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Kristian Hüttemann
Kristian Hüttemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 22336
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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Kristian Hüttemann ist jetzt online.

Guten Tag, folgendes Problem, wir sind des Jahres in eine

Beantwortete Frage:

Guten Tag,
folgendes Problem, wir sind im Juli des Jahres in eine Wohnung gezogen, haben wie geplant den Stromzähler angemeldet.
Zu späterem Zeitpunkt haben wir auch den Nachtstromzähler angemeldet. Als der Vermieter und die Nachtspeichöfen erklären wollte, da die Temperaturen jetzt nach Heizung schreien und es nicht warm wurde, wunderten wir uns. Nach genauem untersuchen stellten wir fest, daß der Nachtstromzähler durch den Vormieter gesperrt wurde. Das geschah schon im letzten Jahr November. Die Speicheröfen lassen sich jedoch nur über diesen Zähler Nachts beheizen. Nach ewigem hin und her mit dem Versorger, sollte der Zähler nun entsperrt werden. Welches bis heute noch nicht geschah!
Nun ist meine Fragen, ist dieser gesperrter Zähler Mietsache, denn eigentlich ist die Wohnung ja nicht bewohnbar. Dieses war auch bei übergabe schon so! Können wir die Wohnung jetzt kündigen?
Besteht da eine Möglichkeit? Oder kann man nur um Mietminderrung bitten?
Vielen Dank!
C.Dobbertin
Gepostet: vor 11 Monaten.
Kategorie: Allgemein
Experte:  Kristian Hüttemann hat geantwortet vor 11 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

um Missverständnisse auszuschließen, muss ich zunächst nachfragen: Aus welchem Grund ist der Zähler von dem Vormieter denn gesperrt worden? Wer hat den Vertrag mit dem Versorger geschlossen - Sie als Mieter oder der Vermieter? Weshalb ist die (angekündigte) Entsperrung durch den Versorger bisher nicht erfolgt?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Guten Tag,laut dem Versorger hat der Vormieter, wohl die Rechnung nicht bezahlt! Auch der Vermieter erzählte uns, das er die letzten 3 Mieten nicht gezahlt hat.
Angeblich wusste der Vermieter auch nicht, das der Zähler gesperrt worden ist.
Den Vertrag mit dem Versorger haben wir abgeschlossen!
Dazu kann ich leider keine Auskunft geben, es sollte jemand kommen und die Plomben entfernen, doch das geschah bis jetzt nicht.
Experte:  Kristian Hüttemann hat geantwortet vor 11 Monaten.

Vielen Dank für Ihre ergänzenden Mitteilungen!

Sofern Sie den Vertrag mit dem Versorger geschlossen haben - und nicht der Vermieter -, hat der Vermieter für den Ausfall der Heizung leider rechtlich auch nicht einzustehen. Grundsätzlich trifft einen Vermieter zwar die Instandhaltungs- und Instandsetzungspflicht hinsichtlich der Mietsache (§ 535 Absatz 1 Satz 2 BGB), dies gilt allerdings dann nicht, wenn - wie hier - der Mieter selbst einen Versorgervertrag geschlossen hat.

Allerdings hätte der Vermieter Sie bei Vertragsschluss ausdrücklich auf diesen Umstand hinweisen müssen. Es handelte sich insoweit um einen vertragswesentlichen Umstand, bei dessen Kenntnis Sie entweder von dem Mietvertrag Abstand genommen oder aber auf eine umgehende Problembehebung bestanden hätten.

Da der Vermieter anlässlich des Vertragsschlusses seine diesbezügliche Aufklärungspflicht verletzt hat, können Sie den Mietvertrag nunmehr wegen arglistiger Täuschung gemäß § 123 BGB erfolgreich anfechten.

Mit erfolgter Anfechtung sind Sie an den Mietvertrag rechtlich nicht mehr gebunden!

Die Anfechtung sollten Sie schriftlich und nachweisbar (Einschreiben) und unter ausdrücklicher Berufung auf die vorstehend erläuterte Rechtslage vornehmen.

Geben Sie bitte abschließend Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Aha, vielen Dank!
Anders formuliert könnte man auch sagen, da der Vermieter bei Übergabe ja die Zählerstände notiert hat und auch die Verplombung zu sehen ist, hätte er uns auch darauf hinweisen können bzw müssen, das der Zähler gesperrt ist bzw hätte er sich bei Neuvermietung nicht selbst darum kümmern müssen, dass der Zähler für den neuen Mieter entsperrt wird?Mit freundlichen Grüßen
Candy Dobbertin
Experte:  Kristian Hüttemann hat geantwortet vor 11 Monaten.

Richtig: Der Vermieter wird sich hier nicht auf angebliche Unkenntnis herausreden können, denn er MUSS anlässlich der Übergabe die Verplombung bemerkt haben. Hierüber hätte er Sie aufklären müssen - die Unterlassung dieser Aufklärung begründet den Vorwurf einer arglistigen Täuschung mit der Folge, dass Sie den Vertrag erfolgreich anferchten können.

