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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 26434
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, folgende Thematik: Ich habe diesen Jahres eine

Beantwortete Frage:

Hallo,
folgende Thematik:
Ich habe im April diesen Jahres eine Eigentumswohnung erworben.
Bei der Wohnkng handelt es sich um eine Maisonettewohnung.
Das heißt über eine Treppe kann ich in den Dachgeschoss wo sich das Schlafzimmer befindet.
Die Wohnung befindet sich in einer schwarwaldsiedlung.
Es handelt sich um Fachwerkhäuser die 1930 gebaut worden sind.
Bei der Sanierung ist mir ein Holzwurmbefall aufgefallen an mehreren freiliegenden Konstruktionshölzern.
Daraufhin habe ich einen Gutachter kommen lassen.
Ergebnis: inaktiver Holzwurmbefall.
Nun zu meiner eigentlichen Frage:
Wenn ich die Wohnung verkaufe, muss ich dies dem Käufer mitteilen? Wenn er mich nicht darauf anspricht.
Die Hölzer liegen noch immer frei und man kann sie bei einer Besichtigung sehen.
Der Makler bzw. die Verkäuferin der Wohnung haben mir davon auch nichts erzählt.
Wie verhält sich das?
Gerne kann ich Ihnen auch noch bilde zusenden.
Mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 9 Monaten.
Kategorie: Allgemein
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 9 Monaten.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie müssen jedem Käufer alle Mängel der Wohnung von denen Sie Kenntnis haben mitteilen. Wenn nun ein inaktiver Befall vorliegt, dann müssen Sie als erstes mit Ihrem Gutachter klären, ob dies einen Mangel darstellt. Das wäre dann der Fall, wenn der Befall wieder aktiv werden könnte oder durch den Befall die Stabilität der Balken leiden könnte.

Liegt ein Mangel vor und Sie verschweigen den Mangel dem Käufer so kann er Sie dann (trotz des Gewährleistungsausschlusses im Kaufvertrag) auf Schadensersatz wegen arglistiger Täuschung nach § 823 I BGB in Anspruch nehmen oder den Kaufvertrag anfechten und Schadensersatz verlangen.

Selbiges gilt im Übrigen für Ihren Verkäufer.

Eine Haftung Ihrerseits scheidet allerdings dann aus, wenn der Käufer vor dem Kauf von dem Mangel gewusst hat (etwa weil der den Befall selbst gesehen hat) in einem solchen Fall kann er dann keine Rechte mehr gegen Sie geltend machen.

Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Sehr geehrter Herr Schiessl,
vielen Dank ***** ***** schnelle Antwort.
Hätte mich der Verkäufer darüber unterrichten müssen?
Lag da schon eine arglistige Täuschung vor?
Ich hab es erst gesehen als ich dann in der Wohnung war nicht schon bei der Besichtigung.
Ich hab darüber schon mal im Netz gelesen, dass wenn es sich um einen
sichtbaren Fall handelt man mehr oder weniger selbst schuld ist.
Beste Grüße
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 9 Monaten.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn der Verkäufer von einem Mangel Kenntnis hat dann muss er den Käufer ungefragt davon unterrichten. Unterlässt er dies, so macht er sich Schadensersatzpflichtig.

Wenn der Mangel allerdings vom Käufer erkannt wurde, dann (insoweit haben Sie richtig gelesen) besteht kein Schadensersatzanspruch mehr gegen den Verkäufer, da dann ja der Käufer in Kenntnis des Mangels gekauft hat.

Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 9 Monaten.

Konnte ich Ihre Frage beantworten?

Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Das würde ja bedeuten, wenn die Balken frei einsehbar sind für den Käufer, dann müsste ich nichts sagen sondern erst dann wenn er mich darauf anspricht oder?
So war es bei mir ja auch. Hab es auch erst Tage nach der Übergabe gesehen. Aber letztendlich habe ich ja eine Gutachten in dem steht, das es sich um einen altbefall handelt und keine Maßnahmen ergriffen werden müssen.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 9 Monaten.

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn für jeden erkennbar ist, dass ein Schädlingsbefall vorliegt, dann müssen Sie nichts sagen, wenn der Käufer die Balken tatsächlich besichtigt.

Ansonsten sollten Sie aus Sicherheitsgründen darauf hinweisen.

Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 9 Monaten.

konnte ich Ihre Frage beantworten?

RASchiessl und 37 weitere Experten für Allgemein sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.

Guten Morgen Herr Schiessl,

vielen Dank. Sie konnten mir sehr gut weiterhelfen.

Was ich mir noch überlegt habe ist, inwieweit ich dafür verantwortlich bin, da es sich um eine Eigentumswohnung handelt und es ja die Außenfassade betrifft. Diese gehört doch zur Eigentümergemeinschaft. Oder? Des weiteren handelt es sich um ein Denkmalgeschützes Objekt. Das bedeutet im diesem Falle das an dem Gebäude die Außenfassaden erhalten bleiben müssen bzw. nichts verändert werden darf.

Viele Grüße und vielen Dank nochmal.

Mit freundlichen Grüßen

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