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RA Dr. Lintschinger, MSc
RA Dr. Lintschinger, MSc, Dr.
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 36
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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RA Dr. Lintschinger, MSc ist jetzt online.

Guten Abend! Meine Frage betrifft Folgenden Sachverhalt. Jemand

Kundenfrage

Guten Abend! Meine Frage betrifft Folgenden Sachverhalt. Jemand hat Schulden bei einer Bank er kommt mit den Zahlungen in Verzug-Die Bank verlangt von ihm die unterzeichnung einer notariellen Schuldanerkennung. Er besitzt einige Bauplätze und diese Bank hat das alleinige Verkaufsrecht für die Bauplätze. Die Bank versichert ihm das sie die Bauplätze verkaufen wenn er den notariatsakt unterschreibt. nach einem jahr lwill die Bank die versteigerung einleiten. es wurden seitens der bank keine bemühungen gemacht die bauplätze zu verkaufen. in letzter minute verkauft er mit hilfe eines imobilienmaklers innerhalb 4 monaten die ganzen bauplätze und kann so die versteigerung abwehren. es bleiben aber noch bachtliche schulden über. nach einiger zeit beauftragt er einen Sachvertändigen die kredite durchzurechnen da stellt sich heraus das die bank die zinsberechnung komplett falsch gemacht hat und eine enorme summe ausmacht was die ganze situation ausgelöst hat. auf anfrage bei der bank heißt es nur sie haben ja das notarielle schuldeingeständis unterschrieben.meine frage hat man hier chancen gegen die Bank vorzugehen wenn damlas das schuldeingeständis erzwungen wurde mit androhung der versteigerung. und die zinsberechnung deart falsch war das es überhaupt so weit kommen konnte. danke XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Österreichisches Recht
Experte:  RA Dr. Lintschinger, MSc hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Ratsuchender,

 

es ist grundsätzlich möglich, binnen einer 3-Jahresfrist auch ein Anerkenntnis anzufechten, wenn der Anerkennende sich im Irrtum befunden hat und dieser Irrtum von der Gegenseite verursacht wurde. Ob es sich dabei um einen Notariatsakt handelt, ist nicht entscheidungserheblich. Weiters könnten auch Schadenersatzansprüche gegen die Bank in Betracht kommen. Jedenfalls ist allein der Verweis auf das notarielle Anerkenntnis noch nicht ausreichend, wenn das Anerkenntnis nachweislich durch eine Fehlleistung der Bank verursacht wurde. Man muss aber sehr genau im Detail prüfen, was Sie konkret anerkannt haben und ob Sie auf die Geltendmachung von Rechtsbehelfen verzichtet haben. Weiters müssen die möglichen Gegeneinwendungen der Bank im Detail geklärt werden.

 

Ich bitte um Verständnis, dass ich in dieser Angelegenheit nur eine erste juristische Einschätzung geben konnte. Die hier erteilte Auskunft kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen und einer ausführlichen Exegese des Sachverhalts nicht ersetzen. Bitte beachten Sie auch, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Für etwaige Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne persönlich zur Verfügung. Meine Kontaktdaten finden Sie auf meiner Homepage. Über eine rasche Akzeptierung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Clemens Lintschinger

www.ra-lintschinger.at

RA Dr. Lintschinger, MSc und weitere Experten für Österreichisches Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Wegen der Verjährung hat uns der Sachverständige versichert das die verjährung erst

ab dem zeitpunkt unserer kenntnis des Schadens beginnt also erst vor 2 monaten,bei dem notariatsakt wird es schwierig der ist schon länger als 3jahre her. meine Frage hat

man vor gericht oder gegenüber der Bank außergerichtlich eine Chance vorzugehen

es handelt sich um ungefähr 80.000 euro was vor dem notariatsakt falsch berechnet wurde dann summierte sich die summe noch

Experte:  RA Dr. Lintschinger, MSc hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Ratsuchender!

 

Zunächst bedanke XXXXX XXXXX für die rasche Bestätigung meiner Antwort.

 

Ist die 3-jährige Verjährungsfrist für die Anfechtung abgelaufen, könnte man noch an "Arglist" denken. Die Verjährungsfrist für arglistiges Verhalten beträgt 30 Jahre. In der Regel ist ein arglistiges Verhalten jedoch sehr schwer beweisbar.

 

Es ist richtig, dass der Beginn der Verjährungsfrist für Schadenersatzansprüche Kenntnis vom Schaden und Schädiger voraussetzt. Weitere Voraussetzungen für einen Schadenersatzanspruch sind Kausalität, Rechtswidrigkeit und Verschulden. Da Zinsberechnungen zum Kerngeschäft einer Bank zählen, bestehen mE Anhaltspunkte für einen Schadenersatzanspruch. Ausgehend von Ihren Sachverhaltsangaben dürfte es also eine Chance für eine außergerichtliche Lösung geben.

 

Die Banken sind jedoch harte Verhandler. Sie verfügen über eine "Kriegskasse" und sie wissen, dass der Kunde das Geld dringend benötigt. Die Abschlagszahlung, wenn man Ihnen überhaupt eine anbietet, wird daher sicher nicht allzu hoch sein. Ich empfehle, dass ein Anwalt Ihres Vertrauens die Verhandlungen für Sie führt. Gerne stehe ich Ihnen auch persönlich zur Verfügung.

 

Für Rückfragen kontaktieren Sie mich bitte auch über meine Homepage. Ich bitte um Verständnis, dass ich allfälige weitere Fragen erst morgen beantworten kann.

 

Mit freundlichen Grüßen

Clemens Lintschinger

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