Geben Sie bitte abschließend Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  Kristian Hüttemann hat geantwortet vor 11 Monaten.

Haben Sie denn nun noch Nachfragen? Gerne können Sie nachfragen ("Dem Experten antworten")!

Geben Sie bitte andernfalls Ihre positive Bewertung für die in Anspruch genommene anwaltliche Beratung ab. Ihre Frage ist ausführlich mit einem für Sie günstigen Ergebnis beantwortet worden!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Wie verhält man sich denn, wenn er behauptet, nichts von der Sperrung gewusst zu haben?
In meinen Augen kann man diese Plomben eigentlich nicht übersehen!
Experte:  Kristian Hüttemann hat geantwortet vor 11 Monaten.

Das hochgeladene Foto zeigt überdeutlich die Verplombung. Hier spricht schon der Beweis des ersten Anscheins dafür, dass der Vermieter von diesem Unstand Kenntnis gehabt haben muss, und zwar spätestens anlässlich der Übergabe und Ablesung der Zählerstände!

Geben Sie dann bitte abschließend Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Prima, vielen Dank! Wir haben zwar auch eine Sperrbandrole gefunden, aber wer dieses entfernt hat wissen wir leider nicht.
Also könnten wir uns jetzt nach einer neuen Wohnung umsehen und dieses dann aus den besagten Gründen kündigen?
Entschuldig, wenn ich immer doppelt frage, aber das ist ja eine Sache, wo man sich absolut sicher sein muss!
Experte:  Kristian Hüttemann hat geantwortet vor 11 Monaten.

Nein, Sie können nicht kündigen, sondern den Vertrag anfechten! Das rechtliche Ergebnis ist aber dasselbe, denn mit der Anfechtung wird der Vertrag hinfällig und gegenstandslos. Sie können sich also nach einer anderen Wohnung umsehen.

Geben Sie dann bitte abschließend Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Gut, das habe ich jetzt verstanden!
Kann man den Vermieter jetzt auch noch zusätzlich begangen, denn ohne Heizung bei diesen Temperaturen ist ja schon eine Zumutung! Denn durch die Sperrung verzögert sich das ja immer mehr!
Experte:  Kristian Hüttemann hat geantwortet vor 11 Monaten.

Gern antworte ich Ihnen weiter.

Ich darf Sie aber bitten, zunächst eine positive Bewertung abzugeben, damit meine bisher erbrachte umfassende Rechtsberatung auch vergütet wird. Ich werde sodann umgehend auf Ihre Nachfrage eingehen, und Sie können anschließend beliebig oft und kostenfrei nachfragen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kristian Hüttemann und 38 weitere Experten für Allgemein sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Kristian Hüttemann hat geantwortet vor 11 Monaten.

Vielen Dank!

Zu Ihrer Nachfrage:

Normalerweise kann ein Mieter bei Heizungsausfall in der kalten Jahreszeit eine Mietminderung vonbis zu 100% vornehmen. Das Problem in Ihrem Fall ist aber - wie eingangs schon dargestellt - , dass SIE den Vertrag mit dem Versorger geschlossen haben, ebenso wie der Vormieter. Der Vermieter war und ist daher hier nicht in der Rechtspflicht, weil er es auch gar nicht könnte, denn er ist nicht Vertragspartner des Versorgers.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Gut, vielen Dank!
Dann bedanke ***** ***** erstmal und melde mich falls noch Fragen aufkommen!Mit freundlichen Grüßen
Candy Dobbertin
Experte:  Kristian Hüttemann hat geantwortet vor 11 Monaten.

Gern!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Guten Morgen Herr Hüttemann,nach dem ich gestern noch mit meinem Mann über das Ergebnis von Ihnen sprach, entstanden doch noch Fragen, diesmal zum Ablauf.Fechtet man nun zu erst den Mietvertrag an und sucht sich dann etwas neues, oder sucht man sich erst was neues und fechtet ihn dann an? Denn wir haben die Sorge, dass uns der Vermieter vielleicht von jetzt auf nichts auf die Straße setzt.Mit freundlichen Grüßen
Candy Dobbertin
Experte:  Kristian Hüttemann hat geantwortet vor 11 Monaten.

Guten Morgen!

Sie können den Vertrag anfechten und sich zugleich auch schon nach einer anderern Wohnung umsehen. Der Vermieter kann Sie nicht einfach auf die Straße setzen. Ihnen muss eine Frist gewährt werden, innerhalb derer Sie den Aus- und Umzug organisieren können.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Vielen Dank!Ihnen einen schönen Tag!Mit freundlichen Grüßen
Candy Dobbertin
Experte:  Kristian Hüttemann hat geantwortet vor 11 Monaten.

Gern!

