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Kristian Hüttemann
Kristian Hüttemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 22599
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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Kristian Hüttemann ist jetzt online.

Sehr geehrter Herr Huettemann, nun noch einige Fragen zu

Beantwortete Frage:

Sehr geehrter Herr Huettemann,

nun noch einige Fragen zu der Situation meines Sohnes:
Mein Sohn und seine Ex-Lebenspartnerin hatten bis letztes Jahr im August gemeinsam
in einem Haus gewohnt, das auf meinen Sohn geschrieben ist, in dem aber der Vater der
Ex-Freundin in einem kleinen Teil des Hauses ein eingetragenes Wohnrecht hat. Darf der Vater nun seiner Tochter damit erlauben das Haus zu betreten, wann immer diese es will?
(sie hat sich auch mehrmals mit Gewalt Zutritt verschafft). Der Wohnanteil ist an meinen
Sohn vermietet. Sie sagt sie hätte das Gewohnheitsrecht das Haus bis zu einem Jahr nach der Trennung zu betreten. Stimmt dies?
Auch das gemeinsame Geschäft auf dem Grundstück wurde vor 3 Jahren aufgelöst. Mein Sohn hat dann mit einer GmbH mit einem anderen Partner die Geschäftsfläche angemietet.
Für diese Immobilie ist er auch als Eigentümer im Grundbuchamt eingetragen.
Die Ex-Lebenspartnerin betritt auch diese Geschäftsfläche wann immer sie will und beharrt auch hier auf ihrem Gewohnheitsrecht, da sie bis vor kurzem noch, ohne
angestellt zu sein, im Büro mitgeholfen hat. Da sie sich, auch gegen seinen Wunsch,
immer noch am Geschäftskonto bedient, die Räumlichkeiten betritt, Rufschädigung bei den Angestellten betreibt, möchte er dies unterbinden. Wie ist die Rechtslage in diesem
Fall?
Das Kind mußte, trotz Einschaltung des Jugendamtes und deren Wissen um den sex.
Mißbrauch wieder zur Mutter,da das Kind im letzten Jahr fast ausschließlich bei der Mutter
genächtigt hat, was diese mit Gewalt, Terror und Rufschädigung erreichen konnte.
Damit das Kind nicht noch mehr Schaden nimmt, hat mein Sohn immer nachgegeben.
Jetzt macht sie auch hier das Gewohnheitsrecht geltend. Ist dies korrekt?
Sie hat gestern vor Gericht das 100% Sorgerecht beantragt. Welche Möglichkeiten gibt es dem entgegenzuwirken?
Für die Beantwortung der Fragen schon mal besten Dank
Mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Allgemein
Experte:  Kristian Hüttemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Sofern der Vater ein Wohnrecht inne hat, darf die Tochter den Vater in dessen Räumlichkeiten besuchen, denn das Wohnrecht verschafft an diesen Räumen auch das Hausrecht. Das gilt aber nur für die von dem Wohnrecht erfassten Räume, nicht für die übrigen Räume des Hauses.

Hinsichtlich der (bisherigen) gemeinschaftlichen Ehewohung gilt: Nach § 1361 b BGB wird vermutet, dass die Frau hier sechs Monate nach ihrem Auszug die Ehewohnung allein dem Mann zur Nutzung überlassen haben. Die Ansicht der Frau ist also unzutreffend - nach sechs Monaten erlischt das Betretens- und Nutzungsrecht. § 1361b BGB erlaubt es übrigens, die Ehewohnung während der Trennungsphase einem der Ehepartner zur alleinigen Benutzung zuzuweisen. Ein Ehepartner bleibt dann alleine dort wohnen. Der andere Ehepartner muss sich auf eigene Kosten eine neue Wohnung suchen.

Natürlich hat die Dame keinerlei Recht, die Geschäftsräume zu betreten, denn das angebliche Gewohnheitsrecht existiert nicht. Ihr Sohn kann daher jederzeit das Verlassen der Geschäftsräume von ihr verlangen. Hinsichtlich der Rufschädigung kann er gegen die Frau eine Unterlassungsklage erheben und gegen diese Strafantrag nach §§ 186, 187 StGB stellen.

Nein, das Gericht wird und kann das Kind nicht bei der Mutter belassen, wenn die Mutter eines sexuellen Missbrauchs schuldig ist. Sofern diese daher einen Antrag auf alleiniges Sorgerecht gestellt hat, so wird das Gericht diesem Antrag nicht entsprechen. Ich rate an, dass Ihr Sohn umgehend einen Fachanwalt für Familienrecht aufsucht, der seine rechtlichen Interessen wahrnimmt. Dieser sollte sodann einen Antrag auf Übertragung des alleinigen Sorgerechts auf Ihren Sohn stellen. Unter den hier gegebenen Umständen eines Missbrauchs des Kindes durch die Mutter bestehen sehr gute Aussichten, dass Ihr Sohn das alleinige Sorgerecht zugesprochen erhält.

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Kristian Hüttemann
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