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Christian Lee
Christian Lee, Dr. Med.
Kategorie: Innere und Allgemeinmedizin
Zufriedene Kunden: 375
Erfahrung:  Facharzt für Allgemeinmedizin FMH und Spezialist für mikrobiologische Diagnostik (Infektionen) FAMH
32376790
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Christian Lee ist jetzt online.

Hallo, ich bin weiblich und 29 Jahre alt. Ich habe folgendes

Kundenfrage

Hallo,

ich bin weiblich und 29 Jahre alt. Ich habe folgendes Problem.Seit ca. einem Monat habe ich Schluckbeschwerden im Rachen und Hals, meine Mandeln habe ich im Februar raus bekommen. Beim Schlucken fühlt es sich an, als wäre der Hals innen angeschwollen, muss häufig räuspern und husten. Morgens wenn ich aufwache oder abends fühlt sich mein Hals verschleimt an.Dazu habe ich Druckschmerzen im Bereich der Lungenflügel und mein Rücken schmerzt in der selben Höhe der Lungenflügel.Zu dem habe ich ständig ein komisches Geräusch im Ohr, wenn ich schlucke, das Geräusch klingt wie wenn Wasser in den Ohren ist. Mit den Geräuschen im Ohr war ich schon oft beim HNO der nichts feststellen konnte.Woran können diese Symptome liegen?
Für Ihre Hilfe danke XXXXX XXXXX im Voraus.

Viele Grüße
Aylin
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Innere und Allgemeinmedizin
Experte:  Christian Lee hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,
eine komplexe Situation die allerdings möglicherweise sehr einfach zu erklären ist. Ich fasse Ihre Beschwerden zusammen:
  • Schluckschmerzen in Hals und Rachen seit einem Monat, dabei Zustand nach Tonsillektomie vor 6 Monaten
  • Räusperzwang und Hustenreiz beim Schlucken
  • abends Gefühl von verschleimtem Hals
  • Schmerzen an Brustkorb (Bereich der Lungenflügel) und Rücken
  • Ohrgeräusche beim Schlucken
Möglicherweise hängen diese Symptome ja gar nicht ursächlich zusammen, jedoch sollte zunächst immer eine Begründung gesucht werden die alles zusammen erklären könnte.

Die erste Frage wäre natürlich, was als Ursache für die Schluckschmerzen verantwortlich ist. Oder anders herum, ob es sich überhaupt um eine Entzündung der Schleimhaut, die weitaus häufigste Ursache, handelt oder um einen ganz anderen Grund?
Nun sind (oberflächliche!) Schleimhautentzündungen ja bei einer gründlichen Inspektion gut sichtbar. Ich denke (und hoffe sehr...!) dass Ihr HNO-Arzt auch nicht bloss das Ohr sondern auch Nase/Rachen und Kehlkopf inspiziert hat. Falls er in all diesen Bereichen keine Entzündung gesichtet hat, dann können Sie eine (Schleimhaut-)Entzündung wohl ausschliessen. Wenn er auch sonst nichts Auffälliges beobachtet hat, also keine Papillome (= Infektionen mit sog. 'humanenm Papillomaviren', HPV; diese können Räusperzwang verursachen), keine verdächtigen Schleimhautveränderungen, keine Erosionen und keine verdächtigen 'Vorwölbungen', etc., dann dürfen Sie wohl mit Fug und Recht davon ausgehen, dass "im Hals drinnen" alles in Ordnung ist.

Die Schmerzen 'im Bereich der Lungenflügel' und des Rückens sind ein starker Hinweis darauf, dass es sich hier um übermässig 'verspannte' Muskulatur handelt. Jeder Muskel hat einen gewissen Grundzustand an Dauerspannung. Wenn dieser aus irgendwelchen Gründen nun deutlich zu hoch ist, dann beginnt er zu schmerzen. Und genau das ist mit relativ hoher Sicherheit bei Ihren Brust- und Rückenschmerzen der Fall. Die Lungen selbst sind ja nicht schmerzempfindlich, sie haben gar keine 'Sensoren' für Schmerzen. Wenn es dort weh tut, dann sind es enweder die Bronchien, das Brust-/Lungenfell oder die Brustwandmuskulatur. Wahrscheinlich ist es in 99% der Fälle die letztere Variante. Dazu passten auch die Rückenschmerzen, hinter denen viel öfter eine banale Verspannung steckt als eine Diskushernie und was es sonst noch alles gibt. Dann verlaufen auch teure Untersuchungen wie CT/MRT ergebnislos weil funktionelle Störungen wie übermässige Muskelspannung nicht auf den so schönen Bildern zu sehen ist...
Es ist eine Erfahungstatsache dass Verkrampfungen der Brustwand- und der Rückenmuskulatur häufig zusammenhängend auftreten. Sie können die Vermutungsdiagnose selbst überprüfen wenn Sie (oder eine Zweitperson) Brustkorb und Rücken kräftig abtasten. Wenn dort verhärtete Muskelpartien zu finden sind die überdies sehr druckschmerzhaft sind, dann ist die Sache fast immer schon klar. Sollten die Schmerzen sich z.B. beim tiefen Einatmen verstärken, so wäre dies ein weiterer Hinweis auf ein Problem dieser Art.

