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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 21580
Erfahrung:  Staatsexamina
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren! Ich war - als Selbständiger - bei einem Immobilienmaklernetzwerk "beschäftigt". Mit Ende März 2013 beendete ich meine Kooperation, und hatte von diesem Tag auch keinen Mailzugang mehr. Nun hat sich mein Verdacht bestätigt, dass meine persönliche Mailadresse (mit der Endung des Maklernetzwerkes) noch immer abgerufen wird, und auch im Namen der Firma noch immer beantwortet wird, zwar mit dem Zusatz, dass ich nicht mehr im Unternehmen bin, allerdings mit dem weiteren Zusatz, dass die anfragenden Interessenten doch mit der Firma selbst Kontakt aufnehmen sollen. Eine Weiterleitung dieser E-Mails an mich wurde unterlassen, und die Kunden somit "abgekeilt". Können Sie mir bitte kurz die Rechtslage dahingehend schildern? Vielen Dank XXXXX XXXXX Ihr XXX

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Österreichisches Recht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Zunächst einmal steht Ihnen gegen das Netzwerk ein Unterlassungsanspruch zur Seite. Dieser ist darauf gerichtet, dass die Verwendung Ihrer persönlichen Mailadressein Zukunft zu unterbleiben hat.

Denn mit der Beendigung Ihrer Kooperation mit dem Netzwerk ist dieses rechtlich nicht mehr befugt, Ihre Mailadresse weiterhin im geschäftlichen Verkehr zu nutzen. Die hier vorliegende durch Sie nicht autorisierte Nutzung Ihrer Mailadresse stellt daher eine rechtlich abwehrfähige Verletzung Ihrer Rechte dar.

Fordern Sie das Netzwerk vor diesem Hintergrund zu unverzüglicher Unterlassung der weiteren Verwendung Ihrer Mailadresse auf, und verlangen Sie die Löschung aus dem Datenbestand. Kündigen Sie an, dass Sie - falls dies nicht freiwillig erfolgt - erforderlichenfalls Ihren Unterlassungsanspruch auf dem Rechtsweg durchsetzen werden.

Zudem kann Ihnen gegen das Netzwerk ein Schadensersatzanspruch auf Zahlung entgangenen Gewinns zustehen. Das würde aber voraussetzen, dass die mit Ihnen Kontakt suchenden und letztlich von dem Netzwerk abgefangenen Interessenten bereit gewesen wären, mit Ihnen einen Maklervertrag abzuschließen.

Aber selbst wenn dies unter Beweis zu stellen wäre, so ließe sich der Nachweis eines entgangenen Gewinns nur dadurch führen, dass es als Folge Ihrer Maklertätigkeit sodann auch zu einem weiteren Vertragsschluss (Immobilienkauf/Mietvertrag) gekommen wäre, der einen entsprechenden Provisionsanspruch Ihrerseits ausgelöst hätte. Dieser Nachweis wird - da rein hypothtisch - nicht zu führen sein.


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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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