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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 3665
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Hallo, ich bin mir uneinig mit dem FitnessFirst Platinum

Beantwortete Frage:

Hallo,
ich bin mir uneinig mit dem FitnessFirst Platinum Club in München/Haidhausen. (Homevertrag)
Zum 30.07. habe ich an der (ehemaligen) Tür des Fitness First Woman in München/Giesing erfahren, dass es den Besitzer gewechselt hat.
Diese Trainingsstätte liegt in unmittelbarer Nähe zu meiner privaten Wohnung.
Als Platinum Mitglied mit einer Home-Mitgliedschaft in München-Haidhausen / Einsteinstraße habe ich davon weder per Mail noch per Post erfahren.
Das hat mich nicht gerade freudig gestimmt. (getrübtes Vertrauensverhältnis)
Ich bin im FitnessFirst Platinum Club in München/Haidhausen Platinum Mitglied aus folgendem zwei Gründen geworden:
- In München/Haidhausen kann ich schwimmen gehen
- In München/Giesing nehme ich am Sonntag aufgrund der Nähe zur privaten Wohnstätte am Yoga teil
Anfangs bin ich auch noch am Freitag zum Yoga in die Trainingsstätte München/Giesing gegangen. Doch aufgrund einer nur geringen Kurs-Zeitverschiebung (von 19:00 auf 18:45) konnte ich den Freitagskurs aus beruflichen Gründen nicht mehr mitmachen. Das hätte ich zeitlich nicht mehr rechtzeitig geschafft. Ein erster Einschnitt und eine weitere kleinere Enttäuschung.
Seit August fallen jedoch gleich 50% meiner sportlichen Betätigung weg. Denn leider gibt es das Fitness First Woman in München Giesing seit dem 01.08.2017 nicht mehr.
Und diesen Umstand möchte ich aufgrund der geänderten Trainings-Bedingungen zu einem monatlichen Beitrag von 69,99 Euro nicht mehr akzeptieren.
Ich habe beim FitnessFirst Service-Center um eine einvernehmliche Lösung gebeten oder um eine außerordentliche Kündigung mit Fristsetzung zu Ende September (8 Wochen Frist / August-September) Mir wurde jedoch gleich die ordentliche Kündigung zu Juni 2018 überreicht, der ich sofort widersprochen habe. Eine andere für mich akzeptable Lösung wurde ferner nicht angeboten.
Meiner außerordentlichen Kündigung wurde per Mail mit folgender Begründung und einer für mich inakzeptablen Lösung widersprochen: "Sie haben mit unserem Haus eine Mitgliedschaft für die "Region Süd" abgeschlossen, mit der Sie bei uns uneingeschränkt trainieren können. Diese Mitgliedschaft beinhaltet keine Bestandsgarantie für einzelne Fitnessclubs. Unser Haus stellt Ihnen nach wie vor alle Platinum Clubs unserer Region für Ihr Training zur Verfügung und erbringt demnach seine vertraglichen Leistungen. Somit gibt es kein Sonderkündigungsrecht"
Ich habe zweimal mit folgenden Worten via Email nachgefragt:
"Bitte senden Sie mir die gesamten AGBs oder den Teil der AGBs zu, der besagt, das:
eine Sonderkündigung wegen Schließung einer Filliale in der Stadt in der man einen Platinum Vertrag abgeschlossen hat, unwirksam ist"
Ab Oktober könnte eine erste in meinen Augen unwirksame Forderung in Höhe von 69,99 Euro auf mich zukommen. Hierbei handelt es sich um den monatlichen Mitglieds-Beitrag, der sicherlich weiterhin via Einzugsermächtigung von Seiten des Unternehmens vorgenommen wird.
Die Forderung den Mitgliedsbeitrag ab Oktober einzustellen, habe ich via Mail vorsorglich vorgenommen.
Ich bitte um Überprüfung und Einschätzung meines Anliegens. Wie hoch wären die Rechtsanwaltskosten bei Übernahme für diesen Fall?
Gepostet: vor 18 Tagen.
Kategorie: Allgemein
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 18 Tagen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Wenn ich es richtig verstehe, haben Sie mit FitnessFirst Service-Center einen Vertrag, wonach Sie dessen Trainigsstätten nutzen dürfen. Und Ihnen geht es darum, dass eine Trainingsstätte, die in Ihre Nähe liegt,geschlossen wurde.

