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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 26202
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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RASchiessl ist jetzt online.

Unsere Vermieterin beansprucht unseres Erachtens eine

Beantwortete Frage:

unsere Vermieterin beansprucht unseres Erachtens eine unberechtigte Nebenkostennachzahlung. Wir möchten ohne rechtlichen Beistand die Klage erwidern. Welche formellen Regeln müssen wir bei der Klageerwiderung beachten? Welche wesentlichen Inhalte muss die Klageerwiderung haben?
Gepostet: vor 10 Monaten.
Kategorie: Allgemein
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 10 Monaten.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie müssen zunächst formell die kostenpflichtige Klageabweisung beantragen.

Diesen Antrag müssen Sie begründen.

Das bedeutet, Sie müssen in der Klagebegründung auf die Punkte der Betriebskostenabrechnung eingehen, die Sie zu beanstanden haben.

Wenn es sich hier um tatsächliche Beanstandungen handelt (Beispiel: Ablesefehler) dann müssen Sie den Ablesewert bestreiten.

Wenn Sie gegen die Ansatzfähigkeit bestimmter Posten handelt, dann müssen Sie dem Gericht genau darlegen warum der Posten nicht ansetzbar sein soll.

Wichtig ist, dass Sie auf die Klagebegründung der Gegenseite Punkt für Punkt eingehen.

Am Ende des Schriftsatzes sollten Sie das Gericht bitten Ihnen erforderlichenfalls einen Hinweis zu geben, sollte Ihrerseits weiterer Tatsachen oder Rechtsvortrag erforderlich sein.

Vergessen Sie nicht die Klageerwiderung zu unterzeichnen.

Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.

Danke für Ihre Erläuterungen zu so später Stunde. Ich bin begeistert. Noch eine Nachfrage:

Die Gegenseite hat nur angeführt, dass die Abrechnung korrekt sei und ihr die Nachzahlung zusteht. Wir habe jedoch festgestellt, dass obwohl der Verbrauch gegenüber dem Vorjahr um 30% geringer ist, die Kostenforderung um 38% höher als die des Vorjahres ist. Wir zweifeln also die Ablesung nicht an, stellen aber fest, dass bei erheblich geringerem Verbrauch keine wesentlich höheren Kosten anfallen können. Unsere Klageerwiderung hat also Argumente die sich nicht gegen die Messwerte richten, sondern die gesamte Abrechnung anzweifelt, die nur damit eine Erklärung finden kann, dass etwas mir der ganzen Heizungsanlage nicht stimmen kann, da auch der Verbrauch das 2,7-fache des Durchschnittswertes im Verglich zum Heizkostenspiegel des Jahres aufweist. Da wir in der Klageerwiderung Sachargumente bringen, kann dann die Gegenseite nochmal erwidern und wir dann auch wieder erwidern?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 10 Monaten.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn Sie gegen die Kostenhöhe vorgehen wollen, dann müssen Sie die Gegenseite zwingen die Berechnungsgrundlage für die gestiegenen Kosten offen zu legen, damit dies durch das Gericht überprüft werden kann. Das Gericht benötigt hier einmal die bei Ihnen abgelesenen Werte und zum anderen die beim Vermieter entstanden Kosten (=Belege). Sie müssen also bestreiten dass die Kosten in der Höhe entstanden sind.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass die Heizugsanlage nicht in Ordnung ist, dann müssen Sie dies dem Gericht so vortragen und diese Behauptung unter Sachverständigenbeweis stellen. Sie sollten dann auch vortragen, dass die Kosten um 38% ohne erkennbaren Grund (Kostenrechnung, Verbrauch?) gestiegen sind.

Die Gegenseite kann auf Ihren Schriftsatz nochmals erwidern. Sollte der Gegner neuen Sachvortrag liefern, dann muss auch Ihnen die Gelegenheit gegeben werden auf den Schriftsatz der Gegenseite zu erwidern.

Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.

Danke für die Antwort doch hierzu noch eine letzte Frage:

Sie schreiben: "und diese Behauptung unter Sachverständigenbeweis stellen"

Heißt dass, das wir einen Sachverständigen beauftragen müssen oder nur, dass das Gericht dann entscheiden soll, ob ein Sachverständiger hinzugezogen werden muss?

Experte:  hat geantwortet vor 10 Monaten.

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne!

Der Sachverständige wird allein durch das Gericht ausgesucht und beauftragt. Das Gericht entscheidet auch darüber ob ein Sachverständigenbeweis erforderlich ist.

Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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