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Christian Lee
Christian Lee, Dr. Med.
Kategorie: Innere und Allgemeinmedizin
Zufriedene Kunden: 375
Erfahrung:  Facharzt für Allgemeinmedizin FMH und Spezialist für mikrobiologische Diagnostik (Infektionen) FAMH
32376790
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Christian Lee ist jetzt online.

sehr geehrte damen und herren, meine frage stelle ich wegen

Kundenfrage

sehr geehrte damen und herren,

meine frage stelle ich wegen des verdachtes auf lupus erythematodes

meine mutter hat diese krankheit und bei mir zeigen sich nun zunehmend starke hautreaktionen inform von rötungen und quaddeln, die schubweise auftreten und dies mittlerweile am ganzen körper. zudem schwellen zeitweise meine hände stark an und schmerzen stark, ebenso verhält es sich mit den fußsohlen.

Mittlerweile bin ich am verzweifeln, da mir bisher kein arzt helfen konnte....

für eine antwort wäre ich sehr dankbar

tm
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Innere und Allgemeinmedizin
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Erneut posten: Noch keine Antwort.
hallo, sie haben meine frage einfach geschlossen, ohne dass ich jedoch eine antwort erhalten habe!

von ihrer seite bekam ich nicht einmal irgendein feedback.....????

bin etwas verwirrt - zudem sind mir die 15 euro vom konto abegzogen worden.

ich bitte um antwort

tm
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Erneut posten: Noch keine Antwort.
sehr geehrte damen und herren,

leider habe ich von ihnen immer noch keine antwort erhalten und meine anfrage wurde ohne kommentar geschlossen. ich bitte sie weiterhin um ihre hilfe und um eine antwort zu meiner frage.

viele grüße
tm
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Erneut posten: Ich benötige immer noch Hilfe.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Erneut posten: Noch keine Antwort.
sehr geehrte damen und herren,

bitte helfen sie mir doch weiter....

liegt es an den 15 euro, dass der fall immer wieder geschlossen wird ohne dass ich eine info erhalte. sollte dies der fall sein, zahle ich auch mehr.

aber bitte helfen sie mir doch!

herzlichen dank
tm
Experte:  Christian Lee hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend!
Es tut mir sehr leid dass wir Sie so lange warten liessen. Der Grund dürfte die enorme Komplexität der erwähnten Möglichkeit (Lupus) bzw. Ihrer Hautsymptome sein, vor der übrigens nicht selten auch "die besten" Dermatologen kapitulieren müssen. Es ist also weniger das Honorar obschon vielleicht, ehrlich gesagt, ein Stundenansatz von $ 9.- nicht gerade berauschend ist. Solche Probleme können uns gelegentlich eine volle Stunde beschäftigen (was auch hier der Fall war), mit div. Online-Literaturrecherchen, Abklopfen der gesamten Differenzialdiagnose und schliesslich alles noch als Konzentrat in lesbare Form bringen... Das alles fordert sehr viel Energie.

Nun aber zu Ihrem Problem.
Ich verstehe Ihre Ängste & Verzweiflung sehr gut, insbesondere weil solche Hautsymptome unwillkürlich auch an die Diagnose Ihrer Mutter denken lassen.

Wurden denn von den bisher involvierten Ärzten schon umfassende Abklärungen gemacht?

Das klassische Schmetterlingsexanthem kennen Sie sicher von Ihrer Mutter her und dürfte bei Ihnen wohl kaum vorhanden sein. Jedoch kann der Lupus eine ausserordentliche Vielfalt an Hautsymptomen verursaXXXXX, XXXXXhalb diese u.U. nur schwierig oder gar nicht zum bekannten Bild passen.

Deshalb sollte bei diesem Verdacht eine Hautbiopsie einer verdächtigen Effloreszenz gemacht und immunhistochemisch (Fluoreszenzmikroskopie) nach Komplement- oder Immunglobulinablagerungen am 'dermal-epidermalen junction' (Übergang vom Unterhautgewebe in die Epidermis) gefahndet werden. Falls sich dort eine leuchtende Schicht zeigt (lupus-band-test), wäre dies passend für LE. Auch sonst weist die Biopsie oft histologische Befunde auf die auf einen LE hinweisen könnten, die aber u.U. noch weniger spezifisch sind.

Allerdings kann auch der lupus-band-test falsch-positiv ausfallen, z.B. bei Sonnenbrand und andern Krankheiten. Deshalb ein positiver Test nicht beweisend für diese Krankheit. Andererseits lässt ein negatives Resultat des 'lupus-band-test' einen LE mit ca. 98% Wahrscheinlichkeit ausschliessen.

