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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 192
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
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troesemeier ist jetzt online.

Ich hatte am 30.6 einen Unfall.(bin in eine T r gelaufen, Zehennagel

Kundenfrage

Ich hatte am 30.6 einen Unfall.(bin in eine Tür gelaufen, Zehennagel abgebrochen, habe dadurch einen Infektion in den Fuß gebracht) mußte am03.07. notoperriert werden.)
meine unfalversicherung bestreitet den Unfall und will die soforthilfeleistung nicht Zahlen.
Was kann ich tun?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Österreichisches Recht
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragender!

Ich gehe davon aus, dass Ihre Frage eine private Unfallversicherung betrifft.

Es stellt sich in erster Linie die Frage, ob Ihre Unfallversicherung die Kosten zu decken hat. Sie könnten versuchen, vom operierenden Chirurgen bzw. der Krankenanstalt eine Erklärung beizubringen, dass der eingewachsene Zeh nicht Ursache, sondern Folgewirkung Ihres Unfalls war, um den Sachverständigen Ihrer Versicherung bzw. Ihre (Unfall)-versicherung doch noch zu überzeugen.

Ansonsten müssten Sie bzw. ein allfälliger Rechtsberater einen Blick in Ihren Vertrag und in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen werfen, um zu prüfen, ob wirklich Deckung für Ihren Unfall von Seiten Ihrer Unfallversicherung besteht. Wenn Sie diesbezüglich sicher sind, läuft dies auf eine Vertragsstreitigkeit zwischen Ihnen und Ihrer Versicherung hinaus. Es wäre zu prüfen, ob in Ihrem Vertrag, Ihrer Versicherungspolizze und den Allgemeinen Versicherungsbedingungen Ihrer Versicherung Bestimmungen enthalten sind, wie im Falle einer solchen Streitigkeit vorzugehen ist oder ob sich aus diesen nur entnehmen lässt, dass im Streitfall zu klagen wäre. In den Vertragsbedingungen bzw. Vertragsunterlagen könnten auch bestimmte einzuhaltende Formvorschriften bzw. zeitliche Regelungen enthalten sein, die für die Geltendmachung eines Anspruchs gegenüber der Versicherung einzuhalten sind. Es sollte daher auch geprüft werden, ob hier irgendwelche Bestimmungen bestehen, die aus Gründen der Verjährung oder des Verfalls von Relevanz sind. Dies sollte aber, weil Sie in diesem Vertrag wahrscheinlich als Verbraucher einzustufen sind (wovon ich jetzt einmal ausgehe), ohnehin entschärft sein.

Ich empfehle jedenfalls ein schriftliches Aufforderungsschreiben an Ihre Unfallversicherung zu übermitteln, in dem Sie allenfalls die Bestätigung, dass es sich um einen Unfall gehandelt hat, noch einmal beilegen. Allenfalls ist es zweckmäßig dieses Aufforderungsschreiben bereits von einem Anwalt vorbereiten und versenden zu lassen, um der Versicherung die Ernsthaftigkeit Ihrer Forderung deutlich zu machen. Für den Fall, dass Ihre Unfallversicherung nicht bezahlen will, Sie jedoch davon ausgehen, dass dieser Versicherungsfall von der Unfallversicherung gedeckt ist, wäre eine Klage gegen Ihre Versicherung möglich.

Ich bitte um Verständnis, dass ich hier nur eine kurze Ersteinschätzung geben kann, dass diese aber eine Gesamtprüfung unter Erhebung des gesamten Sachverhalts sowie Einsichtnahme in Ihre Unterlagen (Vertragsunterlagen und Bestätigungen) durch einen Anwalt nicht ersetzen kann. Diesfalls müssten Sie - sofern Sie nicht rechtschutzversichert sind und ihre Rechtschutzversicherung die Streitigkeit decken würde, abwägen, ob Sie das Risiko einer Klage eingehen wollen. Geht eine Klage nämlich daneben, haben sie nicht nur Ihre eigenen Kosten zu tragen, sondern müssen auch noch jene des Gegners ersetzen. Die Kosten sind diesfalls abhängig vom Streitwert.

Sollte es sich um keine private Versicherung handeln, sondern eine Pflichtversicherung, bitte ich um Mitteilung, bei welcher Versicherung Ihre Pflichtversicherung besteht.

Ich hoffe, Ihre Frage beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Isabelle Pellech

Verändert von RA Mag. Isabelle Pellech, LL.M. am 25.11.2010 um 17:34 Uhr EST
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Ratsuchender!
Ich bitte Sie noch die Antwort zu bestätigen, sofern Sie mit dieser zufrieden sind.
Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen
Isabelle Pellech