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troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 192
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
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Ich bin seit 1997 verheiratet und habe drei kinder. wenn ich

Kundenfrage

Ich bin seit 1997 verheiratet und habe drei kinder. wenn ich mich scheiden lassen möchte, was müßte ich tun, bzw. welche folgen wären zu erwarten, da ich nicht berufstätig bin. mfg ak
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Österreichisches Recht
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau Ratsuchende!

Ich fürchte, dass eine wirkliche Scheidungsberatung im Rahmen dieses Forums nicht möglich ist, weil man hier eine Gesamtsituation berücktichtigen müsste. Ich bitte Sie um Verständnis, dass ein Ratschlag daher verbindlich und abschließend nicht möglich ist.

Es bestehen mehrere Arten der Scheidung und die Folgen der Scheidung hängen von der Art der Scheidung ab:

1. einvernehmliche Scheidung: das heisst beide Partner müssen mit dieser einverstanden sein. Die Ehepartner müssen die Folgen der Scheidung wie insb. Unterhalt, Aufteilung des ehelichen Vermögens und der ehelichen Ersparnisse und Schulden, die Obsorge für die Kinder. Hier gibt es daher keine Berechnung für den Unterhaltsanspruch, sondern die Ehegatten müssen sich einigen.

2. Scheidung wegen Auflösung der ehelichen Gemeinschaft über zumindest 3 Jahre hinweg.

3. Scheidung wegen Verschuldens: In diesem Fall muss grundsätzlich ein schwere Eheverfehlung des jeweils anderen Partners bestehen.

Bei den Punkten 2 und 3 kommt es bei den Scheidungsfolgen insb. auf die Frage des Verschuldens an. Ich bitte Sie um Ihr Verständnis, dass ich diese Scheidungsfolgen nicht darstellen kann und sie für eine Beratung einen Anwalt/Anwältin Ihres Vertrauens aufsuchen sollten, weil nur dieser seriös auf Ihre persönliche Situation eingehen kann. So sind zB auch Fragen der Krankenversicherung, wenn Sie bisher mitversichert waren, etc mitzubedenken. In allen Varianten ist zu prüfen, was zB mit einer Witwenpension passieren würde, damit Sie auch im Todesfall noch abgesichert wären.

Beiliegend dennoch ein paar Kurzinformationen zu den Varianten 2 und 3:

Variante 2:
wenn hier der andere Ehegatte schuld ist an der Zerrüttung der Ehe, besteht ein Unterhaltsanspruch des anderen Ehegatten wie bei aufrechter Ehe. Ohne Schuldausspruch besteht ein Anspruch auf Unterhalt nach Billigkeit.

Variante 3: Bei einer strittigen Scheidung bei alleinigem und überwiegenden Verschulden eines Ehegatten hat der nicht haushaltsführende Ehegatte grundsätzlich einen Anspruch von 33% des monatlichen Nettoeinkommens des anderen Ehegatten (bei der Ermittlung des monatlichen Nettoeinkommens sind auch das 13. und 14. Entgelt zu berücksichtigen). Achtung es ist hier bei 3 Kindern von prozentuellen Abzügen auszugehen. Bei gleichem Verschulden steht nur ein Anspruch auf Unterhalt nach Billigkeit zu.

Die Aufteilung des ehelichen Gebrauchsvermögens läuft zumeist auf eine Aufteilung nach Billigkeit hinaus. Das heisst, es wird weder 1:1 geteilt, noch wird genau nach dem geteilt, wer was eingebracht hat. Das heisst das Gericht hat hier einen gewissen Spielraum, vor allem wenn Sie über Jahre nicht berufstätig waren. Sollten Sie über Rechnungen verfügen bzw. Vermögen einbracht haben, ist es zweckmäßig die Belege aufzubehalten.

Ich empfehle Ihnen daher dringend einen Anwalt Ihres Vertrauens aufzusuchen, gerne können Sie sich auch an mich wenden.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick gegeben zu haben und bitte Sie die Antwort zu bestätigen.

Mit freundlichen Grüßen
Isabelle Pellech

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