gerichtlich verpflichten, Ihnen den Umgang mit Ihrem Kind zu gewähren. Handelt die Mutter dieser Verpflichtung zuwider, so kann das Gericht ein Zwangsgeld verhängen.

Fordern Sie die Mutter daher nun zunächst auf, Ihnen Ihren gesetzlichen Umgang mit dem Kind freiwillig einzuräumen. Weisen Sie sie auf die klare gesetzliche Verpflichtung in § 148 ABGB hierzu hin. Kündigen Sie an, dass Sie eine gerichtliche Umgangsregelung beantragen werden, wennm Ihnen der Umgang nicht freiwillig gewährt wird.


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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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