Nebst Familien(krankheits-)geschichte, persönlicher Vorgeschichte, Beschwerdebild und -Verlauf kommt der Labordiagnostik eine grosse Bedeutung zu. Wichtig ist auch zu wissen dass noch lange nicht alle Laboratorien die selbe Qualität an Diagnostik in diesem Bereich anbieten. So ist ohne weiteres denkbar dass wichtige Befunde infolge ungünstiger Methodenwahl, nicht erhoben werden. Jedenfalls ist bei Ihnen eine ganze Batterie von Laboruntersuchungen notwendig, bis hin zu Immunglobulin- und Komplementaktivierungsstudien und insbesondere auch Autoantikörperuntersuchungen. Dabei sollte man sich nicht mit 'billigen' ELISA's begnügen sondern nach antinukleären Antikörpern auch mittels indirekter Immunfluoreszenzmethode fahnden (braucht viel Erfahrung und know-how der Laborantin!). Sehr wichtig ist (u.a.) die Suche nach Doppelstrang-DNA-Antikörpern und antiphospholipid-Antikörpern und vielem anderem mehr. Dass dazu auch eine intensive körperliche Untersuchung gemacht werden muss ist selbstverständlich (das A und O einer guten Diagnostik). Keinesfalls vergessen werden sollte übrigens ein Lues-Test, obschon wohl sehr unwahrscheinlich aber eine Katastrophe wenn eine solche Infektion übersehen würde!

Es würde hier keinen Sinn machen ein ganzes Kapitel eines Lehrbuches abzuschreiben denn der Umfang der notwendigen Untersuchungen ist wirklich sehr gross! Jedoch denke ich dass unbedingt soviel Klarheit wie möglich für Ihr gesundheitliches Problem geschaffen werden muss, und da führt kein Weg um diesen Aufwand herum.

Ähnlich wie im Fall der rheumatoiden Arthritis (RA, im deutschen Sprachraum auch als chronische Polyarthritis, cP, bezeichnet) gelingt kann wie erwähnt die Diagnose ausserordentlich schwierig und auch unscharf sein. Die amerikanische Gesellschaft für Rheumatologie hat wie für die RA auch für den LE einen Kriterienkatolog erstellt (http://www.uptodate.com/online/content/image.do?imageKey=RHEUM%2F26480) der klar macht wie kompliziert und auch unsicher die Diagnosestellung sein kann. Es werden 18 Kriterien verwendet von denen eine Art Score gebildet wird auf diesem basierend schliesslich die Diagnose gestellt oder verworfen wird (etwas vereinfacht formuliert).

Liebe Ratsuchende, ich möchte Ihnen keine Angst machen, die haben Sie ja ohnehin schon zur Genüge, sondern Sie ermutigen eine umfassende Abklärung einzufordern. Es ist nämlich durchaus möglich dass am Schluss eine LE-Diagnose verworfen oder zumindest als unwahrscheinich beurteilt werden kann. Jedenfalls ist es immer gut zu wissen womit man es zu tun hat, um wirklich alle therapeutischen Möglichkeiten die sich anbieten würden nutzen zu können.

Ich wünsche Ihnen von Herzen alles Gute und grüsse Sie freundlich, ChristXXXXX XXXXX
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Verändert von ChristXXXXX XXXXX am 26.08.2010 um 22:25 Uhr EST
Christian Lee und weitere Experten für Innere und Allgemeinmedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Dr. Lee,

herzlichen Dank für Ihre ausführliche Antwort!

Zumindest habe ich nun einerseits Ansatzpunkte, die ich bei einem Arztbesuch ansprechen kann - andererseits ist die Vielfältigkeit der möglichen Auslöser bzw. Krankheiten ja enorm, und damit sehr beängstigend.

Zu Ihrer Information, bei meiner Mutter lag beispielsweise absolut kein klassisches Schmetterlingsexanthem vor! Die Erkrankung wurde bei ihr erst sehr spät diagnostiziert und entsprechend behandelt. Da hatte sie sich bereits zu einem SLE entwickelt...

Viele Grüße
tm
Experte:  Christian Lee hat geantwortet vor 6 Jahren.
Danke für das feedback,
Das ist ja gerade das Problem bei solchen Krankheiten, insbesodere eben bei den Kollagenosen oder genauso dem übrigen rheumatischen Formenkreis:
Es gibt "Schulbuchsymptome" die (meist) sofort auf einen Verdacht hinweisen. Aber fast nie sind diese Sympome absolut obligat und wenn sie mal fehlen, dann kann u.U. lange am falschen Ort gesucht werden.


Ich bin zwar nicht Experte für Kollagenosen, denke aber dass heute ein Repertoire an therapeutischen Möglichkeiten zur Verfügung steht das ständig wächst, wobei vieles noch im Stadium der klinischen Erprobung ist.

Vielleicht geht es ja (hoffentlich) bei Ihnen ja ohnehin gar nicht in diese Richtung. Bisher bleibt es eine Vermutung die gesichert oder ausgeschlossen werden müsste.

Ich wünsche Ihnen alles Gute, ChristXXXXX XXXXX

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