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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 192
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
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troesemeier ist jetzt online.

Mein zehnj hriges Kind hat ein Tuch in der Kirche angez ndet.

Kundenfrage

Mein zehnjähriges Kind hat ein Tuch in der Kirche angezündet. gestern war polizei hier und haben gesagt, dass er am Donerstag zur Polizei kommen soll wegen Anzeige. meine Frage ist, muss ein zehnjähriges dabei sein?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Österreichisches Recht
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr/Frau Ratsuchende!

Was wurde Ihnen gesagt: Wer soll Donnerstag zur Polizei kommen? der zehnjährige?

Haben Sie eine schriftliche Ladung erhalten? wenn ja, wer hat die schriftliche Ladung erhalten?

Mit freundlichen Grüßen

Isabelle Pellech

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Wir haben keine schriftliche Ladung bekommen. Es waren zwei Beamte bei uns, die sich telefonisch mit Ihrem Vorgesetzten in Verbindung gesetzt haben und uns daraufhin mitgeteilt haben, dass mein Sohn und sein Vater am Donnerstag zur Polizei gehen sollen.

 

Mfg

Ljuboja Marija

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Entschuldigen Sie bitte, aber wann bekomme ich ein Antwort??

 

Mfg

 

Ljuboja

Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau/Herr Ratsuchender!

Entschuldigen Sie bitte die späte Antwort.

Ihr Sohn ist mit 10 Jahren nicht strafmündig, das heisst er kann strafrechtlich nicht belangt werden.

Grundsätzlich kann die Polizei auch Ihren 10-jährigen Sohn und den Vater ersuchen vorbeizukommen. Man kann aber auch eine schriftliche Ladung verlangen. Wenn der Vater und Ihr 10-jähriger Sohn dem mündlich ausgesprochenen Ersuchen zu einer Vernehmung zu kommen, nicht Folge leisten, dann wird die Polizei eine schriftliche Ladung erlassen. Spätestens dann muss Ihr 10-jähriger Sohn der Ladung Folge leisten.
Auch ein 10-jähriger kann als Zeuge oder auch als Beschuldigter vernommen werden, auch wenn er nicht strafmündig ist und nicht strafrechtlich verfolgt werden kann. Ihr Sohn und auch der Vater haben grundsätzlich ein Recht die Aussage zu verweigern. Ihr Sohn weil er sich selbst belasten würde; der Vater, weil er sein Kind belasten würde.
Ich würde Ihnen empfehlen sich eine schriftliche Ladung schicken zu lassen, aus der ersichtlich ist, ob Ihr Sohn und der Vater als Zeuge oder Beschuldigter vernommen werden und würde beiden empfehlen, vom Aussageverweigerungsrecht Gebrauch zu machen.

Auch wenn nämlich Ihr Sohn strafgerichtlich nicht verfolgt werden kann, bedeutet dies nicht, dass es keine Konsequenzen geben kann. Die Polizei könnte nämlich dann eine Meldung an den Jugendwohlfahrtsträger machen und hier sind Konsequenzen etwa nach dem Schulorganisationsgesetz denkbar wie zB ein temporärer Schulausschluss, etc. Auch wenn Ihrem Sohn daher keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen, bedeutet dies nicht, dass dieser Vorfall keine negativen Konsequenzen hat.

Auch wenn weder Vater noch Sohn eine Aussage bei der Polizei machen, muss davon ausgegangen werden, dass die Polizei eine Meldung an den Jugendwohlfahrtsträger macht. Es geht aber darum, dass sich Ihr Sohn nicht selbst belastet.

Ich bitte Sie um Verständnis, dass ich hier nur eine Ersteinschätzung geben kann, die eine Gesamtprüfung durch einen Anwalt unter Erhebung aller Sachverhaltselemente nicht ersetzen kann; ich empfehle Ihnen sich an einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu wenden und empfehle Ihnen auch, dass dieser jedenfalls zum Termin bei der Polizei mitkommt, weil zu befürchten ist, dass ein 10-jährige Bub und auch der Vater dieser - doch neuen - Situation am Ende nicht gewachsen sind. Ich empfehle Ihnen daher dringend einen Rechtsanwalt beizuziehen damit dieser auch eine Gesamtbeurteilung des Vorfalls vornehmen kann, um abschließend zu beurteilen, ob die Aussage verweigert werden soll. Sollten Sie in Wien oder Niederösterreich leben, stehe ich Ihnen auch gerne für eine weitere Beratung und Vertretung zur Verfügung.

Ich hoffe Ihre Frage beantwortet zu haben und bitte Sie die Antwort zu bestätigen, sofern Sie mit dieser zufrieden sind.

Mit freundlichen Grüßen
Isabelle Pellech



Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende!

Ich bitte Sie noch die Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Gruessen
Isabelle Pellech
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Danke für Ihre Bereitschaft, aber Ihre Vertretung ist leider nicht möglich, da wir in Oberösterreich wohnen. Ebenfalls bedanke XXXXX XXXXX für Ihre Antwort.

 

Freundliche Grüße

Ljuboja

Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich würde Ihnen empfehlen, den Termin bei der Polizei zu verschieben, zumeist sind diese gesprächsbereit und zwischenzeitig einen Anwalt in Ihrer Nähe zu konsultieren.

Mit freundlichen Grüßen
Isabelle Pellech