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Michael
Michael, Herr
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 475
Erfahrung:  Elektroniker im Studium zum Elektrotechnik Ing., Techn. Grundwissen und grosses Informatikwissen
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Michael ist jetzt online.

Ich bin im Internet in die F nge der Firma WEBTAINS geraten.

Kundenfrage

Ich bin im Internet in die Fänge der Firma WEBTAINS geraten. Ich habe keinen Vertrag abgechlossen. Aber heute bekomme ich schriftlich eine letzte Mahnung. Bitte wie soll ich mich verhalten? Der Vorgang soll, falls die Rechnung über € 96.- plus € 5.- Mahngebühr bis 6.07.10 nicht beglichen ist, einem Inkasso-/Rechtsanwaltsbüro übertragen wird.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Allgemein
Experte:  Michael hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Kunde von Justanswer,

Scheinbar sind Sie einer versteckten Abofalle zum Opfer gefallen.

Dies ist leider ein häufiges und leidiges Thema. Immer wieder versuchen irgendwelche dubiosen Firmen so, Leute einzuschüchtern um diese zu einer Zahlung zu bewegen.

Probieren Sie der betreffenden Firma mitzuteilen, dass Sie keine Leistungen bezogen haben, und auch gar keine Persönlichen Daten angegeben haben. Machen Sie der Firma auch klar, dass Sie bestimmt keiner von denen sind, welche irgendwann aus Angst einfach bezahlt. Denn Sie werden wohl auch noch von irgendwelchen ubekannten Inkassos und irgendwelchen "selbsternannten" Anwälten Post kriegen, welche Sie immer mehr versucht einzuschüchten.
Machen Sie der Firma auch klar, dass Sie im Falle von weiterer Belästigung eine Anzeige erstatten werden.

Werden Sie aber auf keinen Fall schwach, und bezahlen aus Angst die Rechnung. Die Firma wird im bessten Falle kein grössere Beweis als Ihre IP-Adresse haben, von welcher aus die Registrierung begangen wurde.
Solche Rückverfolgungen per IP-Adresse werden aber nur in schwerwiegenden Delikten vom Amtsrichter bewilligt. Ohne einen richterlichen Beschluss dürfen die Telekomanbieter nähmlich sowieso keine Namen bzw. Adressdaten herausgeben.

Wenn die Firma auf Ihre Korrespondenz nicht antwortet, würde ich keine weitere Aufwände betreiben.
Da diese Firmen es einfach mal "probieren" werden Sie ziemlich sicher auch nie eine Antwort erhalten. Diese Firmen hoffen wirklich nur auf so naive Leute, welche einfach aus Angst bezahlen. Auf keinen Fall würde eine solche Firma aber den Aufwand betreiben, irgendwelche Korrespondenz zu beantworten, bzw. irgendwelche Forschungen über die Herkunft der registrierten IP-Adresse zu betreiben.

Natürlich wäre es auch möglich, einfach gar nichts zu unternehmen, da diese Firmen meistens keine weitere Aufwände betreibt. Es geht denen wirklich nur darum, möglichst viele Leute einzuschüchtern und zu einer Zahlung zu bewegen. Kenesfalls würde aber irgend so eine Abzockerfirma sich getrauen, zum Gericht zu gehen.

Somit hoffe ich Ihnen einen Überblick über die aktuelle Situation gegeben zu haben und hoffe Sie werden damit bald in Ruhe gelassen.

Beste Grüsse
Michael
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage hier bei JustAnswer.

Bei Ihrer Schilderung handelt es sich um eine betrügerische Vorgehensweise.

Dass Sie per Mail keine Antwort erhalten liegt daran, dass diese Mahnungen elektronisch verschickt werden. Das heisst hinter dieser Mailadresse "steht" lediglich ein Computer. Sie werden niemals eine Antwort auf Ihre Mail erhalten. Es handelt sich um eine Briefkastenfirma.

Es handelt sich um einen gross angelegten Betrug zu Lasten unzähliger Internetnutzer. Die Rechnung können Sie getroßt ignorieren.

Bitte zahlen Sie auf keinen Fall! Heben Sie alles auf, was Sie von der Firma erhalten aber ignorieren Sie es! Bitte keine Zahlung leisten! Es ist kein Vertrag zu stande gekommen! Daher muss von Ihrer Seite aus auch keine Zahlung geleistet werden! Ich empfehle Ihnen jedoch, Strafanzeige zu erstatten.


