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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 22603
Erfahrung:  Staatsexamina
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag!Meine Frau ist vor 22 Monaten ausgezogen,

Kundenfrage

Guten Tag! Meine Frau ist vor 22 Monaten ausgezogen, unser Kind (gemeinsame Obsorge) ließ sie zurück, in der ehemals gemeinsamen Wohnung. Seit 3Monaten versucht sie unser Kind(8) stillschweigend umzugewöhnen -auf einen Wohnortwechsel, also zu ihr zu ziehen. Das Kind wohnt gern bei mir, dies wird ihm aber grundlos von der Mutter madig gemacht. WÄRE EINE GERICHTLICHE ENTSCHEIDUNG ÜBER DEN GEWÖHNLICHEN AUFENTHALTSORT AUSSICHTREICH? MfG xxxx xxxx

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Österreichisches Recht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Das Gesetz geht davon aus, dass auch nach der Scheidung/Trennung und im Fall des Fortbestehens der Obsorge beider Elternteile sämtliche für das Kind zu treffenden Maßnahmen derjenige Elternteil allein treffen kann, bei dem sich das Kind hauptsächlich aufhält. Die Obsorge desjenigen Elternteils, in dessen Haushalt das Kind hauptsächlich lebt, kann zudem auch nicht auf gewisse Bereiche eingeschränkt werden.

Nur bei gewichtigen Angelegenheiten (Namensänderung des Kindes, Erwerb einer oder Verzicht auf eine Staatsbürgerschaft, bestimmte Vermögensangelegenheiten) müssen die gemeinsam obsorgeberechtigten Eltern gemeinsam entscheiden.

Dies bedeutet in Ihrem Fall konkret: Da das Kind bei Ihnen lebt, steht auch Ihnen die Entscheidung darüber zu, wo sich das Kind aufhält und wo es wohnt. Sie bedürfen faher vorliegend gar keiner gerichtlichen Entscheidung des Pflegegerichts - Bezirksgerichts -, die diese Befugnisse als Teil Ihrer gesetzlichen Obsorge bestätigen würde.

Vielmehr wäre es an der Kindsmutter, ihrerseits einen Antrag auf Übertragung der alleinigen Obsorge auf sich zu stellen. Diesem Antrag wird aber - sofern er denn gestellt würde - nicht entsprochen werden, wenn das Kind sich bei Ihnen wohl fühlt, denn dann würde die Änderung der jetzigen Situation nicht dem Kindeswohl entsprechen. Das Kindeswohl ist aber das alleinige und maßgebliche Kriterium für die Entscheidung der Gerichte.


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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
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Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt