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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 192
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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troesemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, mich w rde eine auskunft im

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
mich würde eine auskunft im bezug auf eigentumsrecht in österreich interessieren.
folgende sachlage währe von interesse für mich.
ich bin besitzerin einer ausbezahlten eigentumswohnung in fischamend, diese wohnung ist 74m2 groß, hat eine 15m2 große terasse und dazu gehört eine 50 m2große garage. diese wohnung ist teileines mehrparteienhauses. sie liegt im 3 und letzten stock ohne lift und ist eine eck wohnung ( baujahr 1974 ). ich möchte/muß diese wohnung verkaufen obwohl schon mehrere parteien und auch andere leute die garage kaufen wollten kann ich diese nicht getrennt von der wohnung verkaufen da sie mit zur wohnfläche im grundbuch eingetragen ist. auch für die wohnung finde ich keinen käufer, da sie sich insofern in einem unverkäuflichen zustand befindet, da die ausenwände und die wände zum treppenhaus an den stützen des hauses nässe und nasse flecken durchlässt. die "wet" ( eigentümergemeinschaft ) ist mehr als unkooperativ und hat sich schon bei mehrerern gelegenheiten als "teflonbeschichtet " erwisesen, wenn reaktionen gekommen sind , dann waren es immer unverschämte anworten und entwürdigende vergleiche mit kindern aus der 3ten welt. meine Frage ist jetzt wie kann ich mich als eigentümerin gegen diese eigentümergemeinschaft "wet" währen, und wer ersetzt mir einen wertverlußt und /oder einen generellen verlußt? besonders zu bemerken ist, das wir die wohnung erst vor ca 2 monaten ausgemahlt haben und die wände jetzt mit riesigen wasserfläcken und flächen überall nass sind. bitte können sie mir helfen und mir sagen an wenn ich mich wenden kann und wer mir weiterhilft? vielen dank XXXXX XXXXX
patricia ackermann
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Österreichisches Recht
Experte:  Guests hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende!

Mich würde noch folgende Information interessieren: Ist die WET eine gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft und handelt es sich um eine Wohnung, die anfangs eine Genossenschaftswohnung war, die Sie dann gekauft haben? Wissen Sie, ob Sie an der Wohnung Wohnungseigentum im rechtlichen Sinne begründet haben?

Mit freundlichen Grüßen
Isabelle Pellech



Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte Frau Dr. Mag. Pellech,

 

... leider kann ich da nicht wirklich weiterhelfen, da ich das nicht weiß. Ich vermute was die gemeinnützigkeit betrifft, ein " JA " als antwort. Ob die Wohnung eine Genossenschaftsanlage vorausgegangen ist, das wieß ich nicht. Wir haben die Wohnung als ETW gekauft, das ist mitlerweile ca. 6 Jahre her.

Was würde sich in so einem Fall verändern?

 

Mit freundlichen Grüßen

Patricia Ackermann

 

 

 

Experte:  Guests hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Frau Ackermann!

Dürfte ich Ihre Adresse wissen, Anschrift und Hausnummer reicht, dann würde ich mir einen Grundbuchsauszug machen.
Es geht mir darum herauszufinden, ob Ihre Wohnung unter das Wohnungseigentumsgesetz fällt bzw. ob ich zB das WGG (Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz) beachten muss. Vereinfacht gesprochen geht es darum herauszufinden, welches Gesetz auf Ihren Sachverhalt anwendbar ist.

Mit freundlichen Grüßen
Isabelle Pellech
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte Frau Dr. Mag. Pellech,

 

...meine Adresse lautet wie folgt: Gregerstr.20/Stg. 4/Tür 7 in A-2401 Fischamend/ NÖ.

Bedeutet das, das meine Wohnung vielleicht gar keine ETW ist?

 

Mit freundlichen Grüßen

Patricia Ackermann

Experte:  Guests hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Frau Ackermann,

Keine Sorge, das bedeutet es nicht, es ging mir nur darum zu prüfen, welche Gesetze anwendbar sind.

In Ihrem Fall wurde Wohnungeigentum begründet. Ich gehe daher davon aus, dass das
Wohnungseigentumsgesetz 2002 (kurz "WEG 2002") auf Ihre Wohnung Anwendung findet.