Was hat das nun mit den Schluckschmerzen und den Ohrgeräuschen zu tun? Sehr viel!
Schon aus der Ferne kann vermutet werden dass dies alles zusammenhängt. Tasten Sie sich mal den Kehlkopf beim Schlucken und Sie werden bemerken dass er sich 'auf und runter' bewegt, und zwar deshalb, weil dabei verschiedene Muskel den Kehlkopf in verschiedene Richtungen ziehen. Wenn nun auch diese Muskel übermässig verspannt sind, dann schmerzen sie auch, und schon spüren Sie (als Besitzerin dieser anatomischen Strukturen) Schluckschmerzen! So einfach ist das Ganze.

Weshalb dann das Ohrgeräusch obschon der HNO-Arzt nichts gefunden hat? Nun, der Belüftungskanal des Mittelohrs, die sog. Eustach'sche Röhre, ist manchmal offen oder auch verschlossen (kollabiert). Damit Luft für den Druckausgleich zirkulieren kann, muss sie bei Bedarf geöffnet werden. Dies geschieht bevorzugt beim Schlucken, deshalb ja auch die Abgabe von Bonbons beim Fliegen. Das Öffnen und Schliessen wird durch ganz kleine Muskel bewerkstelligt, die mit der übrigen Halsmuskulatur in Verbindung stehen. Und schon haben wir den Zusammenhang von nicht-entzündlichen Halsschmerzen und Ohrgeräuschen: wenn die Funktion der Halsmuskel gestört ist (übermässige Spannung), dann ist es u.U. auch diejenige dieser kleinen "belüftungsverantwortlichen" Muskel.

Husten und Räusperzwang könnten ebenfalls in diesem Zusammenhang erklärt werden (sog. unphysiologischer Muskelzug am Kehlkopf).

Dies mag zugegebenermassen alles ziemlich theoretisch klingen. Jedoch hatte ich schon oft Gelegenheit Patienten mit genau solchen Beschwerden und klinischen Bildern zu begegnen.

Wie könnte nun dieser vermutete Zusammenhang bewiesen und behandelt oder aber widerlegt werden?

Zur Muskelentspannung gibt es eine Reihe von Verfahren, allen voran physiotherapeutische Massnahmen (Wärme, Ultraschall, Massagen, Dehnungsübungen, chiropraktische Manipulationen etc.). Medikamente nützen kaum etwas, auch nicht die 'muskelentspannenden' Präparate.

In meine Händen hat sich die sog. Infiltrationstherapie mit einem Lokalanästheticum (Lidocain 0.5% ohne Kortison) äusserst gut bewärt. Man braucht bloss die betroffenen Muskel zu suchen (tasten! immer vergleichend links und rechts) und diese alle mit einer feinen (schwarzen) Nadel je mit etwas 2-5-5ml Lidocain zu infiltrieren. Also direkt in die Muskel injizieren und nicht wie bei der Neuraltherapie nur Hautquaddeln setzen.

Diese Infiltrationstherapie ist gleichzeitig Diagnose und Therapie. Wenn der Zusammenhang vorhanden ist wie vermutet, dann sind alle Symptome schlagartig, bezw. direkt am Ende der Sitzung, vollständig verschwunden. Ich habe dies sehr oft beobachten können und dabei immer wieder äusserst verblüffte Reaktionen der Patienten erlebt.

So, nun hoffe ich dass Ihr Problem vielleicht damit zu einer Lösung kommt.

mit freundlichem Gruss, ChristXXXXX XXXXX
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falls diese Info hilfreich war, danke XXXXX XXXXX für die Honorierung mti "Akzeptieren"




Verändert von ChristXXXXX XXXXX am 11.09.2010 um 09:04 Uhr EST

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