Es ist kein Vertrag zustande gekommen. Im Gesetz ist es so geregelt, dass wenn man eine kostenpflichtige Webseite besucht, dass der Betreiber klar und sichtbar über die Kosten aufklärt. Heisst : Der Kunde bzw. der User muss die Kosten lesen können. Dazu muss das Kostenfeld sage ich mal, auf der Seite so platziert werden, dass ihm dieses Feld sofort ins Auge fällt.Ist dies nicht gegegeben, landet man auf so einer Seite wie Sie und erhält dann auch so was. Dies ist dann in betrügerischer Absicht gehandeltes Verhalten.

Der geforderte Betrag sollte schon deswegen nicht bezahlt werden, weil es insoweit an einem wirksamen Vertragsschluss fehlt.

Das Angebot ist darauf ausgelegt, den User über die Kostenpflichtigkeit zu täuschen. Weiterhin war lediglich eine kostenlose Nutzung gewollt und kein kostenpflichtiges Abo.

Egal, womit die Ihnen auch drohen, bitte reagieren Sie nicht!!!

Im Gegenteil. Heben Sie die Schreiben bitte auf und gehen Sie dann mit Hilfe eines Anwalts über den zivilrechtlichen Weg und klagen Schadensersatz ein.

Ich hoffe Ihnen damit geholfen zu haben.

Ich bitte um Akzeptierung. Schliesslich habe ich Ihnen das beantwortet, was Sie wissen wollten.

Sollten nach Akzeptierung noch Rückfragen sein, stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Vielen Dank XXXXX XXXXXß

Experte:  hat geantwortet vor 6 Jahren.
Das ist ja fast was ich bereits gesagt habe.
Hinter einer Mail steht üblicherweise meist ein Computer. Zudem wüsste ich nicht, wie ein Computer mit lediglich einer Mailadresse schriftliche Post versenden kann...

Also bitte ich darum, meine erste Antwort zu akzeptieren.

Besten Dank für Ihr Verständniss
Freundlichst,
Michael Wicki

Verändert von Michael am 03.07.2010 um 19:45 Uhr EST
Michael, Herr
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 475
Erfahrung: Elektroniker im Studium zum Elektrotechnik Ing., Techn. Grundwissen und grosses Informatikwissen
Michael und 47 weitere Experten für Allgemein sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Michael,

Ich bin Anfang Mai in die Fänge der Fa. Wetains geraten. Sie haben mir geraten, einen Brief zu schreiben und auf keinen Fall zu bezahlen. Das habe ich getan und nichts mehr gehört. Ich dachte der Fall sei erledigt. Nun komme ich gestern aus dem Urlaub und finde bei der Post ein Schreiben von der Deutschen Zentral Inkasso. Inzwischen ist der Betrag auf E 153,66 gewachsen. Das Schreiben geht an meinen Mann und ich bin ganz sicher, nie seinen Namen und Adresse angegeben zu haben. Er geht nie an den PC. Bitte können Sie mir nochmal raten, was zu tun ist.

Mit freundlichem Gruß Margarete Zeiske.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Vorausgeschickt sei, dass in Ihrem Fall kein Grund zur Besorgnis besteht! Es ist nämlich davon auszugehen, dass zwischen Ihnen und dem dubiosen Diensteanbieter kein wirksamer Vertrag zustande gekommen ist.

Zunächst sollte geprüft werden, ob hier tatsächlich eine Abofalle vorliegt. In den meisten Fällen wird aber davon auszugehen sein. In erster Linie sollten Sie dann die Ruhe bewahren.

Die Rechnung oder Mahnung sollte aber auf keinen Fall beglichen werden.

Hier sollte dann der Widerruf des Vertrages erklärt und dieser vorsorglich auch noch angefochten werden. Mit dieser Vorgehensweise sind Sie auf der sicheren Seite.

Es kann sich auch lohnen, in die Offensive zu gehen und insbesondere die mahnenden Rechtsanwälte auf der Gegenseite auf Schadensersatz zu verklagen. So hat das Amtsgericht Karlsruhe bereits entschieden, dass eine bekannte Rechtsanwältin dem zu Unrecht angemahnten Verbraucher Schadensersatz zahlen muss.

Ich empfehle Ihnen, ein Schreiben folgenden Inhalts aufzusetzen:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

die gegenständliche Leistung ist hier nicht entstanden. Ein Abonnement bzw. einen 12-Monatszugang zu Ihrem System haben wir hier jedenfalls nicht abgeschlossen.

Es ist kein Vertrag zustande gekommen.

Der von Ihnen geforderte Betrag wird von mir schon deswegen nicht bezahlt, weil es insoweit an einem wirksamen Vertragsschluss fehlt.

Die Gegenleistung, nämlich das zu zahlende Entgelt taucht nur im „Kleingedruckten“ auf, so dass ich, wie wohl jeder durchschnittliche User davon ausgehen musste, dass es sich nicht um ein kostenpflichtiges Angebot handelt.

