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RA Dr. Lintschinger, MSc
RA Dr. Lintschinger, MSc, Dr.
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 36
Erfahrung:  Rechtsanwalt
53115013
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RA Dr. Lintschinger, MSc ist jetzt online.

Um einen Verwalter in einem Eigentumshaus bedurfte es nun fast

Kundenfrage

Um einen Verwalter in einem Eigentumshaus bedurfte es nun fast zwei Jahre mit einem erheblichen Zeit-und Kostenaufwand. Mit 30.11.2010 wurde ein Vergleich über das Asscheiden dieses Verwalters erzielt, nur um diesen schnell aus dem Haus zu bringen. Der RA der uns vertreten hat, hat immer nur A conto Tahlungen genommen und trotz mehrmaliger Aufforderung, bekommen wir keine Gesamtabrechnung wo unsere Zahlungen und natürlich auch der Aufwand des Rechtsverteters aufgelistet ist. Wir brauchen dies aber um es auch den anderen Miteigentümern vorlegen zu können um eine gerechte Aufteilung der Kosten zu erzielen. Auch die Versicherung wäre bereit, eine Kullanzzahlung zu leisten. Ferner hat dieser RA trotz ofmaliger Aufforderung es nicht zu tun, immer mehrere Mitstreiter herangezogen und somit den Streitgenossenzuschlag kassiert. Warum tut der Mann so etwas - und ist das statthaft? mfg Mag. Kravcar
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Österreichisches Recht
Experte:  RA Dr. Lintschinger, MSc hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Mag. Kravcar,

 

Sie haben das Recht, eine Endabrechnung zu verlangen, wenn es sich tatsächlich um Akontozahlungen gehandelt hat. Möglicherweise waren es aber Zwischenabrechnungen, die bereits echte Honorarabrechnungen darstellen. Dies hängt von den konkreten Vereinbarungen ab, die Sie mit Ihrem Anwalt getroffen haben und von der Gestaltung der Honorarnote. Dazu müsste man die Rechtsvollmacht oder sonstige Vereinbarungen und die Honorarnote prüfen. Der Anwalt muss auch nachweisen können, welche Leistungen er erbracht hat. Im Rahmen eines Prozesses ist dies aber unschwer, weil er voraussichtlich nach RATG abrechnet, sohin Schriftsätze und Tagsatzungen verrechnen darf (zB. aber nicht Telefonate). Sie können sich kostenlos an die zuständige Rechtsanwaltskammer wenden und um Unterstützung bitten. Fügen Sie Ihre Anfragen an den Rechtsanwalt der Beschwerde an die RAK bei. Diese wird Ihre Beschwerde an den Anwalt weiterleiten und dann ist dieser jedenfalls verpflichtet, der Rechtsanwaltskammer (RAK) zu antworten. Die Frage mit dem Streitgenossenzuschlag ist nicht einfach zu beurteilen, weil es neue Rechtsprechung des OGH gibt, wonach die Kosten mehrerer Klagen nicht ersetzt werden, wenn es die Möglichkeit einer Streitgenossenschaft gegeben hätte. Wenn Sie aber der erste Mandant waren, würde ich vorbringen, dass nicht vereinbart war, dass Ihr Anwalt weitere Parteien vertritt und Sie mit dem SGZ belastet werden. Zumindest hätte Sie Ihr Anwalt darüber aufklären müssen, dass er einen SKG Ihnen gegenüber verrechnen möchte. Ich denke, dass Sie daher gute Chancen haben, den SGZ nicht bezahlen zu müssen, aber empfehle Ihnen in diesem Punkt entweder den Gang zur RAK oder die Beiziehung eines weiteren Rechtsanwalts, der sich Ihre Vertragsgrundlagen im Detail anschaut.

 

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über meine E-Mail-Adresse oder die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen. Abschließend darf ich Sie um Akzptanz meiner Antwort bitten, wenn Sie mit dieser zufrieden waren.

 

Mit freundlichen Grüßen

Clemens Lintschinger

www.ra-lintschinger.at