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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Altersvorsorge
Zufriedene Kunden: 895
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
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K. Severin ist jetzt online.

Hallo Meine Eltern haben bis heute noch kein Testament gemacht.(1

Kundenfrage

Hallo
Meine Eltern haben bis heute noch kein Testament gemacht.(1 Einzelhaus mit Anbauten auf ca. 1800 qm Grundbesitz ) Meine Mutter ist fast nicht mehr in der Lage, eins selbst zu schreiben. Was können wir 3 Geschwister unternehmen, damit nicht alles verschenkt wird.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Altersvorsorge
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

 

vielen Dank für ihre Frage.

 

Diese beantworte ich gern wie folgt:

 

Der Gefahr einer Schenkung des Grundstücks an einen Dritten können Sie nur entgegenwirken, wenn der Elternteil, der Eigentümer des Grundstücks ist, geschäftsunfähig wäre. In diesem Fall wäre die Schenkung und Auflassung des Grundstücks an einen Dritten unwirksam.

 

Erfolgt hingegen eine wirksame Schenkung des Grundstücks an einen Dritten zu Lebzeiten, dann können Sie nichts rechtlich dagegen unternehmen, weil der Elternteil als Eigentümer berechtigt ist, ohne Rücksicht auf seine Erben sein Vermögen an Dritte zu verschenken.

 

Verschenkt der Elternteil als Eigentümer das Grundstück nicht und verstirbt dieser ohne ein Testament zu hinterlassen, so verteilt sich der Nachlass am Grundstück unter den Erben. Hier steht dem überlebenden Ehegatten 1/2 des Nachlasses des verstorbenen Ehegatten zu, ihre beiden Geschwister und Sie sind zu gleichen Teilen an der anderen Hälfte des Nachlasses erbberechtigt. Maßgeblich für die Ermittlung des Nachlasswertes ist der Verkehrswert des Grundstücks und gegebenenfalls anderer Nachlassgegenstände im Zeitpunkt des Eintritts des Erbfalles. Die Erben bilden eine Erbengemeinschaft in Bezug auf Nachlass.

Folge: jeder kann nur Auszahlung seines Erbanteils am Nachlassvermögen verlangen, so dass bei Ihnen das Grundstück verkauft werden müsste, damit die Erbansprüche aller Erben beglichen werden können. Oder Sie einigen sich auf eine andere Form der Erbauseinandersetzung mit den übrigen Erben, etwa wenn das Grunsdstück nicht verkauft werden soll, um im Familienbesitz zu bleiben.

 

Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben und stehe Ihnen für Anschlussfragen gegebenenfalls gern zur Verfügung.

 

Weiter darf ich Sie höflich bitten meine Rechtsberatung zu akzeptieren, indem Sie das grüne Feld "Akzeptieren" anklicken.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

K. Severin

Rechtsanwalt

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

 

ich möchte noch ergänzend hinzufügen, das Sie und ihre Geschwister und der erbberechtigte Ehegatte jeweils einen Anspruch auf Pflchtteilsergänzung gemäß § 2329 Abs.1 BGB gegen den Beschenkten haben, wenn das Grundstück an den Dritten zu Lebzeiten verschenkt wurde und diese Schenkung nicht länger als 10 Jahre vor Eintritt des Erbfalls erfolgt ist. Der Beschenkte ist dann infolge dieses Anspruchs auf Herausgabe des Grundstücks an die Erbengemeinschaft nach den Vorschriften einer ungerechtfertigten Bereicherung verpflichtet, kann die Herausgabe allerdings durch Zahlung eines Geldbetrages abwenden.

 

Im übrigen darf ich Sie nochmals höflich bitten meine steuerliche und rechtliche Beratung zu bezahlen, indem Sie das grüne Feld "Akzeptieren" anklicken.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

K. Severin

Rechtsanwalt