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Kategorie: Innere und Allgemeinmedizin
Zufriedene Kunden: 2325
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Sehr geehrte Damen und Herren, ich m chte Sie hiermit um

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Sie hiermit um Ihre Einschätzung und eine zweite fachliche Beurteilung meines aktuellen Gesundheitproblems bitten. Ich bin 40 Jahre alt, Nichtraucher, Alkoholkonsum gleich 0, aber bedingt durch eine gehobene Außendiensttätigkeit in den vergangenen 3 Jahren körperlich komplett inaktiv gewesen, also kein Sport, lediglich Treppensteigen, wenn möglich. Probleme gab es mit der Ernährung, unausgewogen, unregelmäßig und zahlreiche Geschäftsessen; das Resultat ist nunmehr ein Körpergewicht von 106 kg sowie ein BMI von 31, es besteht also dringend Handlungsbedarf.Bei meinem Hausarzt habe ich mich komplett durchchecken lassen, es waren alle Werte ohne Befund bis auf das Resultat der 24-Stunden-Blutdruckmessung. Hier zeigte sich ein Wert, der tagsüber im Schnitt bei 145/95 liegt, am späten Abend und in der Nacht auf durchschnittlich 125/85 absinkt. Der Tageshöchstwert lag (unter körperlicher Belastung) am Vormittag bei 150/110.
Mein Hausarzt sah nun Handlungsbedarf, um langfristig gesundheitliche Risiken zu minimieren und hat als Therapie "auf unbestimmte Zeit" die Einnahme von 5mg Amlodipin AL einmal täglich angesetzt, in 6 Wochen soll die Nachkontrolle erfolgen.
Soweit die Fakten.
Meine Frage stellt sich nun nach dem möglichen eigenen Beitrag zur Behebung der Misere, zumal ich mich nicht mit der Tatsache abfinden will, bereits mit 40 regelmäßig Medikamente abzunehmen. Mit meinem Arbeitgeber habe ich das offene Gespräch gesucht, und bedingt durch eine Aufgabenverlagerung werde ich ab sofort an drei Abenden pro Woche Sport treiben können, wobei mir ein kombiniertes Kraft/Ausdauerprogramm vorschwebt. Einschränkungen bezüglich Sport durch den Hausarzt gibt es nicht, ich könne frei wählen, woran ich Spaß hätte. Wie realistisch ist es Ihres Erachtens, dass ich durch gezielten Muskelaufbau und gleichzeitigen Fettabbau das Medikament wieder absetzen kann?
Welche Größenordnung ist für den Fettaabbau realistisch?
Wie schätzen Sie meine gesundheiltlichen Risiken angesichts des Blutdrucks ein? Im EKG waren im übrigen gegenüber dem vor 2 Jahren keine Veränderungen zu erkennen.
Ist es darüberhinaus denkbar, dass der Blutdruck schlichtweg durch schlecht verarbeitete psychische Belastungen derart angestiegen ist? Bei mir gab es in diesem Jahr einen Sterbefall im sehr nahen Umfeld sowie einen beruflichen Wechsel verbunden mit einer mehrmonatigen Auseinandersetzung mit dem ehemaligen Arbeitgeber vor der Arbeitsgericht- was also tun?

In Erwartung Ihrer Antwort verbleibe ich mit besten Grüßen!


M. Magnusson
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Innere und Allgemeinmedizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !
Ich arbeite selber als Arzt in einer Klinik für Essstörungen und war u.a. auch für unseren Adipositas-Schwerpunkt zuständig.
Bei ihnen liegt bei einem BMI über 30 ja eine Adipositas vor und letztlich gehört zu den Folgeproblemen der Adipositas auch der Bluthochdruck. Die Werte sind deutlich erhöht, die gute Nachricht ist, dass die Tag-Nacht-Rhythmik erhalten ist. Das spricht einerseits gegen ein Schlaf-Apnoe-Syndrom aber auch ein wenig gegen Stress als alleinige Erklärung. Eine Gewichtsabnahme wäre sicher eine Option, den Blutdruck zu senken, ob es aber ganz zum Verzicht auf Medikation führt, bezweifele ich schon.

Bluthochdruck ist ja auch "idiopathisch", d.h. ohne erkennbare bzw. direkt ursächlich zu behandelnde Ursache vorhanden. Dann kann man leider nur symptomatisch mit einem oder häufig auch mehreren gleichzeitigen Medikamenten behandeln. Die Risiken sind gerade bei frühem Auftreten gewaltig. Nicht nur am Herzen, sondern auch an den Augen bzw. hinsichtlich Nierenschäden und auch dem Risiko für einen Schlaganfall. Also auf jeden Fall ernst nehmen !

Wir streben eine Gewichtsabnahme von 500 g pro Woche an. Das ist schon eine Herausforderung, weil selbst sehr gute Programme wenig dauerhafte Erfolge erzielen. Sport und Bewegung ist wirklich schon ein guter Ansatz. Bei uns lernt man dann auch noch eine Ernährungsumstellung auf sagen wir mal 1600 kcal mit 50-60 g Fett pro Tag. Ähnliche Konzepte werden wohl auch von den Weightwatchern angeboten. Warnen möchte ich aber vor Radikaldiäten oder Wunderversprechungen im Internet.

Entspannungsverfahren sind zusätzlich sicher auch hilfreich (z.B. Progressive Muskelentspannung). Innere Blockaden ergründe ich mit einem anderen Verfahren (siehe www.emoflex.de), das sich auch gut zur Stressbewältigung eignet. Aber den Blutdruck beeinflusst das leider nur selten.