Im WEG 2002 wird grundsätzlich zwischen ordentlicher und außerordentlicher Verwaltung unterschieden. In Angelegenheiten der so genannten ordentlichen Verwaltung der Liegenschaft entscheidet nach § 28 Abs. 1 WEG 2002 grundsätzlich die Mehrheit der Wohnungseigentümer. Zur ordentlichen Verwaltung zählt insbesondere die ordnungsgemäße Erhaltung der allgemeinen Teile der Liegenschaft einschließlich der baulichen Veränderungen, die über den Erhaltungszweck nicht hinausgehen, und der Behebung ernster Schäden des Hauses in einem Wohnungseigentumsobjekt oder etwa die Bildung einer angemessenen Rücklage.

Über Veränderungen an den allgemeinen Teilen der Liegenschaft, die über die in § 28 genannten Angelegenheiten (also insbesondere über die oben genannte Verpflichtung zur ordnungsgemäßen Verwaltung) hinausgehen, wie etwa nützliche Verbesserungen oder sonstige über die Erhaltung hinausgehende bauliche Veränderungen, entscheidet die Mehrheit der Wohnungseigentümer, doch kann jeder der Überstimmten mit einem gegen die übrigen Wohnungseigentümer zu richtenden Antrag die gerichtliche Aufhebung des Mehrheitsbeschlusses verlangen.

In § 30 werden darüber hinaus Anzeigepflichten und Minderheitenrechte geregelt. Nach § 30 Abs. 3 WEG 2002 besteht ein Anzeigepflicht, derzufolge jeder Wohnungseigentümer Schäden an den allgemeinen Teilen der Liegenschaft und ernste Schäden des Hauses in einem Wohnungseigentumsobjekt bei sonstiger Schadenersatzpflicht ohne Verzug dem Verwalter oder dem vorläufigen Verwalter anzuzeigen hat, sofern dieser nicht bereits Kenntnis von dem Schaden hat. Bei Gefahr im Verzug darf jeder Wohnungseigentümer auch ohne Zustimmung der übrigen Wohnungseigentümer die zur Abwehr notwendigen Maßnahmen treffen.

Das bedeutet, dass Sie den Schaden sobals als möglich anzeigen dem Verwalter und insofern Ihrer Hausverwaltung anzeigen sollten. Wenn Ihnen ein noch größerer Schaden droht als jetzt bereits eingetreten ist, sollten Sie der Hausverwaltung auch eine Frist setzen, innerhalb derer diese Handlungen zu setzen hat und allfällige Schadenersatzansprüche in Aussicht stellen.

Darüber hinaus bestehen so genannte Minderheitenrechte. Jeder Wohnungseigentümer kann nämlich über seine gesetzlichen Rechte zur Anfechtung von Beschlüssen hinaus - mit einem grundsätzlich gegen die übrigen Wohnungseigentümer zu richtenden Antrag die Entscheidung des Gerichts insb. darüber verlangen, dass Arbeiten zur Erhaltung allgemeiner Teile des Hauses (wie oben in Zusammenhang mit § 28 Abs. 1 WEG 2002) beschrieben binnen angemessener Frist durchgeführt werden.

Es wäre daher in Ihrem Fall wohl zunächst eine Anzeige an die Hausverwaltung zu machen, um Ihrer Anzeigepflicht nachzukommen; dies sollte ehestmöglich per Einschreiben erfolgen. Ist der Schaden der Hausverwaltung bereits bekannt? Grundsätzlich müsste die Entscheidung im Wege einer Eigentümerversammlung erfolgen. Sollte sich die Mehrzahl der Wohnungseigentümer weigern, könnten Sie unter Ausübung Ihres Minderheitsrechts einen Antrag an das Gericht stellen.

Ich bitte Sie um Verständnis, dass ich hier nur eine Ersteinschätzung geben kann und dies eine Gesamtprüfung durch einen Anwalt unter Erhebung aller Sachverhaltselemente nicht ersetzen kann. Ich empfehle Ihnen daher sich an einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu wenden und mit diesem die weiteren Schritte zu erörtern und sich von diesem vertreten zu lassen, da Streitigkeiten in Zusammenhang mit Wohnungseigentum oft sehr tückisch sind.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Einblick in Ihre Möglichkeiten gegeben zu haben. Ich bitte Sie die Antwort zu bestätigen, sofern Sie mit dieser zufrieden sind.

Mit freundlichen Grüßen
Isabelle Pellech





Experte:  Guests hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Frau Ackermann!
Ich bitte Sie noch die Antwort zu bestätigen, sofern Sie mit dieser zufrieden sind.
Mit freundlichen Grüßen
Isabelle Pellech