Eine entsprechende Klausel ist nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München vom 16.01.2007 (Az: 161 C 23695/06) als überraschend anzusehen. Es fehlt somit bereits an zwei übereinstimmenden Willenserklärungen und damit an einem wirksamen Vertrag.

Darüber hinaus wäre ein Vertrag auch wegen Sittenwidrigkeit nichtig, weil die von Ihnen angebotene Leistung offensichtlich in einem krassen Missverhältnis zu dem verlangten Entgelt steht.

Hilfsweise erkläre ich den Widerruf, der – mangels ausreichender Belehrung – auch noch rechtzeitig ist.

Entgegen Ihren Angaben erfolgt keine ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung, sodass die 14-tägige Widerrufsfrist hier nicht zu laufen begann und der Widerruf daher – hilfsweise – auch jetzt noch erklärt werden kann.

Das Widerrufsrecht ist auch nicht ausgeschlossen oder erloschen.

Hilfsweise und rein vorsorglich erkläre ich hiermit auch eine Anfechtung wegen Irrtums und arglistiger Täuschung. Ihr Angebot ist von vornherein darauf ausgelegt, den User über die Kostenpflichtigkeit zu täuschen. Weiterhin war lediglich eine kostenlose Nutzung gewollt und kein kostenpflichtiges Abo.

Ich werde hier keinerlei Zahlung leisten. Es wird erwogen, Ihr Unternehmen auf Schadensersatz in Höhe der durch meine Inanspruchnahme entstandenen Kosten in Anspruch zu nehmen.

Ein solches Vorgehen sowie strafrechtliche Schritte bleiben vorerst vorbehalten.“

Mit diesem Schreiben sind Sie auf der sicheren Seite.

Sollten Sie im weiteren Verlauf weitere Mahnungen, Inkassoschreiben oder Briefe von Rechtsanwälten erhalten, so ist auch das als übliches Vorgehen derartiger Seitenbetreiber zu sehen. Es ist dann kein weiterer Handlungsbedarf gegeben. Archivieren Sie diese Schreiben lediglich. Druckausübung über Zusatzkosten, Androhung weiterer rechtlicher Schritte etc. gehört zum gewöhnlichen Vorgehen dieser Anbieter. Dadurch sollen Angeschriebene verunsichert und zur Zahlung verleitet werden.

Ansonsten sollten Sie sich einen Anwalt nehmen. In den meisten Fällen wird erst dann eingelenkt.

Abschließend möchte ich Sie noch darauf hinweisen, dass die Verbraucherschutzzentralen sowie teilweise auch Staatsanwaltschaften bereits gegen derartige Anbieter ermitteln und versuchen, diesen das Handwerk zu legen.

Leider bewegen sich die Unternehmen nur am Rande der Illegalität, so dass eine Strafbarkeit wegen Betrugs schwer nachzuweisen ist. Sofern Sie Zeit und Muße haben sollten, können Sie gerne bei der für Sie zuständigen Staatsanwaltschaft oder Polizei Anzeige wegen Betrugs und Nötigung erstatten. Je mehr Opfer sich melden und hiergegen protestieren, desto größer dürfte der Druck auf die Unternehmen werden. Machen Sie sich in Ihrem individuellen Fall einer Anzeige aber bitte keine allzu große Hoffnung – aller Voraussicht nach wird das Verfahren eingestellt. Auch zahlreiche Proteste bei der kontoführenden Bank des Anbieters haben schon häufig erfolgreich dazu geführt, dass derartigen Firmen das Konto gekündigt wurde.

Ferner empfehlen wir in vergleichbaren Fällen, die entscheidenden Seiten der dubiosen Homepage (Startseite, Anmeldeseite, AGBs, …) auszudrucken und zu archivieren, damit im theoretischen Fall einer gerichtlichen Auseinandersetzung ein Nachweis möglich ist, wie die Seiten zum Zeitpunkt des Besuches ausgesehen haben - dass eben gerade nicht deutlich auf die Zahlungspflicht hingewiesen wurde.

Der kleingedruckte Hinweis neben dem Anmeldefeld genügt eben nicht, da dieser Hinweis nicht deutlich genug ist und daher nicht zur Kenntnis genommen wird. Durch das Ausdrucken verhindern Sie, dass der Kostenhinweis nachträglich deutlich hervorgehoben wird und dann die Behauptung aufgestellt wird, dass die Seiten schon immer so ausgesehen haben.

FAZIT: Die Forderung ist aller Voraussicht nach nicht gerechtfertigt! Solange Ihnen kein gerichtlicher Mahnbescheid zugestellt wird, können derartige Rechnungen und Einschüchterungsschreiben ignoriert werden. Wichtig ist, dass Sie einen Vertragsabschluss bestreiten und hilfsweise widerrufen, anfechten und kündigen.

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