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a.merkel
a.merkel, Rechtsanwältin
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 2266
Erfahrung:  Master of Law (LL.M. Eur.)
35164805
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a.merkel ist jetzt online.

Ich bin mit meinem Mann seit 97 verheiratet. Vorher haben wir

Kundenfrage

Ich bin mit meinem Mann seit 97 verheiratet. Vorher haben wir eine Lebensgemeinschaft geführt wobei wir 84 einen Sohn bekamen und 86 ein Haus gebaut haben. Nachdem unsere Ehe nicht allzu gut funktioniert wollte ich mich darüber erkundigen wie es mit der Gütertrennung aussieht und wieviel mir nach der Scheidung zusteht. Ist es auch möglich etwas schriftlich zu bekommen? Danke XXX (Name von Moderation entfernt)

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Österreichisches Recht
Experte:  a.merkel hat geantwortet vor 4 Jahren.

 

a.merkel :

Sehr geehrte Frau XXX (Name von Moderation entfernt),

a.merkel :

um Ihre Frage zu beantworten erlauben Sie mir folgende Rückfragen:

a.merkel :

Wie hoch sind Ihre Beiden Nettoeinkommen (bitte einzeln benennen)? Wer steht als Eigentümer im Grundbuch?

a.merkel :

Haben Sie einen Ehevertrag, der die Vermögensteilung nch der Scheidung explizit regelt?

a.merkel :

Gibt es am einen Schuldigen am Scheitern der Ehe?

JACUSTOMER-q1es0bxi- :

Er ist LKW Fahrer ca EUR 2000,00; Ich bin jetzt in Pension seit ca 2 Jahren mit EUR 600,00, davor 14 Jahre Putzfrau in der Volkschule St. Andrä mit EUR 900,00.

JACUSTOMER-q1es0bxi- :

Im Grundbuch ist nur er angeführt

JACUSTOMER-q1es0bxi- :

Ehevertrag gibt es keinen

JACUSTOMER-q1es0bxi- :

Schuldigen? Er wird sagen ich bin schuld und ich sage er ist schuld... somit wohl nein

a.merkel :

Der Unterhaltsanspruch kann grundsätzlich durch Vereinbarung geregelt werden. Eine gesetzlichen Unterhaltsanspruch der Geringverdieners nach einer Scheidung besteht nur im falle einer Scheidung mit Schuldspruch, d.h. ein Ehepartner ist überwiegend für das Scheitern verantwortlich.

a.merkel :

Wäre Ihr Mann hauptsächlichVerantwortlich, so würde Ihnen ca. 40% vom familieneinkommen zustehen, also 1040 Euro. Hoervon ziehen Sie Ihren Verdient von 600 Euro ab. Die Differenz von 440 Euro wäre dann die Höhe Ihres Unterhaltsanspruches.

a.merkel :

Da Sie angeben, dass Sie beide gleich schuld am Scheitern der Ehe haben, so bemisst sich Unterhalt nach Billigkeitsgründen, d.h. Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse und die Vermögens- und Erwerbsverhältnisse. Haben Sie beispiwlsweise eine so geringe Pension, weil Sie zum Wohl der Familie und Kindererziehung nicht mehr gearbeitet haben, so entspricht es der Billigkeit IHnen, soweit Sie sich nicht eingien Können) Unterhalt zuzusprechen. Die Höhe bemisst dann der Richter und dürfte zwischen 15 % und 40% des Familieneinkommens liegen.

a.merkel :

zwischen 10% und 40 %, ich habe mich vertippt

a.merkel :

Außerdem haben Sie nur dann Anspruch auf Geschiedenenwitwenrente (Höhe bemisst sich nach der Unterhaltshöhe) , wenn Ihnen nach der Scheidung Unterhalt gezahlt wurde. Gibt es im Scheidungsurteil noch den Schuldspruch, dass Ihr Mann mehr schuld hat, so hätten Sie Anspruch auf volle Witwenpension.

a.merkel :

Die Vermögensaufteilung findet nach der gestezlichen Regelung "Gütertrennung" statt.

Das System der Gütertrennung sieht vor, dass die Ehegattin/der Ehegatte Eigentümerin/Eigentümer des Vermögens bleibt, das in die Ehe eingebracht als auch während der Ehe erworben wurde.Die Ehegattin/der Ehegatte verwalten das eigene Gut selbst und haften nur für die eigenen Schulden.Erst im Falle einer Auflösung der Ehe werden das eheliche Gebrauchsvermögen und die ehelichen Ersparnisse aufgeteilt.

a.merkel :

Das das Haus als Eheliche Wohnung gilt, wird dies bei der Aufteilung mit berücksichtigt, auch wenn Ihr Mann Eigentümer ist.

a.merkel :

Vorausetzung für die Einbeziheung ist allerdings, dass dies mittels Notariatsakt vereinbart wurde oder es ein Ehepartenr aus die Weiterbenutzung und ein Minderjähriges Kind auf die Weiterbenutzung angewiesen ist.

a.merkel :

Haben Sie Investitonen in das haus aus Ihrem Vermögen geleistet, so kann hierfür ein Ausgleich vorgenommen werden.

a.merkel :

Beim übrigen ehelichen Gebrauchsvermögen und die ehelichen Ersparnisse gilt eine regelmäßig einen 50/50 Aufteilung.

a.merkel :

Haben Sie noch Verständnisfragen?

JACUSTOMER-q1es0bxi- :

Nur nochmal wegen dem Haus. Der Wert des Hauses wird somit wie aufgeteilt? Hälfte/Hälfte?

a.merkel :

Eine Aufteilung des Hauses findet nur statt, wenn es hierzu eine notarielle Einigung gibt. Ansonsten gehört das Haus Ihrem Mann und im Rahmen der Gütertrennung bleibt es auch sein Eigentum, sprich es wird nicht mit aufgeteilt. Haben Sie Investitonen aus Ihrem Vermögen getätigt, so findet ein Ausgleich statt.

a.merkel :

Dieser Ausgleich bezieht sich jedoch NUR auf die getätigten Investitionen und nicht auf die gesamte Immobilie.

a.merkel :

Haben Sie noch weitere Verständnisfragen?

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