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RAKRoth
RAKRoth, Abitur
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 3513
Erfahrung:  Langjährige Erfahrung als Rechtsanwalt und Testamentsvollstrecker mit internationalem Bezug
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RAKRoth ist jetzt online.

Meine vor 2 Monaten verstorbene Mutter hat vor 14 Jahren das

Kundenfrage

Meine vor 2 Monaten verstorbene Mutter hat vor 14 Jahren das Elternhaus meiner Halbschwester übergeben und sie als Alleinerbin testamentarisch eingesetzt.
Mein Bruder und ich wurden nicht berücksichtigt.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Österreichisches Recht
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich wünsche Ihnen zunächst mein Beileid. Sie können einen sog. Pflichtteilsanspruch geltend machen.
Der Pflichtteil beträgt 1/2 des gesetzlichen Erbteils und ist ein Bruchteil des Wertes des reinen Nachlasses. Zur Berechnung des Pflichtteils wird der Nachlass geschätzt, wobei die Aktiva und Passiva des Erblassers erfasst werden.

Ich empfehle Ihnen, sich vor Ort durch einen Kollegen vertreten zu lassen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt.
Das Elternhaus wurde vor 14 Jahren auf Grund einer plötzlichen Erkrankung unserer Mutter, sie war alleinige Besitzerin, an die Halbschwester übergeben, weder mein Bruder noch ich wurden davon in Kenntnis gesetzt. Gibt es da noch einen Anspruch? Wenn ja wie hoch ist der Pflichtanteil in % und welcher Wert wird herangezogen, der aktuelle Verkehrswert oder der Wert bei der Übergabe. Das Haus wurde in dieser Zeit renoviert, die Kosten wurden großteils mit den Ersparnissen die Mutter finanziert. Die finanziellen Angelegenheiten wurden in dieser Zeit auf Grund des Gesundheitszustandes der Mutter, von der Schwester wahrgenommen. Reiner Nachlass war nur soviel vorhanden damit die Beerdigungskosten damit bezahlt werden konnten.
mfg
H. Brenndörfer

Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

auf Verlangen eines pflichtteilsberechtigten Kindes sind bei der Berechnung des Nachlasses Schenkungen des Erblassers in Anschlag zu bringen. Der Gegenstand der Schenkung ist dem Nachlaß mit dem Wert hinzuzurechnen, der für die Anrechnung nach § 794 ABGB maßgebend ist.

§ 794 ABGB:
"Bey jeder Anrechnung wird, wenn das Empfangene nicht in barem Gelde; sondern in andern beweglichen oder unbeweglichen Sachen bestand, der Werth der letzten nach dem Zeitpuncte des Empfanges; der ersten dagegen nach dem Zeitpuncte des Erbanfalles bestimmt."

Der Pflichtteilsanspruch sowie der Ergänzungsanspruch nach § 785 ABGB müssen binnen drei Jahren geltend gemacht werden. Nach Verlauf dieser Zeit sind sie verjährt.

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