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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 192
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
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guten tag, meine nochfrau hat eine scheidungsklage gegen mich

Kundenfrage

guten tag, meine nochfrau hat eine scheidungsklage gegen mich eingebracht, der termin ist der 7. juni 2011. ich dagegen wollte eine einvernehmliche scheidung, sie aber nicht. jetzt sagt sie wenn ich sie von geimeinsamen hauskredit schuldenfrei rausbekomme und ich di schulden in ganzen übernehme sowie auch den autokredit, ihr di gesamten möbel überlasse, das alleinige sorgerecht gebe und ihr dein unterhalt für sie bezahle, bekomme ich eine einvernehmliche scheidung. können sie mir bitte weiterhelfen, denn mir kommt das ziehmlich viel vor und unverschämt.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Österreichisches Recht
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Ratsuchender!

Ihre Frage ist berechtigt, kann aber im Rahmen dieses Forums nicht so einfach beantwortet werden, weil ich die Rahmenbedingungen bzw. ihre konkrete Situation nicht kenne.

Offensichtlich versucht Ihre Noch-Ehefrau ein für sich gutes Verhandlungsergebnis zu erzielen, so dass sie von Ihnen weitreichende Zugeständnisse verlangt, wenn sie hierauf einsteigen. Ich gehe nach Ihrer Schilderung auch davon aus, dass Ihre Ehefrau anwaltlich vertreten ist oder sich zumindest Beratung eingeholt. Da die Vorstellungen sehr weitgehend sind, empfehle ich Ihnen nicht auf diese einzugehen bzw. empfehle ich Ihnen auch sich von einem Anwalt Ihres Vertrauens beraten zu lassen und dass dieser Ihre Situation in seiner Gesamtheit prüft.

Da die Verhandlung offensichtlich bereits am 7.6.2011 stattfindet, würde ich empfehlen dies rasch zu tun. Sie selbst können sich die Scheidungsklage genau durchlesen. Klagt Ihre Ehefrau auf Scheidung wegen Verschulden? und macht sich bereits weitergehende Ansprüche für den Fall einer Verschuldensscheidung wie Unterhalt, etc... geltend.
Im Falle einer Scheidungsklage wegen Verschuldens von Seiten Ihrer Nochehefrau empfehle ich Ihnen jedenfalls einen so genannten Mitverschuldensantrag zu stellen oder falls eigentlich ihre Frau schwere Eheverfehlungen begangen hat, sogar eine so genannte Widerklage zu erheben. Ein Mitverschuldensantrag Ihrerseits wäre dann wesentlich, weil das Gericht dann auch etwa entscheiden kann, dass beide Ehegatten gleichermaßen schuldig sind am Scheitern der Ehe. Den Mitverschuldensantrag würde ich in Form eines Schriftsatzes einbringen oder in der Verhandlung stellen. Eine Klage auf Ehescheidung wegens Verschuldens von Seiten Ihrer Frau - so es sich um diese Klageart handelt - zielt darauf ab, dass die Ehe aus Ihrem alleinigen Verschulden geschieden werden woll. Ich empfehle Ihnen dringend dies abzuwehren. Vom Ausspruch der Verschuldens (und insb. wenn Ihre Ehe aus Ihrem alleinigen Verschulden geschieden werden würde), hängen nämlich auch Folgen wie Unterhalt, Aufteilung des ehelichen Gebrauchsvermögens,... Vereinfacht gesprochen, scheidet das Gericht Sie aus Ihrem alleinigen Verschulden, ist dies günstig für Ihre Frau in punkto Unterhalt. Auch den Vorwurf eines starken Alkoholproblems sollten Sie möglichst entkräften (zB durch Zeuge: diese müssen sie in der Verhandlung mit Name und Adresse nennen), weil nicht nur eine schwere Eheverfehlung sein kann, die Ihnen zur Last gelegt wird, sondern auch Auswirkungen auf eine allfällige Entscheidung über die Obsorge haben kann.

Ich empfehle Ihnen daher sich möglichst an einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu wenden und möglichst nicht alleine zur Verhandlung zu gehen. Sie sollten sich auch nicht vorschnell zu Lösungen überreden lassen (auch nicht vor Gericht).

Ich hoffe Ihre Frage beantwortet zu habe und bitte Sie die Antwort zu bestätigen.

Mit freundlichen Grüßen
Isabelle Pellech

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