Auch Ihnen wünsche ich einen angenehmen Tag!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Sehr geehrter Herr Hüttemann,nun bräuchten wir nochmals Ihre Hilfe. Vor genau einer Woche hat der Versorger den gesperrten Stromanschluss entsperrt. Nach Rücksprache mit dem Techniker, wurde mir gesagt, dass die Plomben nicht entfernt werden, da diese nichts mit der Sperrung zu tun haben, denn es wurde lediglich nur die Haupsicherung für den Stromzähler eingeschaltet. Der Techniker meinte aber, daß darunter ein Sperrsiegel gelebt haben müsste. Welches wir ja zerknüllt in Sicherungskasten fanden. Wer dieses entfernte, ist uns unbekannt. Wir gehen aber nun wiederum davon aus, das der Vermieter wirklich nichts von der Sperrung wusste! Haben wir da jetzt überhaupt eine Chance den Mietvertrag an zu fechten?
Wobei ich auch sagen muss, das die Kosten enorm hoch sind, als wir damals fragten, wie hoch die Warmmiete etwa wäre, bekamen wir die Antwort, 850 Euro.
Nun beheizen wir eine Etage mit Strom, da haben wir kosten von 180 Euro im Monat und die andere Etage beheizen wir über Kaminofen für ca 120 Euro im Monat! Somit liegt die Warmiete bei gut 1000 Euro!Mit freundlichen Grüßen
Candy Dobbertin
Experte:  Kristian Hüttemann hat geantwortet vor 10 Monaten.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Wenn der Vermieter tatsächlich nichts von der Sperrung wusste, dann können Sie auch keine Anfechtung des Vertrages erklären, denn dann fehlt es an einer Täuschung.

Sollte der Vermieter Ihnen aber verschwiegen haben, dass die Miete tatsächlich 1.000 und nicht 850 Euro beträgt, so würde Sie dieser Umstand wiederum zur Anfechtung des Vertrages berechtigen. Hierbei ist aber zu beachten, dass Sie innerhalb eines Jahres ab Kenntnis von dem Verschweigen die Anfechtung erklären müssen (§ 124 BGB).

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Vielen Dank! Das heißt wir müssen alle Kosten dieser wir jetzt mehr tragen müssen, schwarz auf weiß auflisten, um beweisen zu können, dass wir das tatsächlich gezahlt haben?Denn ich möchte gern ehrlich sein, denn die Beheizung hier ist wirklich nicht das wahre, es ist nie richtig warm, meine Kinder sind immer häufiger krank und wir möchten wirklich nur zu gerne hier ausziehen!
Damals bei Besichtigung sagte er auch auch, das er gerne Mieter möchte, die mindestens 2 Jahre hier wohnen. Da wir aber noch nichts von den Umständen ahnten, haben wir auch für 2 Jahre unterschrieben! Er selbst sagte auch, das ein Mietvertrag immer nur ein Jahr gilt.
Daher hat er handschriftlich auf den Mietvertrag geschrieben, dass sich Vermieter und Mieter mit einer Mietdauer von 24 Monaten einverstanden erklären!
Experte:  Kristian Hüttemann hat geantwortet vor 10 Monaten.

Hat er denn einen Grund für die Befristung in die Vereinbarung aufgenommen?

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Nein, aber wir haben auch mitbekommen, das die Wohnung sehr lange leer stand und nur schwer zu vermieten war!
Ich vermute, dass es wegen der Beheizung mit Strom ist!
Experte:  Kristian Hüttemann hat geantwortet vor 10 Monaten.

Dann ist der Zeitmietvertrag unwirksam, denn nach § 575 BGB muss zwingend bei Abschluss eines Zeitmietvertrages einer der dort genannten Gründe für die Befristung angegeben werden:

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__575.html

Sie können daher ordentlich kündigen!

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Vielen Dank ***** *****üttemann!
Ihnen noch einen schönen Tag!Mit freundlichen Grüßen
Candy Dobbertin
Experte:  Kristian Hüttemann hat geantwortet vor 10 Monaten.

Gern geschehen! Auch Ihnen einen schönen Tag!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Guten Tag Herr Hüttemann,nach nochmaliger Klärung mit meinem Mann, der zeitlich die Besichtigung der Wohnung alleine vornahm, ist mir nun ein genaues Detail über den Vermietungszeitraum bekannt.
Der Vermieter wollte die Wohnung über 2 Jahre an uns vermieten, da es sich für ihn sonst nicht rentiert. Nun sind wir uns wieder einmal unsicher, ob er damit wieder im Recht ist, den Mietzeitraum über 2 Jahre zu machen, oder ob wir nach Ablauf des ersten Jahres ordentlich kündigen können?Mit freundlichen Grüßen
Candy Dobbertin
Experte:  Kristian Hüttemann hat geantwortet vor 10 Monaten.

Gerne stehe ich Ihnen im Rahmen des hiesigen Premium Service ("Mehr Zeit für Nachfragen") auch weiterhin für Nachfragen zur Verfügung.

Ich unterbreite Ihnen ein entsprechendes Angebot - einen Moment bitte.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt