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Advopro
Advopro, Abitur
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  mehrere Mandanten aus Österreich
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guten tag meine frage . person A hat ca. 6-7 monate lang

Kundenfrage

guten tag meine frage .

person A hat ca. 6-7 monate lang cannabis unter denn normal angegebenen marktpreis verkauft. in einer menge von rund 1900 gramm. und bei einer hausdrchsuchung wurden weitere ca. 900 gramm gefunden. was einen thc wert von delta-9 aufweste.
person A ist noch nicht vorbestraft und hatte vorher und nachher nichts mehr mit hanf oder anderen drogen zu tun.
Wie ist dieses vergehen zu bestrafen und was wrde bei einer verhandlung rauskommen.
MFG.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Österreichisches Recht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:

Auf den Verkaufspreis kommt es in erster Linie nicht an.

 

Maßgebliche Kriterien zur Beurteilung des voraussichtlichen Strafmaßes sind die gefundene Menge sowie der THC-Gehalt.

 

Wenn ich sie richtig verstanden habe, hat man bei ihnen eine Menge von 2,8 KG gefunden.

 

Dieses wird leider einen Anfangsverdacht für den Vorwurf des nicht unerheblichen Handels mit Betäubungsmitteln begründen.

 

Die für Sie maßgebliche gesetzliche Bestimmung findet sich in § 28 SMG.

 

Dort heißt es:

 

Suchtgifthandel


§ 28a. (1) Wer vorschriftswidrig Suchtgift in einer die Grenzmenge (§ 28b) übersteigenden Menge erzeugt, einführt, ausführt oder einem anderen anbietet, überlässt oder verschafft, ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren zu bestrafen.

  • (2) Mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren ist zu bestrafen, wer die Straftat nach Abs. 1

    1.

    gewerbsmäßig begeht und schon einmal wegen einer Straftat nach Abs. 1 verurteilt worden ist,

    2.

    als Mitglied einer kriminellen Vereinigung begeht oder

    3.

    in Bezug auf Suchtgift in einer das Fünfzehnfache der Grenzmenge übersteigenden Menge (großen Menge) begeht.

    (3) Unter den in § 27 Abs. 5 genannten Voraussetzungen ist der Täter jedoch im Fall des Abs. 1 nur mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren, im Fall des Abs. 2 nur mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren zu bestrafen.

    (4) Mit Freiheitsstrafe von einem bis zu fünfzehn Jahren ist zu bestrafen, wer die Straftat nach Abs. 1

    1.

    als Mitglied einer kriminellen Vereinigung begeht und schon einmal wegen einer Straftat nach Abs. 1 verurteilt worden ist,

    2.

    als Mitglied einer Verbindung einer größeren Zahl von Menschen zur Begehung solcher Straftaten begeht oder

    3.

    in Bezug auf Suchtgift in einer das Fünfundzwanzigfache der Grenzmenge übersteigenden Menge begeht.

    (5) Mit Freiheitsstrafe von zehn bis zu zwanzig Jahren oder mit lebenslanger Freiheitsstrafe ist zu bestrafen, wer eine Straftat nach Abs. 1 begeht und in einer Verbindung einer größeren Zahl von Menschen zur Begehung solcher Straftaten führend tätig ist.

Gem. § 28 Abs. 2 Nr. 3 SMG beträgt der Strafrahmen hier zwischen einem Jahr (Untergrenze) und 10 Jahren ( Höchstgrenze, insbesondere wenn sie Wiederholungstäter sind).

 

Es wird hier also voraussichtlich leider auf eine Freiheitsstrafe hinauslaufen.

 

Die genaue Höhe der Freiheitsstrafe kann leider nicht vorhergesagt werden, da zum einen der Fall nicht in allen Einzelheiten bekannt ist und zum anderen der entscheidende Richter bei der Strafzumessung einen gewissen richterlichen Ermessensspielraum hat.

 

Sofern sie aber nicht vorbestraft sind und sie gegebenenfalls ein Geständnisse ablegen ( dieses aber nur dann, wenn sie vorher mit einem Rechtsanwalt gesprochen haben, der den Fall vollständig begutachtet hat und die Beweislage unausweislich gegen sie spricht!) könnten Sie mit etwas Glück noch eine Bewährungsstrafe erhalten, müssten also nicht ins Gefängnis.

 

Wichtig ist, dass sie sich richtig verhalten.

 

Sie sollten zunächst keine Angaben zur Sache machen. Sie brauchen sich nicht selber belasten.

 

Stattdessen sollten sie schnellstmöglich einen im Strafrecht/Betäubungsmittelrecht erfahrenen Kollegen vor Ort beauftragen. Dieser sollte zunächst eine Akteneinsicht beantragen, um herauszufinden, wie sich der Tatbestands der Behörde darstellt.

 

Anschließend sollte ausschließlich der Rechtsanwaltskollege für sie mit den Behörden/Gerichten korrespondieren. Nur so können sie ein bestmögliches Ergebnis im Sinne einer Schadensbegrenzung erreichen.


Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Bitte bewerten Sie meine Antwort, wenn Sie zufrieden sind. Nur durch eine positive Bewertung wird meine Arbeit vergütet. Sollten Sie nicht mit meiner Antwort zufrieden sein, können Sie beliebig oft nachfragen, bis Sie eine zufriedenstellende Antwort erhalten. In diesem Fall möchte ich Sie bitten mir noch keine Bewertung (z.B. Frage nicht beantwortet) zu geben, sondern mich erst dann zu bewerten, wenn der Fragevorgang aus Ihrer Sicht abgeschlossen ist.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Samstagnachmittag!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt






Advopro, Abitur
Zufriedene Kunden: 9380
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Advopro und weitere Experten für Österreichisches Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


danke erstmal für die grobe einschätzung.


eine weitere mitteilung wäre noch das person A


nicht in u-Haft gewesen ist. Ist dasauch relewant.


und es wurden nur ca. 900 gramm gefunden.


1900 gramm waren zu dem zeitpunkt nicht mehr


bei person A. Dies wurde nur nachgewiesen.

Experte:  Advopro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für den Nachtrag.

Das mit der U-Haft ist für die Strafzumessung nicht relevant, leider auch nicht, dass die 1900 g nicht mehr da waren. Es kommt nur auf den Nachweis an.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt


Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


eine frage hätte ich denn noch.


was ist der wert delta-9 ?


Ist das ein wichtiger wert ?


wenn ja was sagt er aus und ist das ein hoher wert oder


ein niedriger wert. wie ist das zu verstehen.


 


Ich habe gerade erfahren das es bei person A noch einen


mithelfer gab. Person B.


Und Person B hat eine geldstrafe von 300 euro bekommen.


person B hatte aber nichts mit dem verkuf zutun.


 


MFG

Experte:  Advopro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für den Nachtrag.

Das Delta-9 ist der Wirkstoff an sich und sagt über den Wirkstoffgehalt noch nichts aus.

A und B werden unabhängig voneinander beurteilt, so dass das Strafmaß von B auf das Strafmaß vor A grundsätzlich keine Auswirkungen hat.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Danjel-Philippe Newerla , Rechtsanwalt

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