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RA Schröter
RA Schröter, Rechtsanwalt
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 7723
Erfahrung:  Studium des österreichischen Rechtes
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RA Schröter ist jetzt online.

Ich bekam heute aus heiterem Himmel vom Bezirksgericht Josefsstadt

Beantwortete Frage:

Ich bekam heute aus heiterem Himmel vom Bezirksgericht Josefsstadt eine "Bewilligung der Fährnis-und Gehaltsexekution" zugestellt.
Ich hatte nicht die geringste Ahnung worum es ging.
Ein Anruf beim beantragenden Anwalt ergab folgendes:
Ich war im Jahr 2011 für 6 Monate in einem Fitnesszentrum angemeldet und habe das auch bezahlt. nach Ablauf der Zeit ging ich nicht mehr hin.
Der Anwalt informierte mich, ich hätte eine unbefristete Mitgliedschaft unterschrieben und mich schriftlich abmelden müssen. Das habe ich nicht getan und der geforderte Betrag (Euro 700 plus Spesen etc.) errechne sich aus der verstrichenen Zeit, auch wenn ich das Zentrum das ganze Jahr 2012 nie betreten hatte.
Ich war niemals vom Fitnessclub oder vom Anwalt angemahnt worden,die erste Aufforderung war die richterliche Exekution von heute. Auf meine diesbezügl. Frage antwortete der Anwalt, eine Kündigung hätte von meiner Seite ausgehen müssen und im übrigen habe er mir einen unbeantwortet gebliebenen Einschreiber gesandt.
1. Ich weiss nicht, was ich damals im Club unterschrieben hatte (es war ein ganz normaler Fitnesclub mit Arrangements wie bei anderen auch). Der Anwalt sagt er habe eine entsprechende unterschriebene Beitrittserklärung von mir. Das mag durchaus sein.
2. ich habe den Einschreiber nie erhalten, der Anwalt sagt, er hätte die Empfangsbestätigung. Ich kann mir das nicht vorstellen.

Meine Frage:
gehen wir davon aus, dass meine Unterschrift vorhanden ist und der Einschreiber angenommen wurde (von wem auch immer). Können die in eine Anmeldung eine unbefristete Mitgliedschaft hineinschreiben, die ich selber kündigen müsse?
Kann ich einen Rechtsstreit riskieren?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Österreichisches Recht
Experte:  hat geantwortet vor 4 Jahren.

RA Schröter :

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,



vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

RA Schröter :

Fordern Sie von dem Anwalt der Gegenseite Beitrittserklärung in Kopie. Wenn Sie nur für einen Zeitraum von sechs Monaten den Beitritt erklärt haben, ist eine Kündigung nicht erforderlich. Der Vertrag endet mit Zeitablauf.

RA Schröter :

Hinsichtlich des Einschreibens lassen Sie sich die Bestätigung von dem Anwalt bzw. dem Gericht zusenden, wer das Einschreiben entgegengenommen hat. Hieraus wird ersichtlich sein, ob der Anwalt überhaupt ein Einschreiber versendet hat.

RA Schröter :

Die Erfolgsaussichten für einen Rechtsstreit hängen von Ihrer Beitrittserklärung ab. Enthält diese nur einen befristeten Beitritt, können Sie einen Rechtsstreit riskieren. Handelt es sich um eine unbefristete Mitgliedschaft wird die Gegenseite wohl im Recht sein, da es für die Beendigung einer Kündigung bedarf.

RA Schröter :

Wurde hingegen in den Vertrag eine nachträgliche unbefristete Mitgliedschaft eingetragen, ist die Forderung unbegründet und die Änderung des Vertrages strafbar.

RA Schröter :

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.


Für eine positive Bewertung wäre ich dankbar (bitte einmal auf den entsprechenden Smiley unter meiner Antwort klicken).


Viele Grüße

RA Schröter und weitere Experten für Österreichisches Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.