Ob der Wegfall dieser Trainigsstätte eine Kündigung rechtfertigt, ist leider nicht eindeutig zu beantworten. Denn vertraglich haben Sie keinen Anspruch darauf, dass Ihnen genaue diese Trainigsstätte zur Verfügung steht. Es gibt keine vertragliche Zusicherung hierzu. Ihr Vertrag sichert Ihnen nur zu, dass Sie die zur Verfügung stehenden Trainingsstätten nutzen dürfen. Insoweit ist der Einwand der Gegenseite, es gebe keinen Bestandsschutz, ein nachvollziehbares Argument.

Sie könnten damit argumentieren, dass gerade die Trainigsstätte in Ihrer Nähe der Grund für den Abschluss des Vertrages gewesen ist, sodass durch den Wegfall dieser Trainingsmöglichkeit die Geschäftsgrundlage weggefallen ist, mit der Folge, dass eine vorzeitige Kündigung gerechtfertigt ist.

Ob in einem etwaigen Rechtsstreit ein Richter dieser Argumentation folgen wird, kann ich schwer beurteilen. Eine Rechtsprechung zu dieser Frage, konnte ich nicht recherchieren. Es ist meines Erachtens aber ein beachtliches Argument, dass es Ihnen genau darauf ankommt, die Trainigsstätte in der Nähe zu haben.

Die Kosten eines Rechtsstreits hängen davon ab, wie hoch der Streitwert einer Klage wäre. Wenn Sie nicht zahlen, dann müsste Sie das FitnessFirst Service-Center auf Zahlung der rückständigen Mitgliedsbeiträge verklagen. Ausgehend von einem Jahresbeitrag (12x69,90=838,80 EUR) ergibt sich für Sie bei einer etwaigen Klage erstinstanzlich ein Prozesskostenrisiko von insgesamt 682,60 ER (=eigene Anwaltskosten, gegnerische Anwaltskosten, Gerichtskosten). Falls Sie obsiegen, hat die Gegenseite die Kosten zu tragen, also auch Ihre Anwaltskosten.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 18 Tagen.

Wie kann ich noch helfen, besteht weiterer Klärungsbedarf?

Gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung.

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Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Vielen Dank. Ja, sie haben Recht. Die Trainigsstätte in meiner Nähe war mit ein Grund für den Abschluss des Vertrages.
Ich habe jetzt jedoch gerade festgestellt, dass FitnessFirst, wo ich den Homevertrag abgeschlossen habe selbst auch einen Yoga Kurs anbietet, wo ich Zeit hätte hinzugehen. Somit würde sich ein Ersatzkurs für den Wegfall des Kurses in der Trainingsstätte bei mir in der Nähe der Wohnung herauskristalisieren. Ich weiß jedoch auch, dass der Kursraum groß ist, schlechte Luft vorhanden ist (ich habe Asthma) und wahrscheinlich viele Leute den Kurs besuchen werden. Ich werde diesen Kurs probeweise besuchen. Sollte ich mich körperlich beim Training wohl fühlen, werde ich meine außerordentliche Kündigung zurückziehen. Die Berechtigung zur Einzugsermächtigung wird dann auch wieder stattgegeben. Die ordentliche Kündigung würde ich aufgrund der gerade stattgefundenen Geschehnisse dennoch beibehalten. Ich suche wenigstens nach einer Lösung, was ich eigentlich vom FitnessFirst erwartet hätte. Andererseits wäre ich das Risiko bis vors Gericht zu ziehen auch eingegangen. Diese Seite hatte mir Mut gemacht. Leider hat Herr Hollweck keine Kapazitäten frei um mich zu vertreten. https://www.kanzlei-hollweck.de/ratgeber/der-vertrag-mit-dem-fitnessstudio/
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 18 Tagen.

Danke für Ihre Rückmeldung.

Dann versuchen Sie, ob Sie mit dem alternativen Kurs leben können.

Ein Rechtsstreit zu vermeiden, ist durchaus ratsam. Er birgt immer Risiken und ist mit Unannehmlichkeiten verbunden.

Und wenn Sie nicht zufrieden sind, dann suchen Sie sich vor Ort einen Rechtsanwalt, falls die Gegenseite Sie verklagen sollte.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 18 Tagen.

Wie kann ich noch helfen, besteht weiterer Klärungsbedarf?

Gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung.

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