So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an troesemeier.
troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Österreichisches Recht hier ein
troesemeier ist jetzt online.

Mein Mann ist letztes Jahr verstorben. Wir besitzen gemeinsam

Kundenfrage

Mein Mann ist letztes Jahr verstorben. Wir besitzen gemeinsam ein Reihenhaus je zur Hälfte. Wir haben zwei minderjährige Kinder. Meine Frage: Ich nütze nun das Vorkaufsrecht. Wieviel % vom Verkehrswert muß ich für meine Kinder hinterlegen? Ich möcht nochmals drauf hinweisen, dass die Hälfte des Hauses mir gehört.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Österreichisches Recht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Wenn kein Testament, auch kein gemeinschaftliches, bei Ableben eines Ehegatten vorhanden ist, tritt gesetzliche Erbfolge ein.

Der überlebende Ehegatte erbt 1/3 des Nachlasses des Verstorbenen und die Kinder 2/3.

Bezogen auf den hälftigen Miteigentumsanteil bedeutet dies, dass den Kindern 2/6 des Wertes des Hauses zusteht.

troesemeier und weitere Experten für Österreichisches Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wieviel sind zu bezahlen, wenn ich das Vorkaufsrecht nutze. Mir wurde etwas von einem Viertel erklärt. Von welchem Viertel? Ist hier wieder der Gesamtwert des Reihenhauses gemeint?
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wie bereits oben dargelegt, steht den Kinder 2/6 oder besser 1/3, mithin 33 % des Gesamtwertes des Hauses zu.

Es ist hierbei berücksichtigt, dass der Ehemann nur zu 50% Eigentümer der Immoblie war.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen (wie hier) ist der Zuwachsberechtigte gem. § 14 Abs 3 WEG 2002 privilegiert: Ist er selbst ein Pflichtteilsberechtigter des Verstorbenen und hat er ein dringendes Wohnbedürfnis, so schuldet er gar keinen Übernahmspreis. Wenn weitere Pflichtteilsberechtigte vorhanden sind, schuldet er als Übernahmspreis lediglich die Hälfte des Übernahmspreises nach Abs. 2 (=1/4 des Verkehrswertes der gesamten Wohnung).

Wie stimmt das nun mit ihren Ausführungen überein?
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

ich habe mich vorliegend zu sehr auf die Erbquote konzentriert und nicht auf die Regelung des Wohnungseigentumsgesetzes. Ich bitte um Nachsicht.

Ich gehe davon aus, dass Sie Erbin geworden sind und nicht Pflichtteilsberechtigte, d.h. als nicht testamentarisch enterbt sind.

In diesem Fall gilt § 14 Abs. 2 WEG:

"Der überlebende Partner, der den Anteil des Verstorbenen am Mindestanteil und Wohnungseigentum gemäß § 14 Abs. 1 Z 1 erwirbt, hat der Verlassenschaft nach dem Verstorbenen die Hälfte des Verkehrswerts (§ 2 Abs. 2 LBG) des Mindestanteils zu bezahlen (Übernahmspreis)."

1/2 des Verkehrswertes des Anteils sind vorliegend 1/4 des Gesamtverkehrswertes.

Ich hoffe, so ist es verständlich.



Ähnliche Fragen in der Kategorie Österreichisches Recht